영화 <푸른 천사>의 섹슈얼리티
Weiblichkeit in Der Blaue Engel von Josef von Sternberg
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초록
Der Roman Professor Unrat (1905) gilt als gesellschaftskritisch, und wurde Heinrich Mann so bezeichnet. Dessen Verfilmung durch Stenberg unter dem Titel Der Blaue Engel (1930) ist jedoch eher die persönliche Tragödie eines Lehrers, der Opfer seiner sexuellen Besessenheit wird. Er stirbt einsam an seinem ehemaligen Lehrerpult als gebrochener Mann. In dieser Arbeit habe ich versucht aufzuzeigen, dass dieser Unterschied nicht nur eine neue Interpretation des Regisseurs ist, sondern die veränderte Kultur der 30er Jahre widerspiegelt. In den 30er Jahren findet in Europa ein Übergang von der intellektuellen, gehobenen Kultur zur Massenkultur statt. Romantik und Empfindsamkeit mussten der Modernität und Avantgarde, weichen. In der deutschen Filmszene machte Hollywood sich langsam bemerkbar. Die Attraktivität der weiblichen Schauspielerinnen, besonders ihre erotische Anziehungskraft wurde immer wichtiger. Auch Der Blaue Engel konnte nur durch Marlene Dietrichs, Attraktivität als Vamp, femme fatale, und Sex Star Weltruhm erlangen. Dass Der Blaue Engel, der das Ende des expressionistischen Films in Deutschland markiert, durch einen in Hollywood tätigen Regisseur gedreht wird und dessen weibliche Hauptdarstellerin nachher zu Hollywood wechselt und ein Markterfolg wird, lässt erahnen, wie die Filmgeschichte sich weiter entwickeln wird. Wie Adorno und Benjamin gefürchtet haben, gehört der Film in der darauffolgenden Zeit derr Massenkultur an, verliert Aura. Dass der deutsche Film nach dem kurzen goldenen Zeitalter in den 30er Jahren nicht mehr mit der rapiden Entwicklung der Weltfilmgeschichte Schritt gehalten hat, mag auch daran gelegen haben, dass Deutschland nicht nur die unglückliche Nazi-Zeit durchgemacht hat, sondern auch, dass die traditionelle deutsche Kultur in der geistigen, männlichen, intellektuellen Welt gefangen blieb und den Massenmedien des 20sten Jahrhunderts gegenüber überkritisch war. Der Blaue Engel ist ein Werk, das den Übergang zu einem kommerziellen, populären Genre markiert. Darinliegt seine Bedeutung für die Filmgeschichte.
Abstract
Der Roman Professor Unrat (1905) gilt als gesellschaftskritisch, und wurde Heinrich Mann so bezeichnet. Dessen Verfilmung durch Stenberg unter dem Titel Der Blaue Engel (1930) ist jedoch eher die persönliche Tragödie eines Lehrers, der Opfer seiner sexuellen Besessenheit wird. Er stirbt einsam an seinem ehemaligen Lehrerpult als gebrochener Mann. In dieser Arbeit habe ich versucht aufzuzeigen, dass dieser Unterschied nicht nur eine neue Interpretation des Regisseurs ist, sondern die veränderte Kultur der 30er Jahre widerspiegelt. In den 30er Jahren findet in Europa ein Übergang von der intellektuellen, gehobenen Kultur zur Massenkultur statt. Romantik und Empfindsamkeit mussten der Modernität und Avantgarde, weichen. In der deutschen Filmszene machte Hollywood sich langsam bemerkbar. Die Attraktivität der weiblichen Schauspielerinnen, besonders ihre erotische Anziehungskraft wurde immer wichtiger. Auch Der Blaue Engel konnte nur durch Marlene Dietrichs, Attraktivität als Vamp, femme fatale, und Sex Star Weltruhm erlangen. Dass Der Blaue Engel, der das Ende des expressionistischen Films in Deutschland markiert, durch einen in Hollywood tätigen Regisseur gedreht wird und dessen weibliche Hauptdarstellerin nachher zu Hollywood wechselt und ein Markterfolg wird, lässt erahnen, wie die Filmgeschichte sich weiter entwickeln wird. Wie Adorno und Benjamin gefürchtet haben, gehört der Film in der darauffolgenden Zeit derr Massenkultur an, verliert Aura. Dass der deutsche Film nach dem kurzen goldenen Zeitalter in den 30er Jahren nicht mehr mit der rapiden Entwicklung der Weltfilmgeschichte Schritt gehalten hat, mag auch daran gelegen haben, dass Deutschland nicht nur die unglückliche Nazi-Zeit durchgemacht hat, sondern auch, dass die traditionelle deutsche Kultur in der geistigen, männlichen, intellektuellen Welt gefangen blieb und den Massenmedien des 20sten Jahrhunderts gegenüber überkritisch war. Der Blaue Engel ist ein Werk, das den Übergang zu einem kommerziellen, populären Genre markiert. Darinliegt seine Bedeutung für die Filmgeschichte.
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