본문 바로가기
KERD
논문KCI 등재

이주, 트라우마 그리고 치유의 글쓰기

Migration, Trauma und Schreiben als Heilung

0

조회

0

다운로드

7

인용

0

참고문헌

키워드

주제분류독일어와문학

초록

Der Multikulturalismus ist bei uns bereits seit zwanzig Jahren Teil des wissenschaftlichen Diskurses. Dennoch ist der Gedanke einer ethnisch homogenen Nation in unserer Gesellschaft nach wie vor fest verankert. Mit der Zeit jedoch haben sich diese Vorstellungen etwas gelockert; die Fremden - zumeist Arbeitsmigranten - werden nicht mehr nur als Ausländer betrachtet, sondern allmählich auch als gleichberechtigte Nachbarn akzeptiert. Es handelt sich dabei um Leute, die sich zwischen transnationalen und interkontinentalen Räumen bewegen und Grenzen überschreiten. Der wissenschaftlichen Definition Hyung-In Kim zufolge handelt es sich beim Multikulturalismus um einen universellen Wert, der auf das gegenseitige Vertrauen von Individuen, Gruppen sowie einem Land mit verschiedenen Kulturen basiert, dass diese gleichberechtigtseien und miteinander respektvoll und friedlich zusammenleben würden. Der Historiker Klaus Bade hat den aus dem geschichtlichen Phänomen der Migration neu erwachsenen Menschen als den ‘homo migrans’bezeichnet, der verschiedene Länder, Kulturen und Sprachen usw. durchquert hat und der für sich genommen als Mensch selbst eine derartige Heterogenität darstellt. In der anglo-amerikanischen Literatur sind die schwarz-amerikanische Literatur, in der französischen Literatur die Negritude Literaturbewegung sowie das Kreolisch (Créole) von großer Bedeutung. In der deutschen Gegenwartsliteratur sind die Werke der Migrantenautoren Teil eines Kanons. Seit den 1970er Jahren schildern diese Autoren ihre Erfahrungen im Alltag und bei der Arbeit in Deutschland nicht mehr in ihrer Muttersprache, sondern auf Deutsch. Mittlerweile gibt es einzelne kanonisierte Beispiele in der deutschsprachigen Literatur von Migranten wie beispielsweise die Arbeiten von E. S. Özdamar, H. Müller oder Y. Tawada. Auch wächst die Zahl der Leser, die in der Lektüre fremder Figuren und Texte die Fremdsetzung der eigenen Sprache und Kultur reflexiv mit vollziehen, so zugleich den eigenen Blick verändern und sich damit heterogenen Erfahrungen von Interkulturalität aussetzen. Im gleichen Zusammenhang istin den letzten Jahren auch eine Intensivierung der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der literarischen und kulturellen Produktion von MigrantInnen im deutschsprachigen Raum zu beobachten. In dieser Arbeit geht es um das Trauma, welches für die Subjektbildung sowie hinsichtlich der menschlichen Beziehungen eine wichtige Rolle spielt. Der Begriff »Trauma« wird hierals psychologisch tiefe Verletztung (Schock) verstanden, durch die geistige Komplikationen wie Hemmungen oder Hindernisse verursacht werden: post-traumatic stress disorder: PTSD. In diesem Fall handelt es sich um die gesellschaftliche und kulturelle Unterdrückung im Rahmen der Migration, die die innere Stabilität untergräbt und existenzielle menschliche Grundlagen zerstört. So schreiben viele Migrantenautoren von ihren traumatischen Erfahrungen, die nicht in erster Linie aus zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern eher aus politischen, institutionellen und ökonomischen Machtverhältnissen (social suffering) resultieren. Viele Migranten-Autoren thematisieren das Wechselspiel verschiedener Identitätskonstrukte im Hinblick auf ihr Schreiben. Der bulgarisch-österreiche Schriftsteller Dimitré Dinev hat in seinem Roman Engelszungen eine Art Doppelgänger-Dasein zum Vorschein gebracht. Bei vielen seiner Figuren ist zu beobachten, dass sie flüchten, emigrieren, zwischen zwei und mehreren Ländern hin- und herpendeln und dass sich ihre Identitäten deshalb zumeist als instabil und veränderbar erweisen. Extreme Grenzerfahrungen einer künstlerischen Existenz schildert dagegen die Koreanerin Cha in ihrem Roman Dictee, in dem sie ihre dreifache Existenz als Migrantin, Frau, Koreanerin darstellt und problematisiert. Im postkolonialen literarischen Diskurs von MigrantInnen ist auf der Basis der theoretischen Entwürfe Homi Bhabhas immer wieder von Hybridität, Ethnie und Nation die Rede. Vielleicht kann dieser Aufsatz dazu beitragen, das Trauma der ‘Neuen Koreaner’ als Minderheiten durch die Fremdheit in unserer Gesellschaft zu analysieren und ihr Leid damit ein wenig zu lindern.

Abstract

Der Multikulturalismus ist bei uns bereits seit zwanzig Jahren Teil des wissenschaftlichen Diskurses. Dennoch ist der Gedanke einer ethnisch homogenen Nation in unserer Gesellschaft nach wie vor fest verankert. Mit der Zeit jedoch haben sich diese Vorstellungen etwas gelockert; die Fremden - zumeist Arbeitsmigranten - werden nicht mehr nur als Ausländer betrachtet, sondern allmählich auch als gleichberechtigte Nachbarn akzeptiert. Es handelt sich dabei um Leute, die sich zwischen transnationalen und interkontinentalen Räumen bewegen und Grenzen überschreiten. Der wissenschaftlichen Definition Hyung-In Kim zufolge handelt es sich beim Multikulturalismus um einen universellen Wert, der auf das gegenseitige Vertrauen von Individuen, Gruppen sowie einem Land mit verschiedenen Kulturen basiert, dass diese gleichberechtigtseien und miteinander respektvoll und friedlich zusammenleben würden. Der Historiker Klaus Bade hat den aus dem geschichtlichen Phänomen der Migration neu erwachsenen Menschen als den ‘homo migrans’bezeichnet, der verschiedene Länder, Kulturen und Sprachen usw. durchquert hat und der für sich genommen als Mensch selbst eine derartige Heterogenität darstellt. In der anglo-amerikanischen Literatur sind die schwarz-amerikanische Literatur, in der französischen Literatur die Negritude Literaturbewegung sowie das Kreolisch (Créole) von großer Bedeutung. In der deutschen Gegenwartsliteratur sind die Werke der Migrantenautoren Teil eines Kanons. Seit den 1970er Jahren schildern diese Autoren ihre Erfahrungen im Alltag und bei der Arbeit in Deutschland nicht mehr in ihrer Muttersprache, sondern auf Deutsch. Mittlerweile gibt es einzelne kanonisierte Beispiele in der deutschsprachigen Literatur von Migranten wie beispielsweise die Arbeiten von E. S. Özdamar, H. Müller oder Y. Tawada. Auch wächst die Zahl der Leser, die in der Lektüre fremder Figuren und Texte die Fremdsetzung der eigenen Sprache und Kultur reflexiv mit vollziehen, so zugleich den eigenen Blick verändern und sich damit heterogenen Erfahrungen von Interkulturalität aussetzen. Im gleichen Zusammenhang istin den letzten Jahren auch eine Intensivierung der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der literarischen und kulturellen Produktion von MigrantInnen im deutschsprachigen Raum zu beobachten. In dieser Arbeit geht es um das Trauma, welches für die Subjektbildung sowie hinsichtlich der menschlichen Beziehungen eine wichtige Rolle spielt. Der Begriff »Trauma« wird hierals psychologisch tiefe Verletztung (Schock) verstanden, durch die geistige Komplikationen wie Hemmungen oder Hindernisse verursacht werden: post-traumatic stress disorder: PTSD. In diesem Fall handelt es sich um die gesellschaftliche und kulturelle Unterdrückung im Rahmen der Migration, die die innere Stabilität untergräbt und existenzielle menschliche Grundlagen zerstört. So schreiben viele Migrantenautoren von ihren traumatischen Erfahrungen, die nicht in erster Linie aus zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern eher aus politischen, institutionellen und ökonomischen Machtverhältnissen (social suffering) resultieren. Viele Migranten-Autoren thematisieren das Wechselspiel verschiedener Identitätskonstrukte im Hinblick auf ihr Schreiben. Der bulgarisch-österreiche Schriftsteller Dimitré Dinev hat in seinem Roman Engelszungen eine Art Doppelgänger-Dasein zum Vorschein gebracht. Bei vielen seiner Figuren ist zu beobachten, dass sie flüchten, emigrieren, zwischen zwei und mehreren Ländern hin- und herpendeln und dass sich ihre Identitäten deshalb zumeist als instabil und veränderbar erweisen. Extreme Grenzerfahrungen einer künstlerischen Existenz schildert dagegen die Koreanerin Cha in ihrem Roman Dictee, in dem sie ihre dreifache Existenz als Migrantin, Frau, Koreanerin darstellt und problematisiert. Im postkolonialen literarischen Diskurs von MigrantInnen ist auf der Basis der theoretischen Entwürfe Homi Bhabhas immer wieder von Hybridität, Ethnie und Nation die Rede. Vielleicht kann dieser Aufsatz dazu beitragen, das Trauma der ‘Neuen Koreaner’ als Minderheiten durch die Fremdheit in unserer Gesellschaft zu analysieren und ihr Leid damit ein wenig zu lindern.

참고문헌 (32)

  1. 곽정연, "죽음충동이론에 입각한 영화분석 - 파티 아킨의 <미치고 싶을 때 Gegen die Wand>를 중심으로", 독일문학, 105, pp.214~234 (2008)
  2. 김세균, "유럽의 제노포비아 - 세계화시대의 인종갈등" (2006), 문화과학사
  3. 김용규, "포스트 민족 시대 혼종과 틈새의 정치학: 호미 바바 읽기", 비평과 이론, 10(1), pp.29~57 (2005)
  4. 박정희, "최근 독일어권 문학에서 ‘이주자문학’의 현황", 독일문학, 91, pp.186~206 (2004)
  5. 박찬욱, "믿거나 말거나, 찬드라의 경우", ~ (2003)
  6. Homi K. Bhabha, "문화의 위치 - 탈식민주의 문화이론" (2002), 소명출판
  7. 차학경, "딕테" (1997), 토마토
  8. 프란츠 파농, "검은 피부 하얀 가면", 인간사랑, ~ (2003)
  9. 지그문트 프로이트, "정신분석 강의" (2003), 열린책들
  10. 주디스 허먼, "트라우마 - 가정폭력에서 정치적 테러까지" (2007), 플래닛
  11. 게오르크 헤겔, "정신현상학" (2005), 한길사
  12. 아서 클라인만, "사회적 고통 - 인간의 고통에 대한 사회학적, 의학적, 인류학적 접근" (2002), 그린비
  13. Akashe-B?me, Farideh, "In geteilten Welten", ~ (2000)
  14. Akashe-B?me, Farideh, "Die islamische Frau ist anders", ~ (2002)
  15. Bade, Klaus J, "Homo Migrans", ~ (1994)
  16. Bre?na, Irena, "So kam ich unter die Schweizer", ~ (1986)
  17. Caruth, Cathy, "Unclaimed Experience - Trauma", ~ (1996)
  18. Chiellino, Gino, "Ausl?dische K?stler in der Bundes Republik", ~ (1988)
  19. Czarnecka, Mirosława, "Kulturelle Identitaten im Wandel", ~ (2006)
  20. Dinev, Dimitr, "Die Inschrift", ~ (2001)
  21. Dinev, Dimitr, "Engelszungen", ~ (2003)
  22. Fessmann, Meike, "Im Warteraum der Illegalit", ~ (2004)
  23. Figley, Charles R, "Trauma and Its Wake", ~ (1986)
  24. Gadamer, Hans-Georg, "Wahrheit und Methode", ~ (1990)
  25. Howord, Mary, "Interkulturelle Konfigurationen", ~ (1997)
  26. Kelly, Paul, "Multiculturalism Reconsidered - ‘Culture and Equality’ and Its Critics", ~ (2002)
  27. Kivisto, Peter, "Multiculturalism in a Global Society", ~ (2002)
  28. Morrison, Toni, "Lecture and Speech of Acceptance", ~ (1997)
  29. Park, Robert Ezra, "Introduction to the Science of Sociology", ~ (1969)
  30. Segovia, Fernando F, "Toward a Hermeneutics of the Diaspora", Fernando F. Segovia & Mary A. Tolbert, 1, pp.57~73, Social Location and Biblical Interpretation in the United States
  31. ?enocak, Zafer, "Gefahrliche Verwandschaften", ~ (1998)
  32. Zaimoglu, Feridun, "24 Mi??e vom Rande der Gesellschaft", ~ (1995)

관련 논문AI추천

이 간행물의 다른 논문 (20건)