요코 타와다의 <목욕>에 나타난 타자성의 문제
Zur Problematik des Anderen in Yoko Tawadas Erzählung 'Das Bad'
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초록
In der vorliegenden Arbeit wird versucht zu zeigen, wie in Yoko Tawadas Erzählung 'Das Bad' (1989) die Frage nach der weiblichen Identität mit der sich im Kontext der Migration ohnehin verschärfenden Frage der kulturellen Identität verknüpft wird. Tawadas literarische Darstellung der Akkulturationserfahrungen einer Asiatin in Europa nimmt deutlich auf feministische und postkoloniale Thesen und Ansätze Bezug. Die Autorin beschreibt Formen der Fremdbestimmung außereuropäischer Frauen unter dem Druck zweier männlich dominierter Kulturen. Deshalb geht es in der Erzählung Das Bad darum, nicht allein das Fremdsein der Protagonistin und ihr Leben zwischen zwei Sprachen, sondern ebenso die Erwartungen und Projektionen, die an die ‘fremde Frau’ herangetragen werden, zu betrachten. 'Das Bad' zeigt, wie die Protagonistin in tatsächlichen oder imaginierten Metamorphosen diesen Fremdbestimmungen entgegenkommt, sie unterwandert oder verwirft. Gerade in diesem Sinne kann man sagen, Fische, Gewässer und Fließendes bilden bei Tawada einen zentralen Motivkomplex. Vor allem verweist die erste im Text dargestellte Metamorphose auf die Analogie zwischen Weiblichkeit und dem Fremden in Mythen. Die Protagonistin sieht sich in der Rolle der Fischfrau, die auf komplexe Weise ‘das Andere’ verkörpert. Darüber hinaus werden Metaphern wie die des Fisches, des Spiegels und der Zunge zitiert, um weibliche Fremdbestimmung zu veranschaulichen. Besonders werden der Mund und die Zunge in Tawadas Literatur zu jenen Orten des Körpers, an denen sich die verschiedenen Sprachen und Kulturen kreuzen und eine wandelbare Gestalt annehmen. Die Protagonistin in der Erzählung 'Das Bad' fungiert als Übersetzerin, Dolmetscherin und Typistin, was zwar mit Sprache zu tun hat, aber nur als Medium in einem männlichen Diskurs. Unter dem Druck europäisch-männlicher Fremdbestimmung pendelt die Protagonistin ständig zwischen Anpassung und Verweigerung. Im Verlauf ihrer Wandlungsprozesse erfährt sie nicht nur die Manipulation ihrer Persönlichkeit durch sprachlich vermittelte Weiblichkeitsbilder, sondern auch die Fremdbestimmung ihrer eigenen Sprache.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird versucht zu zeigen, wie in Yoko Tawadas Erzählung 'Das Bad' (1989) die Frage nach der weiblichen Identität mit der sich im Kontext der Migration ohnehin verschärfenden Frage der kulturellen Identität verknüpft wird. Tawadas literarische Darstellung der Akkulturationserfahrungen einer Asiatin in Europa nimmt deutlich auf feministische und postkoloniale Thesen und Ansätze Bezug. Die Autorin beschreibt Formen der Fremdbestimmung außereuropäischer Frauen unter dem Druck zweier männlich dominierter Kulturen. Deshalb geht es in der Erzählung Das Bad darum, nicht allein das Fremdsein der Protagonistin und ihr Leben zwischen zwei Sprachen, sondern ebenso die Erwartungen und Projektionen, die an die ‘fremde Frau’ herangetragen werden, zu betrachten. 'Das Bad' zeigt, wie die Protagonistin in tatsächlichen oder imaginierten Metamorphosen diesen Fremdbestimmungen entgegenkommt, sie unterwandert oder verwirft. Gerade in diesem Sinne kann man sagen, Fische, Gewässer und Fließendes bilden bei Tawada einen zentralen Motivkomplex. Vor allem verweist die erste im Text dargestellte Metamorphose auf die Analogie zwischen Weiblichkeit und dem Fremden in Mythen. Die Protagonistin sieht sich in der Rolle der Fischfrau, die auf komplexe Weise ‘das Andere’ verkörpert. Darüber hinaus werden Metaphern wie die des Fisches, des Spiegels und der Zunge zitiert, um weibliche Fremdbestimmung zu veranschaulichen. Besonders werden der Mund und die Zunge in Tawadas Literatur zu jenen Orten des Körpers, an denen sich die verschiedenen Sprachen und Kulturen kreuzen und eine wandelbare Gestalt annehmen. Die Protagonistin in der Erzählung 'Das Bad' fungiert als Übersetzerin, Dolmetscherin und Typistin, was zwar mit Sprache zu tun hat, aber nur als Medium in einem männlichen Diskurs. Unter dem Druck europäisch-männlicher Fremdbestimmung pendelt die Protagonistin ständig zwischen Anpassung und Verweigerung. Im Verlauf ihrer Wandlungsprozesse erfährt sie nicht nur die Manipulation ihrer Persönlichkeit durch sprachlich vermittelte Weiblichkeitsbilder, sondern auch die Fremdbestimmung ihrer eigenen Sprache.
참고문헌 (14)
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