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W. A. 미트구취의 문학을 통해 본 타자성

Das Fremde in den Texten von W. A. Mitgutsch

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초록

Waltraud Anna Mitgutsch zählt zu den repräsentativen Schriftstellern der österreichischen Gegenwartsliteratur. Als Hauptthema ihres Schreibens beschäftigt sie sich mit dem Fremden. Ihre Figuren sind mit einer fremden Lebenssituation sowohl in ihrer Heimat als auch im Ausland konfrontiert. Die Momente des Fremden veranlassen sie jedoch, ihre eigene Identität zu reflektieren und zu verändern. Dabei funktioniert ihre Erinnerung als subjektive Handhabung ihrer Vergangenheit. Nach Mitgutsch gibt es keine objektive Erinnerung: Jede Erinnerung wird von dem Subjekt konstruiert. Auf diese Weise entsteht eine eigene Perspektive auf die Geschichte wie auf das Privatleben, und diese Perspektive bestimmt die Identität des Menschen. Aber Identität ist nicht essentialistisch zu verstehen. Sie basiert auf individuellen Erfahrungen und befindet sich im Prozeß des ‘Werdens’. Die Identitätsbildung spiegelt wider, wie man das Fremde erlebt, interpretiert und sich assimiliert. Die Figuren in Mitgutschs Romanen erfahren das Fremde dabei nicht nur in der Außenwelt, sondern auch in ihrer Innenwelt. Dadurch gelangen sie an die Grenze ihrer bestehenden Identität und sind auf der Suche nach einer neuen. So wird im Werk anhand der erzähltechnischen Mittel wie visuellen Medien einschließlich Fotografien, Bildern und Spiegelbildern verschiedentlich beschrieben, wie sich die Hauptfiguren an der Grenze der zwei Welten befinden. Dabei ist interessant, dass auch das Schweigen hier als Erzählmittel fungiert. Mitgutsch ist der Meinung, dass der literarische Text viel Ungesagtes enthalten müsse, damit die Vielschichtigkeit, Ambiguität und Komplexität des Lebens erzeugt werde. Ihr literarisches Ziel ist es, an der Grenze der Sprache, an den Grenzen der Identität das reale Leben zu erkennen. Das Fremde, das man an solchen Grenzen vorfindet, verhilft einem, aus seinen Grenzen auszubrechen oder diese zu verschieben bzw. zu erweitern.

Abstract

Waltraud Anna Mitgutsch zählt zu den repräsentativen Schriftstellern der österreichischen Gegenwartsliteratur. Als Hauptthema ihres Schreibens beschäftigt sie sich mit dem Fremden. Ihre Figuren sind mit einer fremden Lebenssituation sowohl in ihrer Heimat als auch im Ausland konfrontiert. Die Momente des Fremden veranlassen sie jedoch, ihre eigene Identität zu reflektieren und zu verändern. Dabei funktioniert ihre Erinnerung als subjektive Handhabung ihrer Vergangenheit. Nach Mitgutsch gibt es keine objektive Erinnerung: Jede Erinnerung wird von dem Subjekt konstruiert. Auf diese Weise entsteht eine eigene Perspektive auf die Geschichte wie auf das Privatleben, und diese Perspektive bestimmt die Identität des Menschen. Aber Identität ist nicht essentialistisch zu verstehen. Sie basiert auf individuellen Erfahrungen und befindet sich im Prozeß des ‘Werdens’. Die Identitätsbildung spiegelt wider, wie man das Fremde erlebt, interpretiert und sich assimiliert. Die Figuren in Mitgutschs Romanen erfahren das Fremde dabei nicht nur in der Außenwelt, sondern auch in ihrer Innenwelt. Dadurch gelangen sie an die Grenze ihrer bestehenden Identität und sind auf der Suche nach einer neuen. So wird im Werk anhand der erzähltechnischen Mittel wie visuellen Medien einschließlich Fotografien, Bildern und Spiegelbildern verschiedentlich beschrieben, wie sich die Hauptfiguren an der Grenze der zwei Welten befinden. Dabei ist interessant, dass auch das Schweigen hier als Erzählmittel fungiert. Mitgutsch ist der Meinung, dass der literarische Text viel Ungesagtes enthalten müsse, damit die Vielschichtigkeit, Ambiguität und Komplexität des Lebens erzeugt werde. Ihr literarisches Ziel ist es, an der Grenze der Sprache, an den Grenzen der Identität das reale Leben zu erkennen. Das Fremde, das man an solchen Grenzen vorfindet, verhilft einem, aus seinen Grenzen auszubrechen oder diese zu verschieben bzw. zu erweitern.

참고문헌 (18)

  1. Mitgutsch, Anna, "Die Züchtung" (1985), Roman
  2. Mitgutsch, Anna, "Das andere Gesicht" (1986), Roman
  3. Mitgutsch, Anna, "Ausgrenzung" (1989), Roman
  4. Mitgutsch, Anna, "In fremden Städten" (1992), Roman
  5. Mitgutsch, Anna, "Abschied von Jerusalem" (1995)
  6. Mitgutsch, Anna, "Haus der Kindheit" (2000), Roman
  7. Mitgutsch, Anna, "Familienfest" (2003), Roman
  8. Mitgutsch, Anna, "Erinnern und Erfinden" (1999), Graz
  9. Baumann, Zygmunt, "Moderne und Ambivalenz in : Das Eigene und das Fremde. Neuer Rassismus in der alten Welt?", pp.23~49 (1991)
  10. Baumann, Zygmunt, "Moderne und Ambivalenz. Das Ende der Eindeutigkeit", 1995
  11. Ette, Ottmar, "Zwischen Welten Schreiben. Literaturen ohne festen Wohnsitz" (2005)
  12. Kristeva, Julia, "Die Revolutionierung der poetischen Sprache" (1978)
  13. Kristeva, Julia, "Fremde sind wir uns selbst" (1990)
  14. Lacan, Jacques, "Das Spiegelstadium als Bildner der Ichfunktion. In: Schriften I" (1973), Olten
  15. Lutterer, Wolfram, "Identitäten, Alteritäten - Normativitäten. Zur möglichen Bedeutung von Normativität für Selbst- und Fremdbilder in ; Normen, Ausgrenzungen, Hybridisierungen und ‘Acts of Identity’", pp.23~43 (2004)
  16. Simmel, Georg, "Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung" (1968)
  17. Singer, Mona, "Fremd. Bestimmung. Zur kulturellen Verortung von Identität" (1997)
  18. Teuchtmann, Kristin, "Über die Faszination des Unsagbaren. Anna Mitgutsch - eine Monografie" (2003)

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