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『변신』에 나타난 음식의 서사적 기능

Zur narrativen Funktion des Essens in Kafkas Erzählung Die Verwandlung

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주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Untersuchung wandte sich einem Thema, d.h. dem Verhältnis von Essen und Erzählen zu, das in Kafka-Forschung bislang kaum Beachtung gefunden hat. In Kafkas Literatur bedeutet das Essen immer eine besondere Lust- und Leidquelle menschlicher Existenz. Aber Kafkas Leben kann mit Sicherheit als asketisch bezeichnet werden. Zudem litt er seit seiner Jugend an Eßstörungen, deshalb beschäftigte er sich stark mit dem Essen. Im Fleischessen verdichtet sich für Kafka die durch den Vater repräsentierte Koppelung von Machtausübung und Essen: Nicht nur inkarniert es im wahrsten Sinne des Wortes die väterliche Genealogie, sondern hat auch eine weitergehende religiöse Dimension. Vor diesem Hintergrund wird in dieser Arbeit Kafkas Erzählung Die Verwandlung (1915) analysiert, in der das Essen als ein wichtiges narratives Element fungiert. Die Verwandlung wird in drei Kapitel unterteilt, in denen jeweils ein unterschiedliches Essverhalten der Hauptfigur dominiert. Durch den Appetit und die Essensverweigerung wird es deutlich, dass es sich um eine Verwandlung handelt. Seitdem Gregor sich in ein Ungeziefer verwandelt, ist ihm das Essen das einziges Medium für die Kommunikation mit der Familie. Also realisiert sich in dem Appetitverlust, der mit der Aufgabe des eigenen Geschmacks beginnt, die latente Preisgabe der eigenen Identität. Kafka zieht Parallele zwischen Essensverweigerung und Absage an das Leben. Die Familie, der Gesamtorganismus, wird von Kafka als eine Gemeinschaft geschildert, die sich durch das Essen konstituiert und aus der nur ausscheiden kann, wer nicht mehr am Essen teilnimmt. Eben das auffallende, die ganze Verwandlung durchziehende Spiel mit Hunger, Appetit, Ekel und Widerlichkeit, ja mit dem Verhungern kennzeichnet die gesamte Struktur der Erzählung.

Abstract

Die vorliegende Untersuchung wandte sich einem Thema, d.h. dem Verhältnis von Essen und Erzählen zu, das in Kafka-Forschung bislang kaum Beachtung gefunden hat. In Kafkas Literatur bedeutet das Essen immer eine besondere Lust- und Leidquelle menschlicher Existenz. Aber Kafkas Leben kann mit Sicherheit als asketisch bezeichnet werden. Zudem litt er seit seiner Jugend an Eßstörungen, deshalb beschäftigte er sich stark mit dem Essen. Im Fleischessen verdichtet sich für Kafka die durch den Vater repräsentierte Koppelung von Machtausübung und Essen: Nicht nur inkarniert es im wahrsten Sinne des Wortes die väterliche Genealogie, sondern hat auch eine weitergehende religiöse Dimension. Vor diesem Hintergrund wird in dieser Arbeit Kafkas Erzählung Die Verwandlung (1915) analysiert, in der das Essen als ein wichtiges narratives Element fungiert. Die Verwandlung wird in drei Kapitel unterteilt, in denen jeweils ein unterschiedliches Essverhalten der Hauptfigur dominiert. Durch den Appetit und die Essensverweigerung wird es deutlich, dass es sich um eine Verwandlung handelt. Seitdem Gregor sich in ein Ungeziefer verwandelt, ist ihm das Essen das einziges Medium für die Kommunikation mit der Familie. Also realisiert sich in dem Appetitverlust, der mit der Aufgabe des eigenen Geschmacks beginnt, die latente Preisgabe der eigenen Identität. Kafka zieht Parallele zwischen Essensverweigerung und Absage an das Leben. Die Familie, der Gesamtorganismus, wird von Kafka als eine Gemeinschaft geschildert, die sich durch das Essen konstituiert und aus der nur ausscheiden kann, wer nicht mehr am Essen teilnimmt. Eben das auffallende, die ganze Verwandlung durchziehende Spiel mit Hunger, Appetit, Ekel und Widerlichkeit, ja mit dem Verhungern kennzeichnet die gesamte Struktur der Erzählung.

참고문헌 (18)

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