이로니에서 후모어로 - 토마스 만의 후기 작품들을 중심으로 -
Von der Ironie zum Humor: in Bezug auf die späteren Werke Thomas Manns
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초록
In dem vorliegenden Beitrag wird die Ironie und der Humor in den Werken Thomas Manns betrachtet. Die früheren Werke Thomas Manns enthalten ausnahmslos nur ein Thema: der Gegensatz von ‘Leben und Tod’, oder ‘Leben und Kunst’.『Buddenbrooks, Verfall einer Familie』. Das im Untertitel genannte Thema des Romans wird an 4 Generationen einer Lübecker Kaufmannsfamilie dargestellt. In der Erzählung『Tonio Kröger』wird ein verirrter Bürger zwischen 2 Welten dargestellt. Und die Novelle『Der Tod in Venedig』handelt von der Entwürdigung eines berühmten Künstlers und um dessen Untergang. Und auch im Roman『Der Zauberberg』spielen das Leben und der Tod eine große Rolle. Denn hier findet man jenen berühmten Satz: “Der Mensch soll um der Güte und Liebe willen dem Tode keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken.” Sein Hauptthema, diese bipolaren Konflikte, behandelt Thomas Mann niemals festlegend, sondern stets ironisch. Die Ironie hier bedeutet eine eigentümliche distanzierende Haltung Thomas Manns gegenüber den oben genannten zwei Polen, und damit auch seine nicht festlegende Erzählweise. Denn er benutzt keine direkte, eindeutige Sprache, sondern versteckt sein Anliegen in philosophischen Phrasen. So entsteht Ironie. Die Ironie Thomas Manns, die als ,epische Ironie‘ betrachtet wird, nimmt Geist und Leben, ,Künstlertum‘ und ,Bürgertum‘ als Grundgegensätze. Um es mit Thomas Mann zu sagen: Sie ist die Selbstverneinung, der Selbstverrat des Geistes zugunsten des Lebens. Nach Thomas Mann beruht die Sendung der Kunst in ihrer Mittel- und Mittlerstellung zwischen Geist und Leben. Hier ist die Quelle der Ironie Thomas Manns. Aber in den späten Werken Thomas Manns, etwa in『Joseph und seine Brüder』oder『Der Erwählte』, wird die Ironie überwunden, und hier wird die Ironie zum Humor erhoben. Das heißt, seine Haltung als Autor und auch als Erzähler leidet nicht mehr unter den früheren Gegensätzen oder Konflikten. Nun wird die horizontale Distanz zur vertikal erhöhten Perspektive erhoben. Der Autor Thomas Mann selbst oder der Erzähler im epischen Werk sind keine ironischen Leidenden mehr, sondern Betrachter einer höheren Ebene. Die Ironie des späteren Thomas Manns ist, bei allem Vorbehalt, eine versöhnend-versöhnliche Kraft. Sie nähert sich mehr und mehr dem Humor an. Nach Thomas Mann zeigt der Humor das herzaufquellende Lachen, das er als Wirkung der Kunst persönlich höher schätzt. In diesem Sinne würde ich den literarischen Werdegang Thomas Manns als die Progression von der Ironie zum Humor bezeichnen.
Abstract
In dem vorliegenden Beitrag wird die Ironie und der Humor in den Werken Thomas Manns betrachtet. Die früheren Werke Thomas Manns enthalten ausnahmslos nur ein Thema: der Gegensatz von ‘Leben und Tod’, oder ‘Leben und Kunst’.『Buddenbrooks, Verfall einer Familie』. Das im Untertitel genannte Thema des Romans wird an 4 Generationen einer Lübecker Kaufmannsfamilie dargestellt. In der Erzählung『Tonio Kröger』wird ein verirrter Bürger zwischen 2 Welten dargestellt. Und die Novelle『Der Tod in Venedig』handelt von der Entwürdigung eines berühmten Künstlers und um dessen Untergang. Und auch im Roman『Der Zauberberg』spielen das Leben und der Tod eine große Rolle. Denn hier findet man jenen berühmten Satz: “Der Mensch soll um der Güte und Liebe willen dem Tode keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken.” Sein Hauptthema, diese bipolaren Konflikte, behandelt Thomas Mann niemals festlegend, sondern stets ironisch. Die Ironie hier bedeutet eine eigentümliche distanzierende Haltung Thomas Manns gegenüber den oben genannten zwei Polen, und damit auch seine nicht festlegende Erzählweise. Denn er benutzt keine direkte, eindeutige Sprache, sondern versteckt sein Anliegen in philosophischen Phrasen. So entsteht Ironie. Die Ironie Thomas Manns, die als ,epische Ironie‘ betrachtet wird, nimmt Geist und Leben, ,Künstlertum‘ und ,Bürgertum‘ als Grundgegensätze. Um es mit Thomas Mann zu sagen: Sie ist die Selbstverneinung, der Selbstverrat des Geistes zugunsten des Lebens. Nach Thomas Mann beruht die Sendung der Kunst in ihrer Mittel- und Mittlerstellung zwischen Geist und Leben. Hier ist die Quelle der Ironie Thomas Manns. Aber in den späten Werken Thomas Manns, etwa in『Joseph und seine Brüder』oder『Der Erwählte』, wird die Ironie überwunden, und hier wird die Ironie zum Humor erhoben. Das heißt, seine Haltung als Autor und auch als Erzähler leidet nicht mehr unter den früheren Gegensätzen oder Konflikten. Nun wird die horizontale Distanz zur vertikal erhöhten Perspektive erhoben. Der Autor Thomas Mann selbst oder der Erzähler im epischen Werk sind keine ironischen Leidenden mehr, sondern Betrachter einer höheren Ebene. Die Ironie des späteren Thomas Manns ist, bei allem Vorbehalt, eine versöhnend-versöhnliche Kraft. Sie nähert sich mehr und mehr dem Humor an. Nach Thomas Mann zeigt der Humor das herzaufquellende Lachen, das er als Wirkung der Kunst persönlich höher schätzt. In diesem Sinne würde ich den literarischen Werdegang Thomas Manns als die Progression von der Ironie zum Humor bezeichnen.
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