로베르트 슈만 예술가곡에 나타난 아이헨도르프와 하이네의 서정시 연구
Eine Studie zur Lyrik von Eichendorff und Heine in den Kunstliedern Robert Schumanns
1
조회
0
다운로드
0
인용
0
참고문헌
키워드
초록
In der vorliegenden Arbeit liegen die Schwerpunkte auf dem Lied als Subjekt der literarischen Interpretation und Schumanns zyklischen Gruppierungen in einer freien Zusammenstellung von Gedichten von Eichendorff und Heine. Inbesondere die Vertonung der Gedichte, die von einem Komponisten ausgewählt und als eine zyklische Form zusammengestellt wurde, benötigte eine besondere literarische Begabung und das ermöglichte Schumanns außergewöhnliches Doppeltalent auf der literarischen und musikalischen Ebene. Joseph von Eichendorff war für Schumann ‘ein neuer Dichtergeist’ zusammen mit Heine und zählte zu ‘einer neuen Dichterschule’, die zur Entwicklung des deutschen Kunstliedes im 19. Jahrhundert beitrug. Schumann wählte zwölf Gedichte Eichendorffs aus der Novelle『Viel Lärmen um Nichts』und dem Roman『Ahnung und Gegenwart』 sowie den Gedichten, die 1837 veröffentlicht wurden, aus. Der「Liederkreis」op.39 wird inhaltlich in zwei Teile gegliedert: der erste Teil beginnt mit der Sehnsucht des lyrischen Ichs nach dem Sterben im Novalischen Sinne und endet mit der Erwartung des künftigen, großen Glücks. Der zweite beginnt mit dem dunklen Inhalt, dass die Braut weint, und endet mit einem triumphierenden, glücklichen Ende. In der Anordnung der Lieder wurde Schumanns persönliche Lage sowie Ereignisse in seinem Leben genau reflektiert und der Zyklus nach Eichendorff ist ein literarisches Lesen Schumanns sowie seine neue Interpretation und kreative Rezeption. Schumann vertonte 43 Gedichte von Heine, das sind etwa ein Drittel seiner Liedkompositionen im Liederjahr 1840. Was Heines Gedichte für Schumann besonders anziehend gemacht hat, ist nicht die allgemeine Thematik von Liebe und Liebesleid, sondern die Ironie und Ambivalenz, die in ihnen versteckt ist. Die Texte für den Zyklus「Dichterliebe」op.48 gehen auf Heines「Lyrisches Intermezzo」, aus dem 1827 veröffentlichten『Buch der Lieder』zurück. Von den 65 Gedichten wählte Schumann schließlich 16 Gedichte aus. Schumann nahm das erste sowie das letzte Gedicht Heines als Rahmenhandlung an und erfand einen geschlossenen Handlungsverlauf. Das Spektrum der Handlung reicht vom Erlebnis der aufgehenden Liebe im Frühling über die Erfahrung des Beziehungsbruchs bis zum Versuch, sich von all dem Schmerzhaften bzw. den Überforderungen zu befreien. Heute gilt die「Dichterliebe」neben Schuberts「Winterreise」als “Gipfel europäischer Liedkunst”. In diesem Liederzyklus geht das Klavier eine brilliante Partnerschaft mit der menschlichen Stimme ein und übernimmt gelegentlich die führende Rolle im Lied. Schumanns Zyklen nach Heine und Eichendorff werden als seine musikalische Lyrik und Subjekt eigener Interpretation, in der seine persönlichen Erlebnisse tief verwurzelt sind, betrachtet. Die zyklische Form war am geeignetesten für die Darstellung der eigenen Erlebnisse des Komponisten. Die Gedichte des ‘neuen Dichtergeistes’ sind folglich für ihn die besten Vorlagen zur Vertonung der Zyklen.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit liegen die Schwerpunkte auf dem Lied als Subjekt der literarischen Interpretation und Schumanns zyklischen Gruppierungen in einer freien Zusammenstellung von Gedichten von Eichendorff und Heine. Inbesondere die Vertonung der Gedichte, die von einem Komponisten ausgewählt und als eine zyklische Form zusammengestellt wurde, benötigte eine besondere literarische Begabung und das ermöglichte Schumanns außergewöhnliches Doppeltalent auf der literarischen und musikalischen Ebene. Joseph von Eichendorff war für Schumann ‘ein neuer Dichtergeist’ zusammen mit Heine und zählte zu ‘einer neuen Dichterschule’, die zur Entwicklung des deutschen Kunstliedes im 19. Jahrhundert beitrug. Schumann wählte zwölf Gedichte Eichendorffs aus der Novelle『Viel Lärmen um Nichts』und dem Roman『Ahnung und Gegenwart』 sowie den Gedichten, die 1837 veröffentlicht wurden, aus. Der「Liederkreis」op.39 wird inhaltlich in zwei Teile gegliedert: der erste Teil beginnt mit der Sehnsucht des lyrischen Ichs nach dem Sterben im Novalischen Sinne und endet mit der Erwartung des künftigen, großen Glücks. Der zweite beginnt mit dem dunklen Inhalt, dass die Braut weint, und endet mit einem triumphierenden, glücklichen Ende. In der Anordnung der Lieder wurde Schumanns persönliche Lage sowie Ereignisse in seinem Leben genau reflektiert und der Zyklus nach Eichendorff ist ein literarisches Lesen Schumanns sowie seine neue Interpretation und kreative Rezeption. Schumann vertonte 43 Gedichte von Heine, das sind etwa ein Drittel seiner Liedkompositionen im Liederjahr 1840. Was Heines Gedichte für Schumann besonders anziehend gemacht hat, ist nicht die allgemeine Thematik von Liebe und Liebesleid, sondern die Ironie und Ambivalenz, die in ihnen versteckt ist. Die Texte für den Zyklus「Dichterliebe」op.48 gehen auf Heines「Lyrisches Intermezzo」, aus dem 1827 veröffentlichten『Buch der Lieder』zurück. Von den 65 Gedichten wählte Schumann schließlich 16 Gedichte aus. Schumann nahm das erste sowie das letzte Gedicht Heines als Rahmenhandlung an und erfand einen geschlossenen Handlungsverlauf. Das Spektrum der Handlung reicht vom Erlebnis der aufgehenden Liebe im Frühling über die Erfahrung des Beziehungsbruchs bis zum Versuch, sich von all dem Schmerzhaften bzw. den Überforderungen zu befreien. Heute gilt die「Dichterliebe」neben Schuberts「Winterreise」als “Gipfel europäischer Liedkunst”. In diesem Liederzyklus geht das Klavier eine brilliante Partnerschaft mit der menschlichen Stimme ein und übernimmt gelegentlich die führende Rolle im Lied. Schumanns Zyklen nach Heine und Eichendorff werden als seine musikalische Lyrik und Subjekt eigener Interpretation, in der seine persönlichen Erlebnisse tief verwurzelt sind, betrachtet. Die zyklische Form war am geeignetesten für die Darstellung der eigenen Erlebnisse des Komponisten. Die Gedichte des ‘neuen Dichtergeistes’ sind folglich für ihn die besten Vorlagen zur Vertonung der Zyklen.
참고문헌 (42)
- Abraham, Gerald, "Geschichte der Musik. Teil 2, in: Das Große Lexikon der Musik" (1983)
- Adorno, Theodor W., "Noten zur Literatur" (1974)
- Beci, Veronica, "Robert & Clara Schumann. Musik und Leidenschaft" (2006)
- Boetticher, Wolfgang, "Briefe und Gedichte aus dem Album Robert und Clara Schumanns" (1979)
- Bogner, Ralf Georg, "Heinrich Heines Höllenfahrt. Nachrufe auf einen streit- baren Schriftsteller: Dokumente 1846-1858" (1997)
- Boucourechliev, André, "Robert Schumann in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten" (1958)
- Brentano, Clemens, "Zu Bacharach am Rhein" (1980)
- Brinkmann, Reinhold, "Schumann und Eichendorff. Studien zum Liederkreis Opus 39", Musik-Konzepte, 95 (1997)
- Burger, Ernst, "Robert Schumann. Eine Lebenschronik in Bildern und Dokumenten" (1999)
- Dachs-Söhner, "Harmonielehre. Für den Schulgebrauch und zum Selbstunterricht. Erster Teil" (1953)
- Danuser, Hermann, "Musikalische Lyrik" (2004)
- Dümling, Albrecht, "Heirnich Heine. Vertont von Robert Schumann" (1981)
- Edler, Arnfried, "Robert Schumann und seine Zeit" (1982)
- Eichendorff, Joseph, "Gedichte" (1997)
- Eichendorff, Joseph, "Viel Lärmen um nichts", pp.11~82 (1993)
- Eichendorff, Joseph, "Ahnung und Gegenwart"
- Eismann, Georg, "Robert Schumann. Tagebücher, Bd. 1 (1827-1838)" (1971)
- Finscher, Ludwig, "Zyklus in: Die Musik in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Sachteil 9", pp.2527~2536 (1998)
- "Fischer-Dieskau, Dietrich (Gerald Moore", Hertha Klust, Piano): Schumann. Lieder- kreis op. 24 & op. 39 (CD), EMI classics 2004, 2004
- Frühwald, Wolfgang, "Die Erneuerung des Mythos. Zu Eichendorffs Gedicht Mondlicht in: Gedichte und Interpretation" (1984)
- Gorrell, Lorraine, "The Nineteenth-Century German Lied" (2005)
- Goltschnigg, Dietmar, "Heine und die Nachwelt. Geschi- chte seiner Wirkung in den deutschsprachigen Ländern. Texte und Kontexte, Analysen und Kommentare. Bd. 1: 1856-1906" (2006)
- Heine, Heinrich, "Sämtliche Gedichte. Kommentierte Ausgabe" (2006)
- 1, "Die Bäder von Lucca. bearbeitet von Alfred Opitz, GW 7", pp.1986, Heine, Heinrich
- Hotaki, Leander, "Robert Schumanns Mottosammlung, Übertragung, Kommentar, Einführung" (1998)
- Litzmann, Berthold, "Clara Schumann. Ein Künsterleben, Bd. 2" (1920)
- Loos, Helmut, "Robert Schumann. Interpretationen seiner Werke. Bd. 1" (2005)
- Meier, Barbara, "Robert Schumann" (1995), Reinbek bei Hamburg
- Peters, Paul, "Musik als Interpretation: Zu Robert Schumanns Dichterliebe in: Heine-Jahrbuch 1994" (1994)
- "Prégardien, Christoph (Michael Gees, Piano): Robert Schumann, Hugo Wolf. Eichendorff-Lieder (CD), Hänssler classic 2006", ~ (2006)
- Sams, Eric, "The Songs of Robert Schumann" (1969)
- Schmierer, Elisabeth, "Geschichte des Liedes" (2007)
- Schumann, Clara, "Robert Schumann's Werke", pp.28~49 (2006), Gregg Press
- Schumann, Robert, "Lieder und Gesänge in: Gesammelte Schriften über Musik und Musiker" (1985), Wiesbaden 1985
- Schumann. Robert, "Briefe 1828-1855, ausgewählt und kommentiert von Karin Sousa" (2006)
- Schutz, Gerhard, "Romantik. Geschichte und Begriff" (1996)
- Spies, Günther, "Reclams Musikführer. Robert Schumann" (1997)
- Tewinkel, Christiane, "Lieder in: Schumann. Handbuch" (2006)
- Weissweiler, Eva, "Clara und Robert Schumann. Brief- wechsel. Kritische Gesamtausgabe, Bd. III (1840-1851)" (2001)
- Wilpert, Gero, "Sachwörterbuch der Literatur" (1989)
- Zimmer, Dieter E., "Mein Gedicht. Begegnungen mit deutscher Lyrik" (1961)
