기억과 언어처리 전략
Gedächtnisse und Sprachverarbeitungsstrategien
0
조회
0
다운로드
5
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine psycholinguistische Untersuchung von Gedächtnissen und Sprachverarbeitungsstrategien. Dabei fragt die Arbeit nach den kognitiven Prozessen, die gemeinsam mit der Sprachverarbeitung auftreten. An der Linearität der Sprache ist deutlich erkennbar, dass bei der Sprachrezeption neue Wörter nach und nach in die bereits vorhandene Repräsentation integriert werden müssen. Dies setzt voraus, dass aktuell gewonnene Informationen in erheblichem Umfang gleichzeitig zu speichern und verarbeiten sind. Aus diesem Grund wird angenommen, dass die Sprachrezeption in engem Zusammenhang mit dem Arbeitsgedächtnis steht. Insbesondere die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses und die simultane Verarbeitung gehören zu den relevanten Beschränkungen der menschlichen Sprachverarbeitung. Der traditionellen 'bottom up'-Verarbeitungsweise zufolge läuft die Verarbeitung auf den einzelnen Ebenen isoliert ab, so dass die vollständigen Ergebnisse einer Ebene an andere Ebenen weitergeleitet werden. In Anbetracht des begrenzten Arbeitsgedächtnisses liegt es dennoch nahe, dass die Ebenen schon während der laufenden Verarbeitung ständig interagieren. Auch die Tendenz des Rezipienten, bei Ambiguität frühzeitig eine bestimmte Lesart den übrigen in Frage kommenden vorzuziehen, setzt voraus, dass sich das Verarbeitungssystem auf unterschiedliche Informationskriterien beruft, nach denen eine strukturelle Entscheidung sicher getroffen werden kann. Außerdem ist zu beobachten, dass jüngere Parsingsmodelle weitaus komplexere und multiplere Informationskriterien für die Strukturanalyse annehmen als ältere, die auf der Basis linguistischer Syntaxtheorien die Satzverarbeitung zu modellieren versuchten. Dabei sollte das Sprachverstehensmodell noch heuristischen Kohärenzfaktoren gerecht werden, die über den textgrammatischen und den semantischen Zusammenhang hinaus die jeweilige Situation und Intention der Kommunikationsteilnehmer umfassen. Der episodische Puffer des Arbeitsgedächtnisses erweckt nämlich die Möglichkeit, dass die Sprachverarbeitung im Wesentlichen von einem aktiven Einsatz von Weltwissen, Einstellungen und Emotionen für die Sprachrezeption ausgeht. Empirische Studien konnten belegen, dass außersprachliche Informationen wie mentale Modelle und Szenarien einen wichtigen Beitrag zu einer prädiktiven Verarbeitung von Sätzen leisten können. Insbesondere die Eigenschaft kognitiver Schemata soll es ermöglichen, Bestandteile des Wissens im Langzeitgedächtnis in Abhängigkeit von einem jeweiligen Kontext in unterschiedlichem Ausmaß und in unterschiedlicher Art zu aktivieren.
Abstract
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine psycholinguistische Untersuchung von Gedächtnissen und Sprachverarbeitungsstrategien. Dabei fragt die Arbeit nach den kognitiven Prozessen, die gemeinsam mit der Sprachverarbeitung auftreten. An der Linearität der Sprache ist deutlich erkennbar, dass bei der Sprachrezeption neue Wörter nach und nach in die bereits vorhandene Repräsentation integriert werden müssen. Dies setzt voraus, dass aktuell gewonnene Informationen in erheblichem Umfang gleichzeitig zu speichern und verarbeiten sind. Aus diesem Grund wird angenommen, dass die Sprachrezeption in engem Zusammenhang mit dem Arbeitsgedächtnis steht. Insbesondere die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses und die simultane Verarbeitung gehören zu den relevanten Beschränkungen der menschlichen Sprachverarbeitung. Der traditionellen 'bottom up'-Verarbeitungsweise zufolge läuft die Verarbeitung auf den einzelnen Ebenen isoliert ab, so dass die vollständigen Ergebnisse einer Ebene an andere Ebenen weitergeleitet werden. In Anbetracht des begrenzten Arbeitsgedächtnisses liegt es dennoch nahe, dass die Ebenen schon während der laufenden Verarbeitung ständig interagieren. Auch die Tendenz des Rezipienten, bei Ambiguität frühzeitig eine bestimmte Lesart den übrigen in Frage kommenden vorzuziehen, setzt voraus, dass sich das Verarbeitungssystem auf unterschiedliche Informationskriterien beruft, nach denen eine strukturelle Entscheidung sicher getroffen werden kann. Außerdem ist zu beobachten, dass jüngere Parsingsmodelle weitaus komplexere und multiplere Informationskriterien für die Strukturanalyse annehmen als ältere, die auf der Basis linguistischer Syntaxtheorien die Satzverarbeitung zu modellieren versuchten. Dabei sollte das Sprachverstehensmodell noch heuristischen Kohärenzfaktoren gerecht werden, die über den textgrammatischen und den semantischen Zusammenhang hinaus die jeweilige Situation und Intention der Kommunikationsteilnehmer umfassen. Der episodische Puffer des Arbeitsgedächtnisses erweckt nämlich die Möglichkeit, dass die Sprachverarbeitung im Wesentlichen von einem aktiven Einsatz von Weltwissen, Einstellungen und Emotionen für die Sprachrezeption ausgeht. Empirische Studien konnten belegen, dass außersprachliche Informationen wie mentale Modelle und Szenarien einen wichtigen Beitrag zu einer prädiktiven Verarbeitung von Sätzen leisten können. Insbesondere die Eigenschaft kognitiver Schemata soll es ermöglichen, Bestandteile des Wissens im Langzeitgedächtnis in Abhängigkeit von einem jeweiligen Kontext in unterschiedlichem Ausmaß und in unterschiedlicher Art zu aktivieren.
참고문헌 (28)
- 유덕근, "언어이해의 6가지 원리 고찰 - 심리언어학적 관점에서 본 언어이해 과정", 독일어문학, 16(3), pp.263~287 (2008), 한국독일어문학회
- 유덕근, "추론과 생략: 초기 문장구조 분석에서 나타나는 문맥정보의 역할", 독어학, (18), pp.161~186 (2008), 한국독어학회
- Atkinson, R. C., "Human memory: a proposed system and its control processes in : The psychology of learning and motivation: Advances in research and theory 2", pp.89~195 (1968), Academic Press
- Atkinson, R. C., "The control of short-term memory", Scientific American, 224, pp.82~90 (1971)
- Baddeley, A., "The episodic buffer: a new component of working memory?", Trends in Cognitive Sciences, 4, pp.417~423 (2000)
- Baddeley, A. D., "Working memory in : The psychology of learning and motivation: Advance in research and theory", Oxford University Press, 8, pp.47~89 (1974)
- Bader, M., "Sprachverstehen: Syntax und Prosodie beim Lesen" (1996), Westdeutscher Verlag
- Duden-Grammatik, "Duden Band 4. Die Grammatik. Herausgegeben von der Dudenredaktion. 7., neu bearbeitete Auflage" (2005), Duden-Verlag
- Ferreira, F., "The good enough approach to language comprehension", Language and Linguistics Compass, 1, pp.71~83 (2007)
- Ferreira, F., "Good-enough representations in language comprehension", Current Directions in Psychological Science, 11, pp.11~15 (2002)
- Fodor, J. A., "The modularity of mind" (1983), MIT Press
- Frazier, L., "Sentence processing in : Attention and performance XII", pp.559~586 (1987), Lawrence Erlbaum
- Frazier, L., "Making and correcting errors during sentence comprehension", Cognitive Psychology, 14, pp.178~210 (1982)
- Hildebrandt, B., "Inkrementelle Sprachrezeption", KogWis99: Proceedings der 4. Fachtagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft, pp.19~24 (1999)
- Johnson-Laird, P. N., "Mental models. Towards a cognitive science of language, inference, and consciousness" (1983), Cambridge University Press
- Kennedy, A., "Inspection times for words in syntactically ambiguous sentences under three presentation conditions", Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance, 10, pp.833~847 (1984)
- Kintsch, W., "Toward a model of text comprehension and production", Psychological Review, 85, pp.363~394 (1978)
- Konieczny, L., "Human sentence processing: a semantics-oriented parsing approach. Doctoral thesis" (1996), Universität Freiburg
- Miller, G. A., "The magical number seven plus or minus two: Some limits on our capacity for processing information", Psychological Review, 63, pp.81~97 (1956)
- Pinker, S., "The language instinct: How the mind creates language" (1994), William Morrow
- Pritchett, B. L., "Grammatical competence and parsing performance" (1992), University of Chicago Press
- Rickheit, G., "Psycholinguistik" (2002), Stauffenburg Verlag
- Schank, R. C., "Scripts, plans, goals, and understanding: An inquiry into human knowledge structures" (1977), Lawrence Erlbaum
- Sichelschmidt, L., "More than just style: An oculomotor approach to semantic interpretation", Proceedings of 2005 Symposium on Culture, Arts, and Education, pp.118~130 (2005), NTNU Press
- Steedman, M., "The Syntactic Process" (2000), The MIT Press
- Steinberg, R. J., "Cognitive Psychology. 3." (2003), Thomson
- Van Gompel, R. P. G., "Lexical guidance in sentence processing: A note on Adams, Clifton, and Mitchell", Psychonomic Bulletin and Review, 8, pp.851~857 (1998)
- Kampen, A., "Syntaktische und semantische Verarbeitungsprozesse bei der Analyse strukturell mehrdeutiger Verbfinalsätze im Deutschen: Eine empirische Untersuchung" (2001), FU Berlin
