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루터 성서의 언어 형태

Sprachform der Lutherbibel

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주제분류독일어와문학

초록

Ziel dieser Arbeit ist es, anhand von zahlreichen Belegen aus der Lutherbibel 1545 einen Einblick in die Luther-Sprache im Bereich der Orthographie und Flexionsmorphologie in der Mitte der frühneuhochdeutschen Periode zu geben. Obwohl die äußere Sprachform der Lutherbibel 1545 der neuhochdeutschen Schriftsprache viel näher steht als die diejenige der früheren Lutherdrucke, zeigen sich im Bereich der Schreibung und Lautung noch Besonderheiten jener Zeit gegenüber dem Neuhochdeutschen, denn Luther steht noch in der Tradition der regionalen ostmitteldeutschen Schreibsprache. Bei Luther finden sich viele Doppelformen und mundartliche Laute. Bei den Substantiven ist die Tendenz zur deutlicheren Kennzeichnung des Plurals durch den Ausbau der Pluralmarkierung mittels -e, -er, -en und durch Ausweitung des Umlauts beobachtbar. Die Konjugation frühneuhochdeutscher Verben und die Deklination frühneuhochdeutscher Adjektive entsprechen schon weitgehend dem neuhochdeutschen Zustand, wenn sie auch in einigen Fällen noch von der späteren Norm abweichen. Von einigen Besonderderheiten abgesehen erstrebt Luther größere Konsequenz und zunehmende Konsolidierung in Rechtschreibung und Flexion. Nicht zuletzt hat Luther viele Wörter vom regionalen zum schriftsprachlichen Gebrauch gebracht, obwohl sich die von ihm benutzten Wörter zum Teil nicht im Neuhochdeutschen durchgesetzt haben. Es ist hervorzuheben, dass Luther mit seiner deutschsprachigen Bibel endlich die Weichen für die schriftsprachliche Vereinheitlichung in einem plurizentrischen Land wie Deutschland gestellt hat. Die Lutherbibel wurde also die Grundlage für eine gemeinsame deutsche schriftliche Standardsprache.

Abstract

Ziel dieser Arbeit ist es, anhand von zahlreichen Belegen aus der Lutherbibel 1545 einen Einblick in die Luther-Sprache im Bereich der Orthographie und Flexionsmorphologie in der Mitte der frühneuhochdeutschen Periode zu geben. Obwohl die äußere Sprachform der Lutherbibel 1545 der neuhochdeutschen Schriftsprache viel näher steht als die diejenige der früheren Lutherdrucke, zeigen sich im Bereich der Schreibung und Lautung noch Besonderheiten jener Zeit gegenüber dem Neuhochdeutschen, denn Luther steht noch in der Tradition der regionalen ostmitteldeutschen Schreibsprache. Bei Luther finden sich viele Doppelformen und mundartliche Laute. Bei den Substantiven ist die Tendenz zur deutlicheren Kennzeichnung des Plurals durch den Ausbau der Pluralmarkierung mittels -e, -er, -en und durch Ausweitung des Umlauts beobachtbar. Die Konjugation frühneuhochdeutscher Verben und die Deklination frühneuhochdeutscher Adjektive entsprechen schon weitgehend dem neuhochdeutschen Zustand, wenn sie auch in einigen Fällen noch von der späteren Norm abweichen. Von einigen Besonderderheiten abgesehen erstrebt Luther größere Konsequenz und zunehmende Konsolidierung in Rechtschreibung und Flexion. Nicht zuletzt hat Luther viele Wörter vom regionalen zum schriftsprachlichen Gebrauch gebracht, obwohl sich die von ihm benutzten Wörter zum Teil nicht im Neuhochdeutschen durchgesetzt haben. Es ist hervorzuheben, dass Luther mit seiner deutschsprachigen Bibel endlich die Weichen für die schriftsprachliche Vereinheitlichung in einem plurizentrischen Land wie Deutschland gestellt hat. Die Lutherbibel wurde also die Grundlage für eine gemeinsame deutsche schriftliche Standardsprache.

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