토마스 만의 초기 작품 속의 중간자적 존재
Weder Künstler noch Bürger. Zum Früwerk Thomas Manns
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초록
Die meisten Hauptfiguren in Thomas Manns frühen Werken sind die Außenseiter, die vom Leben ausgeschlossen sind, sei es wegen einer Krankheit oder Verkrüppelung, sei es wegen der ausgeprägten Tendenz zum Künstlerischen. Die Kunst dient ihnen als Surrogat versagter Lebenserfüllung. Sie haben künstlerische Neigungen, aber gehören weder zu dem Künstler noch zu dem Bürger. Aufgrund seiner Verkrüppelung und der Erfahrung seiner ersten Liebesenttäuschung distanziert sich Johannes Friedemann vom Leben und eignet sich eine asketisches Lebenshaltung an, die sich in der Unterdrückung seiner inneren Triebe ausdrückt. Aber der “Einbruch trunken zerstörender und vernichtender Mächte in ein gefasstes Leben”, verkörpert durch Femme fatale, Gerda von Rinnlingen, stürzt den Kunstbau seines Lebenskonzepts gründlich zusammen. Bajazzo gibt sich schon als Kind dem narzißtischen Kunstgenuß hin. Trotzdem ist die Kunst für ihn im wesentlichen nicht mehr als Mittel der Unterhaltung und des Zeitvertreibs und dient ihm vor allem als Medium narzißtischen Selbstgenusses. Seine Sehnsucht nach genuiner Kreativität erfüllt sich nicht. Dementsprechend gelingt es ihm nicht, die soziale Anerkennung zu gewinnen, nach der er sich heimlich so sehr sehnt. Er kann schließlich nicht umhin, seinen Dilettantismus einzugestehen. Ihm fehlt der “Entschluß zur Form, Gestalt, Begrenzung, Körperlichkeit, zur Absage an die Freiheit, die Unendlichkeit, an das Schlummern und Weben im unbegrenzten Reich der Empfindung” wie sie Thomas Mann als “Moral des Künstlers” bezeichnet.
Abstract
Die meisten Hauptfiguren in Thomas Manns frühen Werken sind die Außenseiter, die vom Leben ausgeschlossen sind, sei es wegen einer Krankheit oder Verkrüppelung, sei es wegen der ausgeprägten Tendenz zum Künstlerischen. Die Kunst dient ihnen als Surrogat versagter Lebenserfüllung. Sie haben künstlerische Neigungen, aber gehören weder zu dem Künstler noch zu dem Bürger. Aufgrund seiner Verkrüppelung und der Erfahrung seiner ersten Liebesenttäuschung distanziert sich Johannes Friedemann vom Leben und eignet sich eine asketisches Lebenshaltung an, die sich in der Unterdrückung seiner inneren Triebe ausdrückt. Aber der “Einbruch trunken zerstörender und vernichtender Mächte in ein gefasstes Leben”, verkörpert durch Femme fatale, Gerda von Rinnlingen, stürzt den Kunstbau seines Lebenskonzepts gründlich zusammen. Bajazzo gibt sich schon als Kind dem narzißtischen Kunstgenuß hin. Trotzdem ist die Kunst für ihn im wesentlichen nicht mehr als Mittel der Unterhaltung und des Zeitvertreibs und dient ihm vor allem als Medium narzißtischen Selbstgenusses. Seine Sehnsucht nach genuiner Kreativität erfüllt sich nicht. Dementsprechend gelingt es ihm nicht, die soziale Anerkennung zu gewinnen, nach der er sich heimlich so sehr sehnt. Er kann schließlich nicht umhin, seinen Dilettantismus einzugestehen. Ihm fehlt der “Entschluß zur Form, Gestalt, Begrenzung, Körperlichkeit, zur Absage an die Freiheit, die Unendlichkeit, an das Schlummern und Weben im unbegrenzten Reich der Empfindung” wie sie Thomas Mann als “Moral des Künstlers” bezeichnet.
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