독일어 2격에 미래는 있는가?
Hat der Genitiv im Deutschen Zukunft?
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초록
Im heutigen Deutsch, besonders in der Umgangssprache, findet sich oft ein Nominalsyntagma im Dativ bzw. Akkusativ oder ein Präpositionalsyntagma, wo ein Nominalsyntagma im Genitiv erscheinen sollte. In diesem Aufsatz wird deshalb untersucht, unter welchen Umständen und in welchem Maße der Genitiv im Deutschen durch ein anderes grammatisches Mittel ersetzt werden kann. Grob gesagt hat der Genitiv im Deutschen drei Verwendungen: Genitivobjekt, Genitivattribut und adverbialer Genitiv. Das Genitivobjekt kommt vor, wenn sowohl ein Verb als auch ein Adjektiv bzw. eine Präposition ein Nominalsyntagma im Genitiv fordert (z.B., bedürfen, gedenken; gewahr, fähig; infolge, wegen). Das Genitivattribut lässt sich wiederum in fünf Gruppen einteilen: Genitivus possessivus, Genitivus subiectivus, Genitivus obiectivus, Genitivus auctoris, Genitivus qualitatis (z.B., das Haus des Großvaters, das Bellen des Hundes, der Ausbau des Zweigbetriebs, die Sinfonien dieses Komponisten, ein Mensch guten Willens). Genitivus possessivus, nämlich possessiver Genitiv, wird zur Beschreibung der Teil-Ganzes-Relation, der Körperteilrelation, Verwandtschaftsrelation und Besitzer-Gegenstand-Relation gebraucht. Außerdem hat der Genitiv wie erwähnt adverbiale Verwendungen. Hierzu gehören Modaladverbiale, Temporaladverbiale, Kommentaradverbiale (z.B., gemessenen Schritts, eines Tages, meines Wissens). Anhand der oben eingeführten Einteilung und der Bearbeitung einiger Korpora wie COSMAS II, DWDS u.a. wird weiter die Ersetzbarkeit des Genitivs durch ein anderes grammatisches Mittel überprüft. Das Genitivobjekt lässt sich sowohl durch ein Dativ- bzw. Akkusativobjekt wie auch durch ein Präpositionalobjekt ersetzen. Das Ersetzen des Genitivattributs ist beim Genitivus subiectivus, Genitivus obiectivus, Genitivus auctoris oder Genitivus qualitatis im Prinzip möglich, und zwar durch ein Präpositionalsyntagma wie eine von-Phrase. Beim possessiven Genitiv kann festgestellt werden, dass die Ersetzbarkeit des Genitivs mit der Grundbedeutung von von (‘Ausgangspunkt’, ‘Herkunft’) und ihrem Bedeutungswandel bzw. ihrer Grammatikalisierung eng zu tun hat. In diesem Sinne lässt sich annehmen, dass die Grammatikalisierung von von den Rückgang des Genitivs fortsetzen wird. Der Rückgang des Genitivs wird auch bei adverbialen Verwendungen des Genitivs beobachtet: Da es sich bei adverbialen Verwendungen des Genitivs (gemessenen Schritts, eines Tages, meines Wissens) um eine feste Wortverbindung handelt, ist das Ersetzen des adverbialen Genitivs zwar beschränkt, aber in einigen Fällen möglich (z.B., des Nachts → in der Nacht).
Abstract
Im heutigen Deutsch, besonders in der Umgangssprache, findet sich oft ein Nominalsyntagma im Dativ bzw. Akkusativ oder ein Präpositionalsyntagma, wo ein Nominalsyntagma im Genitiv erscheinen sollte. In diesem Aufsatz wird deshalb untersucht, unter welchen Umständen und in welchem Maße der Genitiv im Deutschen durch ein anderes grammatisches Mittel ersetzt werden kann. Grob gesagt hat der Genitiv im Deutschen drei Verwendungen: Genitivobjekt, Genitivattribut und adverbialer Genitiv. Das Genitivobjekt kommt vor, wenn sowohl ein Verb als auch ein Adjektiv bzw. eine Präposition ein Nominalsyntagma im Genitiv fordert (z.B., bedürfen, gedenken; gewahr, fähig; infolge, wegen). Das Genitivattribut lässt sich wiederum in fünf Gruppen einteilen: Genitivus possessivus, Genitivus subiectivus, Genitivus obiectivus, Genitivus auctoris, Genitivus qualitatis (z.B., das Haus des Großvaters, das Bellen des Hundes, der Ausbau des Zweigbetriebs, die Sinfonien dieses Komponisten, ein Mensch guten Willens). Genitivus possessivus, nämlich possessiver Genitiv, wird zur Beschreibung der Teil-Ganzes-Relation, der Körperteilrelation, Verwandtschaftsrelation und Besitzer-Gegenstand-Relation gebraucht. Außerdem hat der Genitiv wie erwähnt adverbiale Verwendungen. Hierzu gehören Modaladverbiale, Temporaladverbiale, Kommentaradverbiale (z.B., gemessenen Schritts, eines Tages, meines Wissens). Anhand der oben eingeführten Einteilung und der Bearbeitung einiger Korpora wie COSMAS II, DWDS u.a. wird weiter die Ersetzbarkeit des Genitivs durch ein anderes grammatisches Mittel überprüft. Das Genitivobjekt lässt sich sowohl durch ein Dativ- bzw. Akkusativobjekt wie auch durch ein Präpositionalobjekt ersetzen. Das Ersetzen des Genitivattributs ist beim Genitivus subiectivus, Genitivus obiectivus, Genitivus auctoris oder Genitivus qualitatis im Prinzip möglich, und zwar durch ein Präpositionalsyntagma wie eine von-Phrase. Beim possessiven Genitiv kann festgestellt werden, dass die Ersetzbarkeit des Genitivs mit der Grundbedeutung von von (‘Ausgangspunkt’, ‘Herkunft’) und ihrem Bedeutungswandel bzw. ihrer Grammatikalisierung eng zu tun hat. In diesem Sinne lässt sich annehmen, dass die Grammatikalisierung von von den Rückgang des Genitivs fortsetzen wird. Der Rückgang des Genitivs wird auch bei adverbialen Verwendungen des Genitivs beobachtet: Da es sich bei adverbialen Verwendungen des Genitivs (gemessenen Schritts, eines Tages, meines Wissens) um eine feste Wortverbindung handelt, ist das Ersetzen des adverbialen Genitivs zwar beschränkt, aber in einigen Fällen möglich (z.B., des Nachts → in der Nacht).
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