근현대 서구와 타자 - 토마스 만의 <부덴브로크 가의 사람들> 소고
Die europäische Moderne und das Andere - Thomas Manns Buddenbrooks
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초록
Die Betrachtung von politischen Aspekten in Thomas Manns Werke ist überhaupt nicht neu, wobei es zu betonen ist, dass die Betrachung m. E. meist auf den Entwicklungsgang seines politschen Bewusstseins fokussiert ist. Thomas Mann stellt ein Paradebeispiel eines unpolitischen Künstlers dar, der sich vom traditionellen, d. h. nicht ungefährlichen Konservativismus zum progressiven Demokratismus entwickelt hat. Dieser Entwicklungsgang bedeutet nichts anderes als einen vom Unpolitischen zum Politischen. Bei diesem Aspekt spielt Thomas Manns Position zum Nationalsozialismus eine Hauptrolle. In der vorliegenden Betrachtung handelt es sich auch um einen politischen Aspekt Thomas Manns, und zwar in seinem ersten Roman, der bekanntermaßen in seiner unpolitischen Periode entstanden ist. Wir befassen uns vor allem mit den Schlüsselbegriffe des Romans, Bürger und Verfall, wobei unser Augenmerk nicht auf Bürger/Künstler, Geist/Kunst oder Dekadenz, sondern auf das Politische im sozusagen Unpolitischen gerichtet werden sollte. In Bezug auf die Verfallsproblematik hat die Tomas-Mann-Forschung bis jetzt auf die Identitäts- und Alteritätsproblematik des europäischen Bürgers kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Der Eurozentrismus spielt bei dem Verfall von Familie Buddenbrook, der nach Thomas Mann als Paradigma für den Untergang des Bürgertums überhaupt angesehen werden sollte, eine entscheidende Rolle. Die Verfallsgeschichte Buddenbooks ist nichts anderes als die Geschichte des Identitätsverlusts, in der es sich um das Andere als Bedrohliches und Vernichtendes für das Modern-Europäisches handelt. Im Vorliegenden sollte aufgezeigt werden, wie der als unpolitsch zu geltende Roman Buddenbrooks dieses Andere darstellt und konstruiert. In späteren Werken wie Der Zauberberg oder Der Tod in Venedig kann man den voll entwickelten Eurozentrismus sehr gut beobachten. Aber der erste, Roman Thomas Manns, der sich lebenslang konsequent als unpolitischer Künstler betrachtet hat, steht schon ganz im Zeichen der eurozentristischen, politischen Idee.
Abstract
Die Betrachtung von politischen Aspekten in Thomas Manns Werke ist überhaupt nicht neu, wobei es zu betonen ist, dass die Betrachung m. E. meist auf den Entwicklungsgang seines politschen Bewusstseins fokussiert ist. Thomas Mann stellt ein Paradebeispiel eines unpolitischen Künstlers dar, der sich vom traditionellen, d. h. nicht ungefährlichen Konservativismus zum progressiven Demokratismus entwickelt hat. Dieser Entwicklungsgang bedeutet nichts anderes als einen vom Unpolitischen zum Politischen. Bei diesem Aspekt spielt Thomas Manns Position zum Nationalsozialismus eine Hauptrolle. In der vorliegenden Betrachtung handelt es sich auch um einen politischen Aspekt Thomas Manns, und zwar in seinem ersten Roman, der bekanntermaßen in seiner unpolitischen Periode entstanden ist. Wir befassen uns vor allem mit den Schlüsselbegriffe des Romans, Bürger und Verfall, wobei unser Augenmerk nicht auf Bürger/Künstler, Geist/Kunst oder Dekadenz, sondern auf das Politische im sozusagen Unpolitischen gerichtet werden sollte. In Bezug auf die Verfallsproblematik hat die Tomas-Mann-Forschung bis jetzt auf die Identitäts- und Alteritätsproblematik des europäischen Bürgers kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Der Eurozentrismus spielt bei dem Verfall von Familie Buddenbrook, der nach Thomas Mann als Paradigma für den Untergang des Bürgertums überhaupt angesehen werden sollte, eine entscheidende Rolle. Die Verfallsgeschichte Buddenbooks ist nichts anderes als die Geschichte des Identitätsverlusts, in der es sich um das Andere als Bedrohliches und Vernichtendes für das Modern-Europäisches handelt. Im Vorliegenden sollte aufgezeigt werden, wie der als unpolitsch zu geltende Roman Buddenbrooks dieses Andere darstellt und konstruiert. In späteren Werken wie Der Zauberberg oder Der Tod in Venedig kann man den voll entwickelten Eurozentrismus sehr gut beobachten. Aber der erste, Roman Thomas Manns, der sich lebenslang konsequent als unpolitischer Künstler betrachtet hat, steht schon ganz im Zeichen der eurozentristischen, politischen Idee.
참고문헌 (18)
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