한국어 모국어(L1) 성인 화자의 독일어(L2) 학습수준에 따른 복수명사 어미의 선호도와 학습 성과
Die Präferenzen und der Lerneffekt der Pluralbildungssuffixe im Deutschen von koreanischen Erstsprachlern nach den Lernphasen
0
조회
0
다운로드
0
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Die Pluralbildung im Deutschen ist eine große Herausforderung insbesondere für erwachsene koreanische Muttersprachler, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Die deutsche Sprache ist eine flektierende Sprache im Gegensatz zu der koreanischen, die zu den agglutinierenden Sprachen gehört. Deutsch hat zudem noch ein sehr kompliziertes Pluralbildungssystem, das von mindestens 5 bis mehr als 9 verschiedenen Pluralsuffixen geprägt ist. In dieser Arbeit wird untersucht, wie sich die Präferenzen und das korrekte Anwendungsmuster der Pluralbildungssuffixe im Deutschen von koreanischen Erstsprachlern nach den Lernphasen verändern. Dafür haben wir einen simplen Fragebogen erstellt, der von den Teilnehmern auszufüllen ist. Die Teilnehmer, die in Anfänger und Fortgeschrittene unterteilt wurden, mussten aus den vorgegebenen Wörtern Pluralnomen bilden, wobei eins der 5 Pluralbildungssuffixe, nämlich -e, -(e)n, -n, -er, und -s verwendet werden sollte. Die beiden Gruppen zeigen generell eine starke Anwendungspräferenz für die Pluralsuffixes -e und -(e)n, d. h. -e und -(e)n sind sehr produktiv für Koreaner bei den Pluralbildungen mit einer hohen Korrektheit, aber auch in der inkorrekten Weise: Die Produktivität des Pluralsuffix -e wurde bei den Fortgeschrittenen mehr als zweifach erhöht als bei den Anfängern. Aber diese Erhöhung der Produktivität beinhaltet nicht nur die korrekte verbesserte Anwendungen, sondern auch die inkorrekten Fälle. Das besagt, dass das Pluralsuffix -e einen Überregularisierungseffekt mit der Entwicklung der Lernphasen zeigt. Die meisten Anwendungsfehler findet man bei dem Suffix -er. Die Teilnehmer bevorzugten den Gebrauch des Suffix -n, statt -er. Das Suffix -s hat zusammen mit -(e)n am wenigsten Probleme bereitet und dementsprechend eine niedrige Fehlerquote. Trotz der überwiegend korrekten Anwendungen von -s gibt es keinen Grund zur Annahme, dass das zuerst erlernte grammatische Wissen aus dem Englischen den Inteferenzeffekt auf das Deutschlernen ausübt und ursächlich für den Überregularisierungseffekt sein könnte. Für die große Anwendungsvorliebe von -e und -(e)n Suffixe bei Koreanern dürfte es andere Gründe geben, die wahrscheinlich im phonologischen bzw. prosodischen Prozess zu finden sind.
Abstract
Die Pluralbildung im Deutschen ist eine große Herausforderung insbesondere für erwachsene koreanische Muttersprachler, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Die deutsche Sprache ist eine flektierende Sprache im Gegensatz zu der koreanischen, die zu den agglutinierenden Sprachen gehört. Deutsch hat zudem noch ein sehr kompliziertes Pluralbildungssystem, das von mindestens 5 bis mehr als 9 verschiedenen Pluralsuffixen geprägt ist. In dieser Arbeit wird untersucht, wie sich die Präferenzen und das korrekte Anwendungsmuster der Pluralbildungssuffixe im Deutschen von koreanischen Erstsprachlern nach den Lernphasen verändern. Dafür haben wir einen simplen Fragebogen erstellt, der von den Teilnehmern auszufüllen ist. Die Teilnehmer, die in Anfänger und Fortgeschrittene unterteilt wurden, mussten aus den vorgegebenen Wörtern Pluralnomen bilden, wobei eins der 5 Pluralbildungssuffixe, nämlich -e, -(e)n, -n, -er, und -s verwendet werden sollte. Die beiden Gruppen zeigen generell eine starke Anwendungspräferenz für die Pluralsuffixes -e und -(e)n, d. h. -e und -(e)n sind sehr produktiv für Koreaner bei den Pluralbildungen mit einer hohen Korrektheit, aber auch in der inkorrekten Weise: Die Produktivität des Pluralsuffix -e wurde bei den Fortgeschrittenen mehr als zweifach erhöht als bei den Anfängern. Aber diese Erhöhung der Produktivität beinhaltet nicht nur die korrekte verbesserte Anwendungen, sondern auch die inkorrekten Fälle. Das besagt, dass das Pluralsuffix -e einen Überregularisierungseffekt mit der Entwicklung der Lernphasen zeigt. Die meisten Anwendungsfehler findet man bei dem Suffix -er. Die Teilnehmer bevorzugten den Gebrauch des Suffix -n, statt -er. Das Suffix -s hat zusammen mit -(e)n am wenigsten Probleme bereitet und dementsprechend eine niedrige Fehlerquote. Trotz der überwiegend korrekten Anwendungen von -s gibt es keinen Grund zur Annahme, dass das zuerst erlernte grammatische Wissen aus dem Englischen den Inteferenzeffekt auf das Deutschlernen ausübt und ursächlich für den Überregularisierungseffekt sein könnte. Für die große Anwendungsvorliebe von -e und -(e)n Suffixe bei Koreanern dürfte es andere Gründe geben, die wahrscheinlich im phonologischen bzw. prosodischen Prozess zu finden sind.
참고문헌 (26)
- 곽은주, "Interpretations of Plural Noun Phrases in Korean", 언어학, 35(35), pp.3~39 (2003), 사단법인 한국언어학회
- 백미현, "한국어 복수 의미 연구", 담화와 인지, 9(2), pp.59~78 (2002), 담화·인지언어학회
- 안사균, "최신독일어" (1999), 문예림
- 전영철, "한국어 복수 표현의 의미론적 특성들", 한국언어정보학회 2004년도 여름학술대회 발표논문집, pp.213~228 (2004)
- 전영철, "한국어의 복수성과 총칭성", 한정성, 2004, pp.8(2), 27~46[DOI]
- 홍우평, "제 2 언어로서의 독일어에서 굴절과 합성의 관계", 독일문학, 73, pp.229~244 (2000)
- 홍우평, "제2언어로서의 독일어에서 명사굴절형의 표상과 처리 - -n 복수형의 이해과정을 중심으로 -", 독일언어문학, 26(26), pp.1~20 (2004), 한국독일언어문학회
- Baayen, R. H., "Singulars and plurals in Dutch : Evidence for a parallel dual-route model", Journal of Memory and Language, 37(1), pp.94~117 (1997)
- Bartke, S., "An ERP-study of German ‘irregular’ morphology", Journal of Neurolinguistics, 18(1), pp.29~55 (2005)
- Clahsen, H., "The Current state of Interlanguage", pp.123~137 (1995), Benjamins
- Clahsen, H., "Yearbook of Morphology", pp.115~142 (1996), Springer
- Clahsen, H., "Regular and irregular inflection in the acquisition of German noun plurals", Cognition, 45(3), pp.225~255 (1992)
- Elsen, H., "Morphology 2000", pp.117~127 (2000)
- Eisenberg, P., "Grundriss der Deutschen Grammatik" (2004), Metzler
- Helbig, G., "Deutsche Grammatik: Ein Handbuch für den Ausländerunterricht" (1987), VEB Verlag Enzyklopädie
- Hong. U., "Koreanische Gesellschaft für Germanistik", pp.456~469 (1997)
- Acquisition of German noun plurals in typically developing children and children with specific language impairment, "Kauschke, C.", Child Development Research, 1~17 (2011)
- Lenneberg, E., "The Biological Foundation of Language" (1967), Wiley
- Neef, M., "A Declarative Path Through the Jungle of German Noun Inflection: C6: Prosodische Morphologie", pp.1998
- Sonnenstuhl, I., "Processing and representation of German-n plurals : A dual mechanism approach", Brain and Language, 81(1), pp.276~290 (2002)
- Wegener, H., "Die Nimonalflexion des deutschen : Verstanden als Lerngegenstand" (1995), Niemeyer: Tübingen
- Wegener, H., "Die Pluralbildung im Deutschen. Ein Versuch im Rahmen der Optimaltätsthorie", Linguistik Online, 4, pp.1~55 (1999)
- Wegener, H., "Normprobleme bei der Pluralbildung fremder und nativer Substantive", Linguistik online, 16(4), pp.119~157 (2003)
- Wiese, R., "The grammar and typology of plural noun inflection inm varieties of German", Journal of Comparative Germanic Linguistics, 12(2), pp.137~173 (2009)
- Wiese, R., "The phonology of German" (1996), Clarendon Press Oxford
- Winter, V., "German Plural Processing: New Evidence from ERP-and Reaction Time Experiments", Open Journal of Modern Linguistics, pp.21~26 (2014)
