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성과주의 시대의 주체문화와 ‘기업가적 자아상’- 에른스트 빌헬름 핸들러의 소설 『우리가 죽는다면을 중심으로』

Die Subjektkultur im leistungsorientierten Zeitalter und ‘das unternehmerische Selbst’― In Bezug auf Wenn wir sterben von Ernst-Wilhelm Händler

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주제분류독일어와문학

초록

신자유주의 시대 주체문화와 기업가적 자아상을 핸들러의 소설 {우리가 죽는다면]을 중심으로 살펴본다.

Abstract

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der neoliberalen Subjektkultur und dem Bild des unternehmerischen Selbst im Roman Wenn wir sterben von Ernst-Wilhelm Händler. Damit will sie die Subjektivierungsweisen und die Machtverhältnisse der Wirtschaftswelt aufzeigen, die durch die totale Ökonomisierung des Sozialen im Zeitalter des Neoliberalismus herbeigeführt wurden. Dabei können wir auch über uns als leistungsorientierte Subjekte kritisch reflektieren. Am konsequentesten durchgesetzt findet sich in diesem Roman das literarisch inszenierte Bild einer ‘totalen Ökonomisierung’, das sich auf die Arbeitswelt, die intimen Beziehungen und die Selbsttechnologie bezieht. Diese Arbeit geht davon aus, dass die Usurpation aller Lebensbereiche durch ökonomische Prinzipien eine bestimmte Subjektivierungsweise, d.h. das unternehmerische Selbst, produziert, das im Beruf und auch im Alltag das Selbst optimierend zu verwalten und zu regieren versucht. Dabei stellt das unternehmerische Selbst die universale Subjektform im leistungsorientierten Zeitalter dar. Alle von Händlers ökonomischen Subjekten erliegen dem kapitalistischen ‘Überleben der Stärksten’, ihren eigenen Wünschen und Körperlichkeiten und der gegenseitigen Feindlichkeit. Aber andererseits sind ihre körperliche Selbstdisziplin und ihre Selbstoptimierung ein Symptom der Angst vor dem Älterwerden und dem Tod. Hier bedeutet der Tod nicht nur physischer, sondern auch beruflicher Tod. In diesem Roman sind die ökonomischen Subjekte zum Scheitern im Beruf verdammt, was für sie den sozialen Tod bedeutet. Im Besonderen konzentriert sich diese Arbeit auf das Machtverhältnis zwischen den Figuren und deren Beziehungen auf das Selbst und die anderen. Dabei macht sie aufmerksam auf die Praktiken und den Diskurs des Neoliberalismus und das davon beeinträchtigte Leben der Figuren. Schließlich behandelt diese Arbeit die narrative Darstellungsweise des Romans. Indem die Wirtschaft heutzutage fiktiv und unkalkulierbar wird, könnte man die Affinität zwischen der Wirtschaft und der Literatur finden. In diesem Roman nähern sich die ökonomische Logik und das Erzählverfahren aneinander an. Händler adaptiert viele heterogene Stile, verschiedene Gattungsformen und andere Textsorten wie Managementratgeber und spielt auf viele Intertexte an. Indem hier wirtschaftliche Prozesse ins Erzählverfahren umcodiert werden, erweist sich die Fähigkeit der literarischen Fiktion, eine vom Wirtschaftlichen geprägte Wirklichkeit adäquat zu begreifen. Darüber hinaus befindet sich hier eine autoreflexive und metanarrative Ebene, besonders mit dem Erzähler ‘wir’, die distanzierte Einblicke in das Innere und Handeln der Figuren ermöglicht und das ganze Narrationsvorgehen reflektiert. Somit können die Leser den kritischen Gehalt des Romans erfassen.

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