Übersetzungskritik als eine Form der Literaturkritik - Im koreanischen Kontext betrachtet
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초록
Das Institut für Übersetzungsforschung zur deutschen und koreanischen Literatur war während seines dreißigjährigen Bestehens von großer Bedeutung für die Entwicklung der Germanistik in Korea. Denn bei der Gründung wurde die Bedeutung des Übersetzens im Hinblick auf das Wesen einer Fremdsprachenphilologie und im notwendigen Austausch mit fremden Wissenschaften erläutert und dadurch mit dem Problem der wissenschaftlichen Identität verknüpft. Der Gründer, Prof. Dr. Byong-Ock Kim, machte nicht nur Übersetzungsunterstützung und Übersetzungsforschung, sondern auch Übersetzungskritik zu einer wichtigen Aufgabe des Institutes. Das Institut machte den ersten Schritt für die systematische und wissenschaftlich orientierte Übersetzungskritik in Zusammenarbeit mit dem Institut für deutschsprachige Kultur und Literatur durch das von der National Research Foundation of Korea unterstützte Projekt. Die Übersetzungskritik in Form dieses Gruppenforschungsprojekts betont von Anfang an die Besonderheit der literarischen Übersetzung und stellt die Übersetzungskritik als eine Form der Literaturkritik vor, die über die Übersetzungsbewertung hinausgeht. Im Unterschied zur bestehenden Übersetzungsbewertung, die auf der Äquivalenz basiert, beruht die Übersetzungskritik auf den Differenzen zwischen Übersetzung und Original. Einerseits steht das UeDeKo-Projekt in der Tradition der deutschen Romantik über die Hermeneutik bis hin zu Benjamins Übersetzern und der Übersetzungskritik des Göttinger Projekts, andererseits spiegelt es den Verständnishorizont koreanischer Übersetzer wider, die die deutsche Literatur aufnehmen und interpretieren. Daher basiert dieses übersetzungskritische Projekt auf traditionsgebundener, aber fragender Grundhaltung, erweitert dabei zugleich die Debatten zur Sichtbarkeit des Übersetzers und des Übersetzungskritikers und verdeutlicht, dass es für eine fundierte Übersetzungskritik notwendig ist, den Verständnishorizont des Übersetzungskritikers offenzulegen.
Abstract
Das Institut für Übersetzungsforschung zur deutschen und koreanischen Literatur war während seines dreißigjährigen Bestehens von großer Bedeutung für die Entwicklung der Germanistik in Korea. Denn bei der Gründung wurde die Bedeutung des Übersetzens im Hinblick auf das Wesen einer Fremdsprachenphilologie und im notwendigen Austausch mit fremden Wissenschaften erläutert und dadurch mit dem Problem der wissenschaftlichen Identität verknüpft. Der Gründer, Prof. Dr. Byong-Ock Kim, machte nicht nur Übersetzungsunterstützung und Übersetzungsforschung, sondern auch Übersetzungskritik zu einer wichtigen Aufgabe des Institutes. Das Institut machte den ersten Schritt für die systematische und wissenschaftlich orientierte Übersetzungskritik in Zusammenarbeit mit dem Institut für deutschsprachige Kultur und Literatur durch das von der National Research Foundation of Korea unterstützte Projekt. Die Übersetzungskritik in Form dieses Gruppenforschungsprojekts betont von Anfang an die Besonderheit der literarischen Übersetzung und stellt die Übersetzungskritik als eine Form der Literaturkritik vor, die über die Übersetzungsbewertung hinausgeht. Im Unterschied zur bestehenden Übersetzungsbewertung, die auf der Äquivalenz basiert, beruht die Übersetzungskritik auf den Differenzen zwischen Übersetzung und Original. Einerseits steht das UeDeKo-Projekt in der Tradition der deutschen Romantik über die Hermeneutik bis hin zu Benjamins Übersetzern und der Übersetzungskritik des Göttinger Projekts, andererseits spiegelt es den Verständnishorizont koreanischer Übersetzer wider, die die deutsche Literatur aufnehmen und interpretieren. Daher basiert dieses übersetzungskritische Projekt auf traditionsgebundener, aber fragender Grundhaltung, erweitert dabei zugleich die Debatten zur Sichtbarkeit des Übersetzers und des Übersetzungskritikers und verdeutlicht, dass es für eine fundierte Übersetzungskritik notwendig ist, den Verständnishorizont des Übersetzungskritikers offenzulegen.
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