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독일 리얼리즘 문학에 나타난 시각성 - 고트프리트 켈러의 『초록의 하인리히』에 나타난 그림묘사를 중심으로 -

Die Visualitt in der Literatur des deutschen Realismus am Beispiel der Bildbeschreibungen in Gottfried Kellers Roman Der grne Heinrich

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주제분류독일어와문학

초록

In der vorliegenden Arbeit wird die Visualität in der deutschen Literatur des Realismus am Beispiel der Bildbeschreibungen in Gottfried Kellers Roman Der grüne Heinrich untersucht. Vor dem Hintergrund des Bilder-Diskurses gewinnt die Bildbeschreibung im Realismus immer größere Aufmerksamkeit. Der Roman Kellers als exemplarisches Beispiel des europäischen Realismus inszeniert mit dem Stilmittel der Ekphrasis verschiedene Formen der Bilder. Die Szenen der Bildbeschreibungen reichen von realen und erfundenen Kunstwerken über bildhafte Wahrnehmungen bis zu Phantasie- und Traumbildern. Die Landschaftsdarstellung, die wie eine ‘Gemäldepoesie’ entworfen wird, gibt die bildhafte Wahrnehmung des Protagonisten wieder. Im Meret-Porträt ist ein enger Zusammenhang zwischen Bild und Text, im Judith - Porträt der Transfer vom Bild zum Text zu erkennen. In seinen reichhaltigen Beschreibungsszenen der Landschaft, des Porträts, der Skulptur oder der abstrakten Malerei ist nicht nur das persönliche, künstlerische Problem des Protagonisten Heinrich, sondern auch ein soziales und epochales Problem subtil kodiert. Es sind Bilder, die in ihrer anschaulichen Darstellung die Wechselwirkung zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit in komplexer Weise erkennen lassen. In der abstrakten Malerei Heinrichs aber, die bis zur äußersten Auflösung jeglicher künstlerischer Formen führt, kann man die Schwierigkeit der Wirklichkeitsdarstellung erkennen. Die Geschichte des gescheiterten Malers kann somit als eine Art Kunstgeschichte gelesen werden, die wesentliche Etappen der modernen Malerei zeigt. Eine Untersuchung, die die Bildbeschreibung in den Mittelpunkt stellt, ermöglicht deshalb eine neue Lektüre des Romans, die den Leser durch ein imaginäres Museum führt.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wird die Visualität in der deutschen Literatur des Realismus am Beispiel der Bildbeschreibungen in Gottfried Kellers Roman Der grüne Heinrich untersucht. Vor dem Hintergrund des Bilder-Diskurses gewinnt die Bildbeschreibung im Realismus immer größere Aufmerksamkeit. Der Roman Kellers als exemplarisches Beispiel des europäischen Realismus inszeniert mit dem Stilmittel der Ekphrasis verschiedene Formen der Bilder. Die Szenen der Bildbeschreibungen reichen von realen und erfundenen Kunstwerken über bildhafte Wahrnehmungen bis zu Phantasie- und Traumbildern. Die Landschaftsdarstellung, die wie eine ‘Gemäldepoesie’ entworfen wird, gibt die bildhafte Wahrnehmung des Protagonisten wieder. Im Meret-Porträt ist ein enger Zusammenhang zwischen Bild und Text, im Judith - Porträt der Transfer vom Bild zum Text zu erkennen. In seinen reichhaltigen Beschreibungsszenen der Landschaft, des Porträts, der Skulptur oder der abstrakten Malerei ist nicht nur das persönliche, künstlerische Problem des Protagonisten Heinrich, sondern auch ein soziales und epochales Problem subtil kodiert. Es sind Bilder, die in ihrer anschaulichen Darstellung die Wechselwirkung zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit in komplexer Weise erkennen lassen. In der abstrakten Malerei Heinrichs aber, die bis zur äußersten Auflösung jeglicher künstlerischer Formen führt, kann man die Schwierigkeit der Wirklichkeitsdarstellung erkennen. Die Geschichte des gescheiterten Malers kann somit als eine Art Kunstgeschichte gelesen werden, die wesentliche Etappen der modernen Malerei zeigt. Eine Untersuchung, die die Bildbeschreibung in den Mittelpunkt stellt, ermöglicht deshalb eine neue Lektüre des Romans, die den Leser durch ein imaginäres Museum führt.

참고문헌 (44)

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  43. Welsch, Wolfgang, "Ästhetisches Denken" (2006)
  44. Wetzel, Michael, "Die Wahrheit nach der Malerei" (1997)

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