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방언학 관점에서 해석해 본 <근대고지독어 통일어>의 형성과정

Die Herausbildung der neuhochdeutschen Schriftsprache, betrachtet aus der Sicht der Dialektologie

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주제분류독일어와문학

초록

Die Kernpunkte meiner Abhandlung sind wie folgt: ① Als Forschungsleistung ersten Ranges kann man bewerten, dass Frings bei der Diskussion um die Herausbildung der nhd. Schriftsprache die Karten des Wenker-Sprachatlasses mit einbezogen hat. Seine Grundkonzeptionen dazu: Im 11-13 Jh. war es in Ostdeutschland, einem Neuland für die Siedler aus allen dt. Sprach- landschaften, zu einer einzigartigen Sprachmischung (einem sprachlichen Ausgleich auf Mundartebene) gekommen. Diese Einheit in den Lauten wurde dann auch Grundlage der Schriftebene. Obersachsen wurde als die Wiege der sprachlichen Einigung betrachtet. Frings beging dabei jedoch einen fatalen Fehler: Er wollte von Wenkers Mundartkarten des 19 Jh. auf sprachliche Begebenheiten schließen, die über 500 Jahre zurückliegen. ② Die neuen Thesen im Licht der soziolinguistischen und textkorpusbasierten Forschung der Neuen Dialektologie sind stichwortartig darzustellen: -Die dt. Spracheinigung vollzog sich zunächst in der Schrift, nicht in den Lauten. -Eine bestimmte Stadt bzw. Landschaft als die Wiege der Spracheinigung sei unmöglich. Man versteht heute den Weg zur nhd. Schriftsprache als Auswahl aus vielfältig vorhandenen regionalen Varianten, sie war also eine Mischsprache. -Lutherdeutsch spielte eine Brückenfunktion, die zur Herausbildung der nhd. schrift- sprache führte, unterstützt von den sog. Wundermitteln wie der Bibel (“das Buch der Bücher”), Reformation und Druckerpresse. Doch es wirkten noch andere Kräfte entschei- dend, bis diese neu geborene Schriftsprache ausgebreitet und ausgeformt wurde. -Im niederdeutschen Raum fanden Sprachwechselprozesse statt, im oberdeutschen Raum jedoch eine besondere Art von Wechselprozessen. Im mitteldeutschen Raum fanden eher sprachliche Ausgleichsprozesse statt.

Abstract

Die Kernpunkte meiner Abhandlung sind wie folgt: ① Als Forschungsleistung ersten Ranges kann man bewerten, dass Frings bei der Diskussion um die Herausbildung der nhd. Schriftsprache die Karten des Wenker-Sprachatlasses mit einbezogen hat. Seine Grundkonzeptionen dazu: Im 11-13 Jh. war es in Ostdeutschland, einem Neuland für die Siedler aus allen dt. Sprach- landschaften, zu einer einzigartigen Sprachmischung (einem sprachlichen Ausgleich auf Mundartebene) gekommen. Diese Einheit in den Lauten wurde dann auch Grundlage der Schriftebene. Obersachsen wurde als die Wiege der sprachlichen Einigung betrachtet. Frings beging dabei jedoch einen fatalen Fehler: Er wollte von Wenkers Mundartkarten des 19 Jh. auf sprachliche Begebenheiten schließen, die über 500 Jahre zurückliegen. ② Die neuen Thesen im Licht der soziolinguistischen und textkorpusbasierten Forschung der Neuen Dialektologie sind stichwortartig darzustellen: -Die dt. Spracheinigung vollzog sich zunächst in der Schrift, nicht in den Lauten. -Eine bestimmte Stadt bzw. Landschaft als die Wiege der Spracheinigung sei unmöglich. Man versteht heute den Weg zur nhd. Schriftsprache als Auswahl aus vielfältig vorhandenen regionalen Varianten, sie war also eine Mischsprache. -Lutherdeutsch spielte eine Brückenfunktion, die zur Herausbildung der nhd. schrift- sprache führte, unterstützt von den sog. Wundermitteln wie der Bibel (“das Buch der Bücher”), Reformation und Druckerpresse. Doch es wirkten noch andere Kräfte entschei- dend, bis diese neu geborene Schriftsprache ausgebreitet und ausgeformt wurde. -Im niederdeutschen Raum fanden Sprachwechselprozesse statt, im oberdeutschen Raum jedoch eine besondere Art von Wechselprozessen. Im mitteldeutschen Raum fanden eher sprachliche Ausgleichsprozesse statt.

참고문헌 (29)

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