“빵과 포도주”의 세속화 - 켈러의 초기 작품에서의 음(飮)․식(食) 모티브
Essen und Trinken in Gottfried Kellers Werken
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초록
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Motiv “Essen und Trinken”in Gottfried Kellers frühen Prosawerken. Dass Essen und Trinken eine ästhetische Funktion in Inhalt und Form innehat, hängt damit zusammen, dass Keller als Atheist ein literarischer Interpret von Ludwig Feuerbachs Materialismus ist. Die Identität von Sein und Sinn, die im Abendmahl ritualisiert oder dogmatisiert wird, ist in der Perspektive des grünen Heinrich von fantasiereicher,poetischer Unplausibilität. Die zwei Elemente der Eucharistie, Wein und Brot,sind darum ein übersteigertes Symbol. Stattdessen versteht Heinrich das Abendmahl als Fest der Zeitlichkeit, der Endlichkeit und der Vergänglichkeit. Brot und Wein werden als Essen und Trinken säkularisiert. Es handelt sich darum,dass das Brot die ewig unveränderte unterste Grundlage aller Menschheitsgeschichten,der Wein aber die edelste Gabe der geistdurchdrungenen lebenswarmen Natur sein soll. Im dritten Kapitel dieser Arbeit wird das Motiv Essen und Trinken, Brot und Wein in “Die Leute von Seldwyla” unter die Lupe genommen. Hier ist das Motiv mit der Frage nach Nahrung, Küche, Mahlzeit, Hunger eng verknüpft. In diesen “Totalphänomenen des Essens”(Gerhard Neumann) spiegeln sich nicht nur Charakter und Schicksal der Personen, sondern auch die Sozialgeschichte und besonders das Auftreten des “Homo Economicus”. Damit wird das Motiv “Essen und Trinken” in Kellers Werken Indikator umfassender Strukturwandlung in mentalitäts- und ideologiegeschichtlicher Prägung.
Abstract
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Motiv “Essen und Trinken”in Gottfried Kellers frühen Prosawerken. Dass Essen und Trinken eine ästhetische Funktion in Inhalt und Form innehat, hängt damit zusammen, dass Keller als Atheist ein literarischer Interpret von Ludwig Feuerbachs Materialismus ist. Die Identität von Sein und Sinn, die im Abendmahl ritualisiert oder dogmatisiert wird, ist in der Perspektive des grünen Heinrich von fantasiereicher,poetischer Unplausibilität. Die zwei Elemente der Eucharistie, Wein und Brot,sind darum ein übersteigertes Symbol. Stattdessen versteht Heinrich das Abendmahl als Fest der Zeitlichkeit, der Endlichkeit und der Vergänglichkeit. Brot und Wein werden als Essen und Trinken säkularisiert. Es handelt sich darum,dass das Brot die ewig unveränderte unterste Grundlage aller Menschheitsgeschichten,der Wein aber die edelste Gabe der geistdurchdrungenen lebenswarmen Natur sein soll. Im dritten Kapitel dieser Arbeit wird das Motiv Essen und Trinken, Brot und Wein in “Die Leute von Seldwyla” unter die Lupe genommen. Hier ist das Motiv mit der Frage nach Nahrung, Küche, Mahlzeit, Hunger eng verknüpft. In diesen “Totalphänomenen des Essens”(Gerhard Neumann) spiegeln sich nicht nur Charakter und Schicksal der Personen, sondern auch die Sozialgeschichte und besonders das Auftreten des “Homo Economicus”. Damit wird das Motiv “Essen und Trinken” in Kellers Werken Indikator umfassender Strukturwandlung in mentalitäts- und ideologiegeschichtlicher Prägung.
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