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작품에서 텍스트로, 『마의 산』 "다시 읽기" -다시 읽는 독자, 믿을 수 없는 서술자를 만나다

Vom Werk zum Text. Eine andere Lesart von Thomas Manns Der Zauberberg -Beim "Wiederlesen" begegnet der Leser dem unzuverlassigen Erzahler.

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주제분류독일어와문학

초록

Diese Arbeit befasst sich mit einer anderen Lesart des kanonischen Bildungsromans im 20. Jahrhundert, namlich Der Zauberberg Thomas Manns. Erwird auber als Bildungsroman vor allem sofort nach der Veroffentlichung des Werks als Zeitroman und in den 1980er Jahren als philosophischer Roman uber Schopenhauers Metaphysik rezipiert. Diese traditionellen Interpretationen beruhen auf dem Konzept "Werk", mit dem sie sich ausschlieblich exemplarisch auseinandersetzen. Eine andere Lesart wird jedoch durch das Konzept "Text" begrundet. Nach der Konzeption des franzosischen Philosophen Roland Barthes wird jede Interpretation als Ergebnis des zweiten Lesen des Textes, also als einen Prozess des wiederholten Lesens mit fortschreitenden Erkenntnissen, dargestellt. Diesen Prozess mochte ich hier als "das Wiederlesen"(relecture, rereading) bezeichnen. Die Verschiebung des Konzepts vom Werk zum Text ermoglicht dem Leser das plurale Lesen. Vor allem aber werden die Leser in die Kommunikation des Textes eingebunden. Unter verschiedenen Moglichkeiten des Wiederlesens kann ein Versuch, den Zauberberg als Liebesgeschichte zu lesen, gewagt werden, gerade weil in der Gattung "Liebesgeschichte" eines der heikelsten und am scharfsten manifestierten Themen der Zeitgenossen, namlich die Sexualitat reflektiert und behandelt wird. In dem literaturwissenschaftlichen Diskurs der Postmoderne wird der Beitrag des Lesers oder seine Kooperation zum Konstruieren von Sinn des literarischen Textes fur essentiell gehalten und dem Leser wird ein qualifiziertes Recht zugebilligt, frei von der Autoritat des Autors und Poeten Texte zu lesen. Beim Versuch, Der Zauberberg als Liebesgeschichte zu interpretieren wird vor allem erklart, dass sich der angeblich auktoriale Erzahler als unzuverlassig verrat. Beim Analysieren des Textes mit Hilfe der Erzahltheorie, d. h. des ``unzuverlassigen Erzahlers`` konnen drei Erzahlaspekte herauskristallisiert werden: Das ironische Erzahlen beim Charakterisieren des Heldes, das von der padagogischen Absicht voreingenommene Erzahlen, namlich das entstellende Erzahlen und zum Lezten mal das freiwillig den wichtigen Bericht uber seine Liebesaffare auslassende Erzahlen. Zum ironischen Erzahlen benutzt der Erzahler haufig die Attribute "einfach" und "schlicht" fur den Helden. Im Gegensatz zu diesen Kommentaren des Erzahlers wird der Held am Ende des Romans als der schlaue Held dargestellt. Das entstellende Erzahlen wird dadurch bewirkt, dass der Erzahler Settembrini als die die Entwicklung des Helden ernsthaft beeinflussenden, padagogischen Macht herausstellt und uber sie ausfuhrlich erzahlt. Wahrenddessen wird in der direkten Rede Hans Castorps erklart, dass tatsachlich Frau Schauchat als ein geniales padagogisches Prinzip in seinem Leben auf dem ``Zauberberg`` fungiert. Das auslassende Erzahlen besteht darin, dass der Erzahler die Beziehungen der Frau Schauchat und die Liebe des Helden zur ihr so nachlassig und kurz und bundig erzahlt, dass der eigentliche Anlass des Aufenthalts des Helden im Sanatorium fast verborgen bleibt. Erst wenn durch die drei Aspekte des unzuverlassigen Erzahlens "die padagogische Neigung" des Erzahlers enthullt wird, ist der Leser imstande, Der Zauberberg als Liebesgeschichte zu interpretieren. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Leser beim Wiederlesen, d. h. dem sorgfaltigen Lesen, den Sinn des Textes etwas anders als beim ersten Lesen konstruieren kann. Heutzutage ist es notwendig, die Frage zu stellen: "Wie kann man ein kanonisches Werk wie Thomas Manns Der Zauberberg neu lesen?" Nicht nur zur Antwort auf diese Frage, sondern auch als literaturwissenschaftliches Postulat in der Zeit der Post-Moderne muss das Wiederlesen von Thomas Manns Der Zauberberg -vor allem mit Bezug auf Roland Barthes - versucht und erlautert werden.

Abstract

Diese Arbeit befasst sich mit einer anderen Lesart des kanonischen Bildungsromans im 20. Jahrhundert, namlich Der Zauberberg Thomas Manns. Erwird auber als Bildungsroman vor allem sofort nach der Veroffentlichung des Werks als Zeitroman und in den 1980er Jahren als philosophischer Roman uber Schopenhauers Metaphysik rezipiert. Diese traditionellen Interpretationen beruhen auf dem Konzept "Werk", mit dem sie sich ausschlieblich exemplarisch auseinandersetzen. Eine andere Lesart wird jedoch durch das Konzept "Text" begrundet. Nach der Konzeption des franzosischen Philosophen Roland Barthes wird jede Interpretation als Ergebnis des zweiten Lesen des Textes, also als einen Prozess des wiederholten Lesens mit fortschreitenden Erkenntnissen, dargestellt. Diesen Prozess mochte ich hier als "das Wiederlesen"(relecture, rereading) bezeichnen. Die Verschiebung des Konzepts vom Werk zum Text ermoglicht dem Leser das plurale Lesen. Vor allem aber werden die Leser in die Kommunikation des Textes eingebunden. Unter verschiedenen Moglichkeiten des Wiederlesens kann ein Versuch, den Zauberberg als Liebesgeschichte zu lesen, gewagt werden, gerade weil in der Gattung "Liebesgeschichte" eines der heikelsten und am scharfsten manifestierten Themen der Zeitgenossen, namlich die Sexualitat reflektiert und behandelt wird. In dem literaturwissenschaftlichen Diskurs der Postmoderne wird der Beitrag des Lesers oder seine Kooperation zum Konstruieren von Sinn des literarischen Textes fur essentiell gehalten und dem Leser wird ein qualifiziertes Recht zugebilligt, frei von der Autoritat des Autors und Poeten Texte zu lesen. Beim Versuch, Der Zauberberg als Liebesgeschichte zu interpretieren wird vor allem erklart, dass sich der angeblich auktoriale Erzahler als unzuverlassig verrat. Beim Analysieren des Textes mit Hilfe der Erzahltheorie, d. h. des ``unzuverlassigen Erzahlers`` konnen drei Erzahlaspekte herauskristallisiert werden: Das ironische Erzahlen beim Charakterisieren des Heldes, das von der padagogischen Absicht voreingenommene Erzahlen, namlich das entstellende Erzahlen und zum Lezten mal das freiwillig den wichtigen Bericht uber seine Liebesaffare auslassende Erzahlen. Zum ironischen Erzahlen benutzt der Erzahler haufig die Attribute "einfach" und "schlicht" fur den Helden. Im Gegensatz zu diesen Kommentaren des Erzahlers wird der Held am Ende des Romans als der schlaue Held dargestellt. Das entstellende Erzahlen wird dadurch bewirkt, dass der Erzahler Settembrini als die die Entwicklung des Helden ernsthaft beeinflussenden, padagogischen Macht herausstellt und uber sie ausfuhrlich erzahlt. Wahrenddessen wird in der direkten Rede Hans Castorps erklart, dass tatsachlich Frau Schauchat als ein geniales padagogisches Prinzip in seinem Leben auf dem ``Zauberberg`` fungiert. Das auslassende Erzahlen besteht darin, dass der Erzahler die Beziehungen der Frau Schauchat und die Liebe des Helden zur ihr so nachlassig und kurz und bundig erzahlt, dass der eigentliche Anlass des Aufenthalts des Helden im Sanatorium fast verborgen bleibt. Erst wenn durch die drei Aspekte des unzuverlassigen Erzahlens "die padagogische Neigung" des Erzahlers enthullt wird, ist der Leser imstande, Der Zauberberg als Liebesgeschichte zu interpretieren. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Leser beim Wiederlesen, d. h. dem sorgfaltigen Lesen, den Sinn des Textes etwas anders als beim ersten Lesen konstruieren kann. Heutzutage ist es notwendig, die Frage zu stellen: "Wie kann man ein kanonisches Werk wie Thomas Manns Der Zauberberg neu lesen?" Nicht nur zur Antwort auf diese Frage, sondern auch als literaturwissenschaftliches Postulat in der Zeit der Post-Moderne muss das Wiederlesen von Thomas Manns Der Zauberberg -vor allem mit Bezug auf Roland Barthes - versucht und erlautert werden.

참고문헌 (22)

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