젊은 괴테와 천재미학- 수용과 풍자의 사이에서
Der junge Goethe und die Genieästhetik - zwischen Akzeptanz und Satire
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초록
Das Hauptziel vorliegender Arbeit besteht darin, die ambivalente Haltung des jungen Goethe gegenüber der Genieästhetik zu beleuchten. Wie bekannt ist, zeigt der junge Goethe seine Neigung zur Genieästhetik mit seinen sogenannten „Genie-Oden“. In Ganymed verleiht er dem Künstler die Kompetenz, in der Schönheit die Präsenz der Heiligkeit zu spüren und mithilfe dieser Empfinsamkeit auf die Göttlichkeit zu treffen. Solcher Hang zur Genieästhetik zeigt sich noch stärker in Prometheus: Hier wird der Künstler als ein zweiter Gott bezeichnet, der seine Befreiung aus allen Autoritäten erklärt und den Menschen nach seinem Bild schöpft. Im Sinne einer solchen Vergötterung des Künstlers stellt Prometheus den Höhepunkt der Genieästhetik dar; aber es ist gleichzeitig zu bemerken, dass der junge Goethe die Genieästhetik nicht nur akzeptiert, sondern auch als einen Gegenstand der Satire behandelt. Ein gutes Beispiel dazu ist sein Dramolett Des Künstlers Erdewallen. Hier erscheint der Künstler nicht als ein zweiter Gott, der aus seiner Schöpferkraft die ganze Welt neu erschafft, sondern als ein Weltmensch, der auf sein ästhetisches Ideal verzichtet und sich bei der Erschaffung nach den Vorgaben seines Kunden richtet, um sich und seine Familie zu ernähren. So wird des jungen Goethes ambivalente Auffassung zur Genieästhetik deutlich: Einerseits nimmt er sie auf, indem er in seinen Genie-Oden die Idee der Vergötterung des Künstlers ausgestaltet, aber anderseits parodiert er sie, indem er die wirkliche Lebensbedingung des Künstlers demaskiert. Um die Beziehung zwischen dem jungen Goethe und der Genieästhetik zu verdeutlichen, ist es vonnöten, seine Rede über Shakespeare, Zum Shakespeares Tag, zu betrachten. Trotz seines pathetischen Tons, der an die genieästhetische Genie-Oden erinnert, wird hier Shakespear nicht wegen seiner Schöpferkraft, sondern wegen seiner Fähigkeit, die Erscheinung der Welt zu bezeichnen und damit die Lebenswahrheit sichtbar zu machen, hochgepriesen. Aus der Tatsache, dass der junge Goethe, wie in seiner späteren Zeit, einen solchen realistischen Künstler hochschätzt, können wir schlussfolgern, dass er sogar in seiner „Geniezeit“ zur Genieästhetik eine gewisse Distanz wahrt.
Abstract
Das Hauptziel vorliegender Arbeit besteht darin, die ambivalente Haltung des jungen Goethe gegenüber der Genieästhetik zu beleuchten. Wie bekannt ist, zeigt der junge Goethe seine Neigung zur Genieästhetik mit seinen sogenannten „Genie-Oden“. In Ganymed verleiht er dem Künstler die Kompetenz, in der Schönheit die Präsenz der Heiligkeit zu spüren und mithilfe dieser Empfinsamkeit auf die Göttlichkeit zu treffen. Solcher Hang zur Genieästhetik zeigt sich noch stärker in Prometheus: Hier wird der Künstler als ein zweiter Gott bezeichnet, der seine Befreiung aus allen Autoritäten erklärt und den Menschen nach seinem Bild schöpft. Im Sinne einer solchen Vergötterung des Künstlers stellt Prometheus den Höhepunkt der Genieästhetik dar; aber es ist gleichzeitig zu bemerken, dass der junge Goethe die Genieästhetik nicht nur akzeptiert, sondern auch als einen Gegenstand der Satire behandelt. Ein gutes Beispiel dazu ist sein Dramolett Des Künstlers Erdewallen. Hier erscheint der Künstler nicht als ein zweiter Gott, der aus seiner Schöpferkraft die ganze Welt neu erschafft, sondern als ein Weltmensch, der auf sein ästhetisches Ideal verzichtet und sich bei der Erschaffung nach den Vorgaben seines Kunden richtet, um sich und seine Familie zu ernähren. So wird des jungen Goethes ambivalente Auffassung zur Genieästhetik deutlich: Einerseits nimmt er sie auf, indem er in seinen Genie-Oden die Idee der Vergötterung des Künstlers ausgestaltet, aber anderseits parodiert er sie, indem er die wirkliche Lebensbedingung des Künstlers demaskiert. Um die Beziehung zwischen dem jungen Goethe und der Genieästhetik zu verdeutlichen, ist es vonnöten, seine Rede über Shakespeare, Zum Shakespeares Tag, zu betrachten. Trotz seines pathetischen Tons, der an die genieästhetische Genie-Oden erinnert, wird hier Shakespear nicht wegen seiner Schöpferkraft, sondern wegen seiner Fähigkeit, die Erscheinung der Welt zu bezeichnen und damit die Lebenswahrheit sichtbar zu machen, hochgepriesen. Aus der Tatsache, dass der junge Goethe, wie in seiner späteren Zeit, einen solchen realistischen Künstler hochschätzt, können wir schlussfolgern, dass er sogar in seiner „Geniezeit“ zur Genieästhetik eine gewisse Distanz wahrt.
참고문헌 (13)
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