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김종수 터부와 완곡어법―신체 영역을 중심으로

Tabus und Euphemismen in Bezug auf k?rperliche Bereiche

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주제분류독일어와문학

초록

In der vorliegemden Arbeit werden Tabus und Euphemismen im Deutschen behandelt. Der Zusammenhang von Tabus und Euphemismen wird am Beispiel der körperlichen Bereiche gezeigt. Es soll untersucht werden, welchen Einfluss Tabus auf das Verhalten und vor allem auf die Sprache einer Gesellschaft ausüben, und wie abstrakte Strukturen der Sprache auf die alltägliche Realität einwirken. Das polynesische Wort tabu bedeutet ‘unantastbar’, ‘unverletzlich’, ‘heilig’, und bezeichnet in unserem Lebensbereich allgemein ‘etwas Verbotenes’, also ‘etwas, wovon man nicht sprechen darf’. Es wird zwischen verbalen und nonverbalen Tabus unterschieden. Nonverbale Tabus werden verstanden als Teil des sozialen Kodex einer Gemeinschaft, der festschreibt, welche Handlungen und Verhaltensweisen nicht ausgeführt werden sollen. Zur Kategorie der verbalen Tabus gehören einerseits Themen, über die entweder gar nicht oder nur in etikettierter Form kommuniziert werden soll, sowie andererseits sprachliche Ausdrücke, die vermieden bzw. durch andere Ausdrücke (Euphemismen) ersetzt werden sollen. Sprachliche Ersatzmittel ermöglichen die Bewältigung bzw. die Umgehung von Tabus, so dass über tabuisierte Objekte, Handlungen und Sachverhalte überhaupt gesprochen werden kann, ohne die Konventionen zu verletzen. Ersatzmittel sind deswegen besonders wichtig, weil in bestimmten Kommunikationssituationen über tabuisierte Bereiche nicht nur gesprochen werden darf, sondern sogar gesprochen werden muss. Archaische Tabus unterlagen oft zeitlichen Beschränkungen. Sie konnten aufgehoben werden. Bei modernen Tabus verfügt niemand über die entsprechende Tabuisierungs- bzw. Enttabuisierungsgewalt.

Abstract

In der vorliegemden Arbeit werden Tabus und Euphemismen im Deutschen behandelt. Der Zusammenhang von Tabus und Euphemismen wird am Beispiel der körperlichen Bereiche gezeigt. Es soll untersucht werden, welchen Einfluss Tabus auf das Verhalten und vor allem auf die Sprache einer Gesellschaft ausüben, und wie abstrakte Strukturen der Sprache auf die alltägliche Realität einwirken. Das polynesische Wort tabu bedeutet ‘unantastbar’, ‘unverletzlich’, ‘heilig’, und bezeichnet in unserem Lebensbereich allgemein ‘etwas Verbotenes’, also ‘etwas, wovon man nicht sprechen darf’. Es wird zwischen verbalen und nonverbalen Tabus unterschieden. Nonverbale Tabus werden verstanden als Teil des sozialen Kodex einer Gemeinschaft, der festschreibt, welche Handlungen und Verhaltensweisen nicht ausgeführt werden sollen. Zur Kategorie der verbalen Tabus gehören einerseits Themen, über die entweder gar nicht oder nur in etikettierter Form kommuniziert werden soll, sowie andererseits sprachliche Ausdrücke, die vermieden bzw. durch andere Ausdrücke (Euphemismen) ersetzt werden sollen. Sprachliche Ersatzmittel ermöglichen die Bewältigung bzw. die Umgehung von Tabus, so dass über tabuisierte Objekte, Handlungen und Sachverhalte überhaupt gesprochen werden kann, ohne die Konventionen zu verletzen. Ersatzmittel sind deswegen besonders wichtig, weil in bestimmten Kommunikationssituationen über tabuisierte Bereiche nicht nur gesprochen werden darf, sondern sogar gesprochen werden muss. Archaische Tabus unterlagen oft zeitlichen Beschränkungen. Sie konnten aufgehoben werden. Bei modernen Tabus verfügt niemand über die entsprechende Tabuisierungs- bzw. Enttabuisierungsgewalt.

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