괴테의 낭만주의 비판
Goethes Kritik der Romantik
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초록
In der vorliegenden Arbeit werden die wichtigen Elemente der Goetheschen Romantikkritik ans Licht gebracht, insbesondere im Hinblick auf die Abwesenheit von Gegenwart oder Realität, die daraus resultierende Sehnsucht nach dem Mittelalter, die Welt der unendlichen Phantasie und die sich hierbei zeigende äußerste Subjektivität und Ablösung der Objektivität, sowie die mystische Transzendenz, die sich ins Religiöse versenkt. Diese kritischen Punkten sind zwar Kategorien, die auf dem bejahenden Standpunkt der Romantik mit positiven Elementen zurückzuführen sind, zur gleichen Zeit jedoch den großen Unterschied zwischen Goethe und den Romantikern im Hinblick auf die philosophische Aussicht und dem poetischen Ziel zeigen. Die Kunsttheorie der Romantik unterscheidet sich von der klassizistischen Kunsttheorie darin, dass die romantische Kunsttheorie mit dem Zentralbegriff des Unendlichen die Kunst aus der Verpflichtung der Naturnachahmung entlässt und sie zum Organ metaphysischer und religiöser Bedürfnisse macht. Deswegen wird das Autonomieprinzip jetzt zwar als unverbindlicher Ästhetizismus bezeichnet, aber die Kunst wird wieder einer Heteronomie moralischer und religiöser Wertbestimmungen untergeordnet. Goethes Romantik-Kritik besitzt, sowohl in den Schriften zur Kunst als auch zur Literatur, Gemeinsamkeiten, worauf sich das von der Romantik künstlerisch Gebildete richtet, wie etwa „das Extreme, das Abstruse, das Flache, das Freche, das Lüsterne, das Trockne, das Sentimentale“. Obwohl Goethe im Alter der Romantik gerade noch näher gekommen war, blieb der kritische Ton seiner Romantikkritik erhalten. Die endgültige Stelle, in der Goethe trotz seiner grundlegenden Anerkennung der Romantik Kritik äußert, ist die einseitige Absolutierung der romantischen Momente. Dies entspricht der Klage Goethes, dass die romantischen Phänomene in der Kunst, wie in Maximen und Reflexionen geschrieben, „endemisch und epidemisch” schon zur allgemeinen Tendenz geworden sind.. Goethes Fragestellung der Romantik gegenüber ist zeitgemäß, wenn man sowohl Rücksicht auf die Goethe-Zeit nimmt als auch die herrschende Situation der dekadenten Kunstwelt in der Jahrhundertwende des 19 Jahrhunderts bedenkt. Umso überraschender ist Goethes Romantikkritik, wenn man sich daran erinnert, dass die besonders krankhaften Phänomene der Deutschen, die sowohl in der Welt des Geistes als auch in derjenigen der Politik “alles zu einem Äußersten treibe[n]”, vor allem im frühen 20. Jahrhundert den deutschen Verfall verursachten und sich hierbei, obgleich bewusst oder unbewusst, auf die deutsche Romantik bezogen.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit werden die wichtigen Elemente der Goetheschen Romantikkritik ans Licht gebracht, insbesondere im Hinblick auf die Abwesenheit von Gegenwart oder Realität, die daraus resultierende Sehnsucht nach dem Mittelalter, die Welt der unendlichen Phantasie und die sich hierbei zeigende äußerste Subjektivität und Ablösung der Objektivität, sowie die mystische Transzendenz, die sich ins Religiöse versenkt. Diese kritischen Punkten sind zwar Kategorien, die auf dem bejahenden Standpunkt der Romantik mit positiven Elementen zurückzuführen sind, zur gleichen Zeit jedoch den großen Unterschied zwischen Goethe und den Romantikern im Hinblick auf die philosophische Aussicht und dem poetischen Ziel zeigen. Die Kunsttheorie der Romantik unterscheidet sich von der klassizistischen Kunsttheorie darin, dass die romantische Kunsttheorie mit dem Zentralbegriff des Unendlichen die Kunst aus der Verpflichtung der Naturnachahmung entlässt und sie zum Organ metaphysischer und religiöser Bedürfnisse macht. Deswegen wird das Autonomieprinzip jetzt zwar als unverbindlicher Ästhetizismus bezeichnet, aber die Kunst wird wieder einer Heteronomie moralischer und religiöser Wertbestimmungen untergeordnet. Goethes Romantik-Kritik besitzt, sowohl in den Schriften zur Kunst als auch zur Literatur, Gemeinsamkeiten, worauf sich das von der Romantik künstlerisch Gebildete richtet, wie etwa „das Extreme, das Abstruse, das Flache, das Freche, das Lüsterne, das Trockne, das Sentimentale“. Obwohl Goethe im Alter der Romantik gerade noch näher gekommen war, blieb der kritische Ton seiner Romantikkritik erhalten. Die endgültige Stelle, in der Goethe trotz seiner grundlegenden Anerkennung der Romantik Kritik äußert, ist die einseitige Absolutierung der romantischen Momente. Dies entspricht der Klage Goethes, dass die romantischen Phänomene in der Kunst, wie in Maximen und Reflexionen geschrieben, „endemisch und epidemisch” schon zur allgemeinen Tendenz geworden sind.. Goethes Fragestellung der Romantik gegenüber ist zeitgemäß, wenn man sowohl Rücksicht auf die Goethe-Zeit nimmt als auch die herrschende Situation der dekadenten Kunstwelt in der Jahrhundertwende des 19 Jahrhunderts bedenkt. Umso überraschender ist Goethes Romantikkritik, wenn man sich daran erinnert, dass die besonders krankhaften Phänomene der Deutschen, die sowohl in der Welt des Geistes als auch in derjenigen der Politik “alles zu einem Äußersten treibe[n]”, vor allem im frühen 20. Jahrhundert den deutschen Verfall verursachten und sich hierbei, obgleich bewusst oder unbewusst, auf die deutsche Romantik bezogen.
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