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Geschichte der deutschen Typographie Mit besonderem Bezug auf den Antiqua-Fraktur-Streit

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주제분류독일어와문학

초록

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Einblick in der Geschichte der deutschen Typographie, insbes. des Antiqua-Fraktur-Streits zu geben. Die Antiqua bildete sich in der Epoche des Humanismus in Italien als zunächst handgeschriebene Buchschrift heraus. Die Fraktur, die aus der Schwabacher Schrift erwachsen ist,entstand im frühen 16. Jahrhundert im deutschen Sprachraum. In ihrer charakteristischen Form trat sie zuerst in dem unter der Förderung des Kaisers Maximilian I. von Hans Schönsperger geschaffenen Prachtdruck eines Gebetsbuch(1513) in Erscheinung. Der Antiqua-Fraktur-Streit war eine Auseinandersetzung vom 16. und bis zum frühen 20. Jahrhundert über den Stellenwert der Fraktur für die geschriebene deutsche Sprache. Anfang des 16. Jahrhunderts bildete sich so die deutsche Eigenheit heraus,zwei Schriften zu pflegen. Deutschsprachiger Text wurde weiterhin in Fraktur gedruckt und geschrieben, lateinischer Text in Antiqua. Bei gemischtsprachigen Texten werden auch die Schriften gemischt: Fraktur für den Druck deutschsprachiger Wörter, Antiqua für fremdsprachige Wörter. Bei den deutschen Schriftstreiten ging es um die Frage, ob auch die deutsche Sprache in Antiqua geschrieben werden könne, sowie um die Überwindung der Zweischriftigkeit zugunsten einer einzigen Schrift. In Italien und Frankreich war die Frage schon im 16. Jahrhundert zugunsten der Antiqua entschieden. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde deutsche Sprache ausschließlich in Fraktur geschrieben. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war jedoch die Fraktur fast vollständig aus dem Alltag verschwunden. Die Umstellung erfolgte beschleunigt ab dem Jahr 1941, bedingt durch den Normalschrifterlass.

Abstract

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Einblick in der Geschichte der deutschen Typographie, insbes. des Antiqua-Fraktur-Streits zu geben. Die Antiqua bildete sich in der Epoche des Humanismus in Italien als zunächst handgeschriebene Buchschrift heraus. Die Fraktur, die aus der Schwabacher Schrift erwachsen ist,entstand im frühen 16. Jahrhundert im deutschen Sprachraum. In ihrer charakteristischen Form trat sie zuerst in dem unter der Förderung des Kaisers Maximilian I. von Hans Schönsperger geschaffenen Prachtdruck eines Gebetsbuch(1513) in Erscheinung. Der Antiqua-Fraktur-Streit war eine Auseinandersetzung vom 16. und bis zum frühen 20. Jahrhundert über den Stellenwert der Fraktur für die geschriebene deutsche Sprache. Anfang des 16. Jahrhunderts bildete sich so die deutsche Eigenheit heraus,zwei Schriften zu pflegen. Deutschsprachiger Text wurde weiterhin in Fraktur gedruckt und geschrieben, lateinischer Text in Antiqua. Bei gemischtsprachigen Texten werden auch die Schriften gemischt: Fraktur für den Druck deutschsprachiger Wörter, Antiqua für fremdsprachige Wörter. Bei den deutschen Schriftstreiten ging es um die Frage, ob auch die deutsche Sprache in Antiqua geschrieben werden könne, sowie um die Überwindung der Zweischriftigkeit zugunsten einer einzigen Schrift. In Italien und Frankreich war die Frage schon im 16. Jahrhundert zugunsten der Antiqua entschieden. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde deutsche Sprache ausschließlich in Fraktur geschrieben. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war jedoch die Fraktur fast vollständig aus dem Alltag verschwunden. Die Umstellung erfolgte beschleunigt ab dem Jahr 1941, bedingt durch den Normalschrifterlass.

참고문헌 (25)

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