토마스 만 특유의 아이러니: 완전함을 향한 정신의 욕망- 토마스 만의 초기 단편 『행복을 향한 의지』를 예로
Thomas Mannsche Ironie: Die Begierde des Geistes nach Vollkommenheit - Am Beispiel des Frühwerks von Thomas Mann Der Wille zum Glück
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초록
Thomas Mann gilt als ein Erzähler mit einem ausgeprägten ästhetischen Formbewusstsein. Ganz im Sinne der Schopenhauerschen Romanauffassung kommt es bei ihm bei einem verstärkten Formbewusstsein nicht einfach darauf an, was er erzählt, sondern vielmehr darauf, wie er etwas erzählen sollte. Thomas Mann hat zeitlebens keinen Hehl daraus gemacht, dass dieses Wie ihn am meisten beschäftigt. Dabei werden die vorhandenen Weltgeschehnisse in den Händen des Dichters vergeistigt und in höhere Formen gebracht. So wird die künstlerische Welt eine Welt des Stils. Dies ist wohl seine Art, mit der Krise des Romans fertig zu werden, was mit seinem ungebrochenen Glauben an Sprache und seinem starken Bewusstsein für Form und Stil korrespondieren dürfte. In diesem Sinne geht es bei Thomas Mann, der in seinen rund sechzig Schaffensjahren eine erhebliche Anzahl an Erzählwerken hinterlassen sollte, grundsätzlich um ein und dasselbe: um jenen Antagonismus, welchen er bereits in seinem erzählerischen Jugendwerk Der Wille zum Glück(1896) thematisiert. Es geht um den Konflikt zwischen Geist und Leben, Geist und Natur, Ratio und Emotio, Bürgertum und Künstlertum, Leben und Tod etc., - kurz und gut - um die gespaltenen Weltsphären, zwischen denen sein Protagonist stets hin- und hergerissen ist und ohne eindeutige Zugehörigkeit zu einer Sphäre am Ich und zugleich an der Welt leidet, wovon ihn nur der Tod zu erlösen vermag. Seine vielzitierte Ironie steht dafür, dass jener Verfall des Protagonisten Paolo nicht nur einen Niedergang des körperlichen Lebens, sondern zugleich eine Verfeinerung,Vertiefung und Veredelung des Geistes darstellt. Da der Inhalt seines Werkes immer zugleich zur Erzählform in einer engen Wechselbeziehung steht, hat sich die vorliegende Arbeit hauptsächlich mit der Frage beschäftigt, ob Begierde dem Erzählmodus der Thomas Mannschen Ironie, unterliegt, wobei die gespaltene Begierde des Protagonisten in Der Wille zum Glück als ein Hauptmotiv dient. Durch eingehende Lektüre vieler Aussagen und Erläuterungen Thomas Manns über seine Ironie konnte schließlich das Fazit gezogen werden, dass die Thomas Mannsche Ironie aus der Begierde des Geistes nach Vereinigung mit Leben entsteht und somit als eine absolut geistige Strategie, mit der der Geist auf Vollkommenheit zielt, zu sehen ist.
Abstract
Thomas Mann gilt als ein Erzähler mit einem ausgeprägten ästhetischen Formbewusstsein. Ganz im Sinne der Schopenhauerschen Romanauffassung kommt es bei ihm bei einem verstärkten Formbewusstsein nicht einfach darauf an, was er erzählt, sondern vielmehr darauf, wie er etwas erzählen sollte. Thomas Mann hat zeitlebens keinen Hehl daraus gemacht, dass dieses Wie ihn am meisten beschäftigt. Dabei werden die vorhandenen Weltgeschehnisse in den Händen des Dichters vergeistigt und in höhere Formen gebracht. So wird die künstlerische Welt eine Welt des Stils. Dies ist wohl seine Art, mit der Krise des Romans fertig zu werden, was mit seinem ungebrochenen Glauben an Sprache und seinem starken Bewusstsein für Form und Stil korrespondieren dürfte. In diesem Sinne geht es bei Thomas Mann, der in seinen rund sechzig Schaffensjahren eine erhebliche Anzahl an Erzählwerken hinterlassen sollte, grundsätzlich um ein und dasselbe: um jenen Antagonismus, welchen er bereits in seinem erzählerischen Jugendwerk Der Wille zum Glück(1896) thematisiert. Es geht um den Konflikt zwischen Geist und Leben, Geist und Natur, Ratio und Emotio, Bürgertum und Künstlertum, Leben und Tod etc., - kurz und gut - um die gespaltenen Weltsphären, zwischen denen sein Protagonist stets hin- und hergerissen ist und ohne eindeutige Zugehörigkeit zu einer Sphäre am Ich und zugleich an der Welt leidet, wovon ihn nur der Tod zu erlösen vermag. Seine vielzitierte Ironie steht dafür, dass jener Verfall des Protagonisten Paolo nicht nur einen Niedergang des körperlichen Lebens, sondern zugleich eine Verfeinerung,Vertiefung und Veredelung des Geistes darstellt. Da der Inhalt seines Werkes immer zugleich zur Erzählform in einer engen Wechselbeziehung steht, hat sich die vorliegende Arbeit hauptsächlich mit der Frage beschäftigt, ob Begierde dem Erzählmodus der Thomas Mannschen Ironie, unterliegt, wobei die gespaltene Begierde des Protagonisten in Der Wille zum Glück als ein Hauptmotiv dient. Durch eingehende Lektüre vieler Aussagen und Erläuterungen Thomas Manns über seine Ironie konnte schließlich das Fazit gezogen werden, dass die Thomas Mannsche Ironie aus der Begierde des Geistes nach Vereinigung mit Leben entsteht und somit als eine absolut geistige Strategie, mit der der Geist auf Vollkommenheit zielt, zu sehen ist.
참고문헌 (16)
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