죽음에서 피는 꽃 - 고트프리트 켈러에서의 죽음, 에로스, 문학
Tod, Eros und Literatur bei Gottfried Keller
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초록
Die Motiv-Komplexe “Tod” (Todesfiguren) und “Eros” (die gestorbeneGeliebte, der unerfüllte Eros)” haben eine sehr wichtige, ästhetische Funktionsowohl in Gottfried Kellers Selbstverständnis als auch in seinen Werken. Indieser Arbeit wird versucht, die Bedeutung dieser Motiv-Komplexe zu erklären. Seitdem Keller, der anfänglich Maler werden wollte, sich vielfachzeichnerisch mit Schädel- und Skelettdarstellungen beschäftigte, stehen Figurendes Todes im Vordergrund, die ihrerseits wiederum die Schöpfungskraft desDichters stimulieren. Das Kapitel Der Schädel im Grünen Heinrich greift aufeine Vorstellung zurück, die sich bereits in Kellers frühen Schädel-Zeichnungenfindet. Diese Vorstellung über den Tod variiert im frühen lyrischen WerkKellers. Im Gedichtszyklus Gedanken eines Lebendig-Begrabenen ist der“Schein-Tod” des lyrischen Ichs ein Zwischenreich von Leben und Tod, dasden produktiven Ernst eines Dichters ausmacht. In dem 1846 im Band Gedichte abgedruckten SiebenundzwanzigLiebesliedern spielen auch die Figuren des Todes eine hervorragende Rolle. Indiesem Zyklus tritt ein Sänger auf, dessen Klage sich an die abwesende, toteGeliebte richtet. Aus dem Geist des unerfüllten Eros wird der Sänger einDichter. Indem Keller die Entstehung des Dichters an die abwesende Geliebtebindet, verweist er unmittelbar auf die verborgene Präsenz des Todes imSchaffensprozess des Dichters. In Tod und Dichter verschafft sich Keller allegorisch über seinen eigenenOrt als Dichter und über die Funktion der Literatur insgesamt Klarheit. Dietoten Frauenbilder als unerfüllter Eros zu ersinnen ist zugleich eine ästhetische Pflicht des Dichters, der im Blick auf das sterbliche Schicksal des Dichters einunsterbliches Werk schaffen will. In den erfundenen Todesfiguren lebt derDichter in seinem unsterblichen Werk fort. In diesem Sinne ist Keller einmoderner Orpheus.
Abstract
Die Motiv-Komplexe “Tod” (Todesfiguren) und “Eros” (die gestorbeneGeliebte, der unerfüllte Eros)” haben eine sehr wichtige, ästhetische Funktionsowohl in Gottfried Kellers Selbstverständnis als auch in seinen Werken. Indieser Arbeit wird versucht, die Bedeutung dieser Motiv-Komplexe zu erklären. Seitdem Keller, der anfänglich Maler werden wollte, sich vielfachzeichnerisch mit Schädel- und Skelettdarstellungen beschäftigte, stehen Figurendes Todes im Vordergrund, die ihrerseits wiederum die Schöpfungskraft desDichters stimulieren. Das Kapitel Der Schädel im Grünen Heinrich greift aufeine Vorstellung zurück, die sich bereits in Kellers frühen Schädel-Zeichnungenfindet. Diese Vorstellung über den Tod variiert im frühen lyrischen WerkKellers. Im Gedichtszyklus Gedanken eines Lebendig-Begrabenen ist der“Schein-Tod” des lyrischen Ichs ein Zwischenreich von Leben und Tod, dasden produktiven Ernst eines Dichters ausmacht. In dem 1846 im Band Gedichte abgedruckten SiebenundzwanzigLiebesliedern spielen auch die Figuren des Todes eine hervorragende Rolle. Indiesem Zyklus tritt ein Sänger auf, dessen Klage sich an die abwesende, toteGeliebte richtet. Aus dem Geist des unerfüllten Eros wird der Sänger einDichter. Indem Keller die Entstehung des Dichters an die abwesende Geliebtebindet, verweist er unmittelbar auf die verborgene Präsenz des Todes imSchaffensprozess des Dichters. In Tod und Dichter verschafft sich Keller allegorisch über seinen eigenenOrt als Dichter und über die Funktion der Literatur insgesamt Klarheit. Dietoten Frauenbilder als unerfüllter Eros zu ersinnen ist zugleich eine ästhetische Pflicht des Dichters, der im Blick auf das sterbliche Schicksal des Dichters einunsterbliches Werk schaffen will. In den erfundenen Todesfiguren lebt derDichter in seinem unsterblichen Werk fort. In diesem Sinne ist Keller einmoderner Orpheus.
참고문헌 (15)
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- Sautermeister. Gert, "Die Lyrik Gottfried Kellers, In Exemplarische Interpretationen" (2010)
