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언어이해의 6가지 원리 고찰 - 심리언어학적 관점에서 본 언어이해 과정

6 Prinzipien für das Sprachverstehen - aus psycholinguistischer Sicht

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주제분류독일어와문학

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Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine psycholinguistische Untersuchung von sechs grundlegenden Prinzipien für das Sprachverstehen. Dabei fragt die Arbeit nach den kognitiven Prozessen, die gemeinsam mit dem (Sprach-)Verstehen auftreten. Neben der strukturellen Aufgliederung der Sprachwissenschaft sind bei der Sprachverarbeitung in den meisten Fällen die Ebenen des perzeptuellen, syntaktischen, semantischen und pragmatischen Verstehens zu unterscheiden. Jedoch besteht immer noch Uneinigkeit darüber, wie diese Ebenen repräsentiert und zeitlich miteinander koordiniert werden. Der traditionellen 'bottom up'-Verarbeitungsweise zufolge läuft das Verstehen auf den einzelnen Ebenen isoliert ab, so dass die vollständigen Ergebnisse einer Ebene an andere Ebenen weitergeleitet werden. In Anbetracht der folgenden Prinzipien für das Verstehen liegt es dennoch nahe, dass die Ebenen schon während der laufenden Verarbeitung ständig interagieren: - Semantizität: Das Sprachverstehen strebt danach, semantische Repräsentation zu realisieren. - Inkrementalität: Das Sprachverstehen läuft Schritt für Schritt ab, so dass die 'top down'-Information frühzeitig miteinbezogen wird. - Robustheit: Das Sprachverstehen toleriert Fehler, was zu Unterspezifikation von Sprachinformationen führt. - Situation: Beim Sprachverstehen trägt der Rezipient immer dem Kontext Rechnung. - Konstruktion: Das Sprachverstehen geht weit über das hinaus, was die Sprache explizit darstellt. - Integration: Beim Sprachverstehen spielen nonverbale Informationen eine wichtige Rolle. Diese Prinzipien weisen folglich auf eine tentative Vorgehensweise bei der sprachlichen Verarbeitung hin, die unmittelbar die syntaktische, die semantische, sowie die pragmatische Interpretation beeinflusst. Sinnvoll erscheint daher, bei der Modellierung des menschlichen Verstehens die 'bottom up'- und die 'top down'-Prinzipien im Rahmen einer situierten Konzeption miteinander zu verbinden. Entsprechend ist auch die Verständlichkeit, hinsichtlich dessen, was der situativ eingebettete Rezipient als Sinn erfasst, zu beurteilen

Abstract

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine psycholinguistische Untersuchung von sechs grundlegenden Prinzipien für das Sprachverstehen. Dabei fragt die Arbeit nach den kognitiven Prozessen, die gemeinsam mit dem (Sprach-)Verstehen auftreten. Neben der strukturellen Aufgliederung der Sprachwissenschaft sind bei der Sprachverarbeitung in den meisten Fällen die Ebenen des perzeptuellen, syntaktischen, semantischen und pragmatischen Verstehens zu unterscheiden. Jedoch besteht immer noch Uneinigkeit darüber, wie diese Ebenen repräsentiert und zeitlich miteinander koordiniert werden. Der traditionellen 'bottom up'-Verarbeitungsweise zufolge läuft das Verstehen auf den einzelnen Ebenen isoliert ab, so dass die vollständigen Ergebnisse einer Ebene an andere Ebenen weitergeleitet werden. In Anbetracht der folgenden Prinzipien für das Verstehen liegt es dennoch nahe, dass die Ebenen schon während der laufenden Verarbeitung ständig interagieren: - Semantizität: Das Sprachverstehen strebt danach, semantische Repräsentation zu realisieren. - Inkrementalität: Das Sprachverstehen läuft Schritt für Schritt ab, so dass die 'top down'-Information frühzeitig miteinbezogen wird. - Robustheit: Das Sprachverstehen toleriert Fehler, was zu Unterspezifikation von Sprachinformationen führt. - Situation: Beim Sprachverstehen trägt der Rezipient immer dem Kontext Rechnung. - Konstruktion: Das Sprachverstehen geht weit über das hinaus, was die Sprache explizit darstellt. - Integration: Beim Sprachverstehen spielen nonverbale Informationen eine wichtige Rolle. Diese Prinzipien weisen folglich auf eine tentative Vorgehensweise bei der sprachlichen Verarbeitung hin, die unmittelbar die syntaktische, die semantische, sowie die pragmatische Interpretation beeinflusst. Sinnvoll erscheint daher, bei der Modellierung des menschlichen Verstehens die 'bottom up'- und die 'top down'-Prinzipien im Rahmen einer situierten Konzeption miteinander zu verbinden. Entsprechend ist auch die Verständlichkeit, hinsichtlich dessen, was der situativ eingebettete Rezipient als Sinn erfasst, zu beurteilen

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