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신화파괴에 성역은 없다? - 엘프리데 옐리넥의 드라마 「벽 Die Wand」에 나타난 ‘여성문학’의 수용방식

Mythenzertrümmerung kennt keinen heiligen Ort? - Zur Rezeption der “Frauenliteratur” in Elfriede Jelineks Die Wand

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초록

Die Wand ist der fünfte und letzte Teil des Jelinekschen Dramenzyklus Der Tod und das Mädchen. In diesem Stück treten zwei Figuren, Inge und Sylvia, auf, die auf die als Ikonen der Frauenliteratur geltenden Schriftstellerinnen Ingeborg Bachmann und Sylvia Plath verweisen. Außer diesen Figuren finden sich auch intertextuelle Bezüge zu andere Schriftstellerinnen wie Marlen Haushofer, deren Roman der Titel des Stücks entlehnt ist, und Christa Wolf. In Die Wand geht es um den Ausschluss des Weiblichen aus der männlich dominierten Welt (des Erkennens und Schreibens), der durch die Wand symbolisiert wird. Dabei dienen verschiedene Diskurse aus Mythologie, Psychoanalyse, Literatur und Werbung als Referenztexte. Die vorliegende Arbeit geht hauptsächlich drei Motiven, nämlich der Vater-Imago, der Wand und den weiblichen Todesarten, nach, um Jelineks Rezeption der “Frauenliteratur” zu erläutern. Die Vater-Imago in Die Wand hat zweierlei Implikationen. Erstens erweist sie sich als Herrscherin des symbolischen Systems, die den Töchtern den Zutritt verweigert. Zweitens wird sie als Täterin des Nationalsozialismus dargestellt und somit zur Mörderin der Töchter, die sich mit den Opfern verbunden fühlen. Die durch die Vater-Figur zum Ausdruck gebrachte Verbindung von Geschlecht, Sprache und Faschismus ist im Grunde das thematische Moment, das Bachmann und Jelinek am stärksten verknüpft. Im Motiv der Wand überlagern sich unterschiedlichste Bedeutungen: Die Wand fungiert erstens als Sperre, die den Frauen die Anschauung, das Erkennen und das Schreiben verunmöglicht. Zweitens fungiert sie aber auch als Trick, durch den sich die Frauen selbst einen Schutzraum schaffen, der jedoch als asoziale und phantasmatische Utopie entlarvt wird. Drittens wird sie zum Ort der Auslöschung des weiblichen Subjekts, ein Topos, der insbesondere durch die Bachmannsche Literatur geprägt ist. Jelinek behandelt das Thema der weiblichen Todesarten sehr ironisch. Insbesondere geht sie mit den biographischen Bezügen zum Tod der Autorinnen Bachmann und Plath eher sarkastisch um. Dem liegt Jelineks Absicht zugrunde, die feministisch verengte Rezeption ihrer Literatur zu kritisieren und die ihre Biographie umgebende triviale Aura zu zerstören.

Abstract

Die Wand ist der fünfte und letzte Teil des Jelinekschen Dramenzyklus Der Tod und das Mädchen. In diesem Stück treten zwei Figuren, Inge und Sylvia, auf, die auf die als Ikonen der Frauenliteratur geltenden Schriftstellerinnen Ingeborg Bachmann und Sylvia Plath verweisen. Außer diesen Figuren finden sich auch intertextuelle Bezüge zu andere Schriftstellerinnen wie Marlen Haushofer, deren Roman der Titel des Stücks entlehnt ist, und Christa Wolf. In Die Wand geht es um den Ausschluss des Weiblichen aus der männlich dominierten Welt (des Erkennens und Schreibens), der durch die Wand symbolisiert wird. Dabei dienen verschiedene Diskurse aus Mythologie, Psychoanalyse, Literatur und Werbung als Referenztexte. Die vorliegende Arbeit geht hauptsächlich drei Motiven, nämlich der Vater-Imago, der Wand und den weiblichen Todesarten, nach, um Jelineks Rezeption der “Frauenliteratur” zu erläutern. Die Vater-Imago in Die Wand hat zweierlei Implikationen. Erstens erweist sie sich als Herrscherin des symbolischen Systems, die den Töchtern den Zutritt verweigert. Zweitens wird sie als Täterin des Nationalsozialismus dargestellt und somit zur Mörderin der Töchter, die sich mit den Opfern verbunden fühlen. Die durch die Vater-Figur zum Ausdruck gebrachte Verbindung von Geschlecht, Sprache und Faschismus ist im Grunde das thematische Moment, das Bachmann und Jelinek am stärksten verknüpft. Im Motiv der Wand überlagern sich unterschiedlichste Bedeutungen: Die Wand fungiert erstens als Sperre, die den Frauen die Anschauung, das Erkennen und das Schreiben verunmöglicht. Zweitens fungiert sie aber auch als Trick, durch den sich die Frauen selbst einen Schutzraum schaffen, der jedoch als asoziale und phantasmatische Utopie entlarvt wird. Drittens wird sie zum Ort der Auslöschung des weiblichen Subjekts, ein Topos, der insbesondere durch die Bachmannsche Literatur geprägt ist. Jelinek behandelt das Thema der weiblichen Todesarten sehr ironisch. Insbesondere geht sie mit den biographischen Bezügen zum Tod der Autorinnen Bachmann und Plath eher sarkastisch um. Dem liegt Jelineks Absicht zugrunde, die feministisch verengte Rezeption ihrer Literatur zu kritisieren und die ihre Biographie umgebende triviale Aura zu zerstören.

참고문헌 (16)

  1. Bachmann, "Ingeborg" (1993), Werke
  2. Jelink, Elfriede, "Sylvia Plath “Briefe nach Hause” in : Texte österreichscher Frauen", pp.43~46 (1981)
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  4. dies, "Die Wand in : Der Tod und das Mädchen I-V", pp.101~143 (2003), Prinzessinendramen
  5. Plath, Sylvia, "Daddy", pp.54~56 (1965), Ariel London
  6. 하우스호퍼, 말렌, "벽" (1994), 문예출판사
  7. Gropp, Rose-Maria, "Ich renne mit dem Kopf gegen die Wand und verschwinde", Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8(11) (2004)
  8. Winter, Riki, "Gespräch mit Elfriede Jelinek in : Elfriede Jelinek", pp.9~19 (1991), Graz
  9. Annuß, Evelyn, "Im Jenseits des Dramas. Zur Theaterästhetik Elfriede Jelineks in : Text+Kritik H 117", pp.45~50 (1999), Elfriede Jelinek
  10. dies, "Spektren. Allegorie und Bildzitet in Elfriede Jelineks Die Wand in : Elfriede Jelinek. “Ich will kein Theater”", pp.34~60 (2007), Mediale Überschreitungen
  11. Grant, Michael, "Lexikon der antiken Mythen und Gestalten" (1999), München
  12. Lücke, Bärbel, "Die Bilder stürmen, die Wand hochgehen. Eine dekostruktive Analyse von Elfriede Jelineks Prinzessinnendramen. Der Tod und das Mädchen IV. Jackie und Der Tod und das Mädchen V. Die Wand", Literatur für Leser, 1, pp.22~41 (2004)
  13. Mitterbauer, Helga, "Hybridität als forcierte écriture féminine. Zu Elfriede Jelineks Dramolett Die Wand in : Feminisierung der Kultur? Krisen der Männlichkeit und weibliche Avantgarden", pp.285~296 (2007)
  14. Strigl, Daniela, "Gegen die Wand. Zu Elfriede Jelineks Lektüre von Marlen Haushofers Roman in Der Tod und das Mädchen V", Moder Austrian Literature, 3, pp.73~96 (2006)
  15. Weigel, Sigrid, "Ingeborg Bachmann. Hinterlassenschaften unter Wahrung des Briefgeheimnisses" (1999)
  16. 유현주, "잉에보르크 바흐만의 산문에 나타나는 가부장제와 여성, 언어, 신화", 뷔히너와 현대문학, 29, pp.103~126 (2007), 한국뷔히너학회

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