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리온 포이히트방어의 소설『고야 혹은 험난한 인식의 길』에 나타난 정치적 회고

Lion Feuchtwangers politische Retrospektive im Roman 『Goya oder Der arge Weg der Erkenntnis』

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주제분류독일어와문학

초록

Historische Fakten und Fiktion bilden die für Feuchtwanger charakteristische politische Retrospektive im Roman Goya. Feuchtwanger greift auf historische Stoffe und ordnet sie nach der Erzählabsicht an, also nicht chronologisch, sondern ereignis-orientiert, um sein aktuelles Problem und die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg im zeitlichen Abstand prägnanter und freier zu beschreiben. Gerade um diese bessere Perspektive geht es Feuchtwanger. Der Roman Goya schildert den "argen Weg der Erkenntnis", und dies ist programmatisch für die Entwicklung eines angepassten Hofmalers hin zu einer eigenständigen Künstlerpersönlichkeit. Vordergründig geht der Hofmaler Goya den Weg von einem begabten Maler zum politischen und aufrührerischen Revolutionär. Zugleich ist dies aber auch der literarisch-politische Weg des Autors. Goyas künstlerische Entwicklung weist oft Parallelen zu Feuchtwangers eigener persönlicher Erfahrung und literarischer Entwicklung auf. Feuchtwanger beschreibt Goyas Entwicklung, der als Suche nach seinem künstlerischen Ich, dass sich erst von den zeitlichen Kunstnormen des Klassizismus befreien muss, ehe es die eigene Wirklichkeit um sich herum, die Volkstümlichkeit, erkennen kann. Es kann diese Wirklichkeit aber nur auf der Leinwand ausdrücken, und das führt unvermeidlich zur Verbindung von Kunst und Politik. Feuchtwanger beschreibt Goya als einen Künstler, der sich bewusst ist, dass er, um seiner Kunst nachgehen zu können, Kompromisse mit dem spanischen Hofe eingehen muss. Die „Caprichos“ sind solche Beispiele, von denen Goya weiß, dass sie revolutionär sind und ihn darum bei der Inquisition in Gefahr bringen könnten. Goyas künstlerische Werke werden in der spanischen Öffentlichkeit sehr wohl als politische Manifestation verstanden: als Kritik an den grausamen Zuständen im vorrevolutionären Spanien um 1800, und dies kann wiederum als eine Analogie zu Feuchtwangers Zeit verstanden werden. Lion Feuchtwanger hat so im Spiegel von Goyas zeitlich-politischem Hintergrund seine literarisch-politische Situation im Nationalsozialismus und der McCarty-Ära anzudeuten versucht.

Abstract

Historische Fakten und Fiktion bilden die für Feuchtwanger charakteristische politische Retrospektive im Roman Goya. Feuchtwanger greift auf historische Stoffe und ordnet sie nach der Erzählabsicht an, also nicht chronologisch, sondern ereignis-orientiert, um sein aktuelles Problem und die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg im zeitlichen Abstand prägnanter und freier zu beschreiben. Gerade um diese bessere Perspektive geht es Feuchtwanger. Der Roman Goya schildert den "argen Weg der Erkenntnis", und dies ist programmatisch für die Entwicklung eines angepassten Hofmalers hin zu einer eigenständigen Künstlerpersönlichkeit. Vordergründig geht der Hofmaler Goya den Weg von einem begabten Maler zum politischen und aufrührerischen Revolutionär. Zugleich ist dies aber auch der literarisch-politische Weg des Autors. Goyas künstlerische Entwicklung weist oft Parallelen zu Feuchtwangers eigener persönlicher Erfahrung und literarischer Entwicklung auf. Feuchtwanger beschreibt Goyas Entwicklung, der als Suche nach seinem künstlerischen Ich, dass sich erst von den zeitlichen Kunstnormen des Klassizismus befreien muss, ehe es die eigene Wirklichkeit um sich herum, die Volkstümlichkeit, erkennen kann. Es kann diese Wirklichkeit aber nur auf der Leinwand ausdrücken, und das führt unvermeidlich zur Verbindung von Kunst und Politik. Feuchtwanger beschreibt Goya als einen Künstler, der sich bewusst ist, dass er, um seiner Kunst nachgehen zu können, Kompromisse mit dem spanischen Hofe eingehen muss. Die „Caprichos“ sind solche Beispiele, von denen Goya weiß, dass sie revolutionär sind und ihn darum bei der Inquisition in Gefahr bringen könnten. Goyas künstlerische Werke werden in der spanischen Öffentlichkeit sehr wohl als politische Manifestation verstanden: als Kritik an den grausamen Zuständen im vorrevolutionären Spanien um 1800, und dies kann wiederum als eine Analogie zu Feuchtwangers Zeit verstanden werden. Lion Feuchtwanger hat so im Spiegel von Goyas zeitlich-politischem Hintergrund seine literarisch-politische Situation im Nationalsozialismus und der McCarty-Ära anzudeuten versucht.

참고문헌 (18)

  1. 고야, "새리 시어먼" (2001), 한길 아트
  2. 앨런 와인스타인, "데이비드 루벨: 미국사" (2004), 시공사
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  4. 프란시스코 고야, "영혼의 거울" (2001), 다비치
  5. Baumgarten, Hermann, "Geschichte Spaniens vom Ausbruch der Französischen Revolution auf unsere Tage" (1875)
  6. Bütow, Wilfried, "Probleme der Gestaltung des historischen Stoffes in der Revolutionstrilogie Lion Feuchtwangers ("Die Füchse im Weinberg", "Goya", "Narrenweisheit"). unters. am System der Ereignisse und Figuren", 박사, pp.1966
  7. Feuchtwanger, Lion, "Centrum Opuscula" (1956)
  8. Feuchtwanger, Lion, "Ein Buch nur für meine Freunde" (1984)
  9. Feuchtwanger, Lion, "Gesammelte Werke in Einzelbänden, Band 13.「Goya oder Der arge Weg der Erkenntnis」" (1994), .Berlin
  10. Feuchtwanger, Lion, "Gesamte Werken. Bearb. G. Schubert" (1951)
  11. Feuchtwanger, Lion, "Briefwechsel 1933-1958" (1984)
  12. Frank, Dietschreit, "Lion Feuchtwanger" (1988)
  13. Gadamer, Hans-Georg, "Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik. 3 Aufl" (1972)
  14. Herlinghaus, Hermann, "Gespräch mit Konrad Wolf", Weimarer Beiträge, 12 (1971)
  15. Klingende, Francis D., "Goya und die demokratische Spaniens" (1954)
  16. Köpke Wulf, "Lion Feuchtwanger. Autorenbücher 35" (1983)
  17. Krönke, Karl, "Wurde Lion Feuchtwanger durch das Exil zum Triviallteratur? In: Amterdamer Beiträge zur neueren Germanistik. Ästhetiken des Exils", pp.251~263 (2006)
  18. Washausen, Klaus, "Die künstlerische und politische Entwicklung Goyas in Lion Feuchtwangers Roman" (1957)

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