한계, 지양 그리고 사회적 재생산 - 죽음의 문학적 형상화와 그 의미론
Grenze, Aufhebung und soziale Reproduktion - Verbildlichung des Todes und deren Bedeutung
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초록
Der Mensch stirbt alltäglich. Der Tod ist die Eigenschaft des Menschen, der im Unterschied zu den Tieren um den Tod des Anderen und sogar um seinen eigenen Tod weiß. Aber in Wirklichkeit kann niemand seinen eigenen Tod erleben, weil alle Wahrnehmungsorgane im Augenblick des Sterbens nicht mehr funktionieren. Damit stellt man fest, dass der Tod selbst ein eigenes Dasein hat, das man sich nur vorstellen könnte. Es gibt verschiedene Theorien und Analysen, die versucht haben, auf der philosophischen, soziologischen, anthropologischen Ebene den Tod zu erklären. Dabei hat man auf unterschiedliche Verbildlichungen des Todes und deren Bedeutung hingewiesen. Im Gegensatz zur hässlichen Darstellung des Todes im Barock akzentuiert Lessing in seiner Schrift Wie die Alten den Tod gebildet den engen Zusammenhang der metaphorischen Isotopien Tod und Schlaf in der altertümlichen Kunst. Seine Analyse verbindet sich wiederum mit Schillers Umdeutung des Todes in seiner Elegie Die Götter Griechenlands. Die beiden Versuche gelten gewissermaßen als eine christliche Aneignung der altertümlichen Kunst im weitesten Sinne. Die ästhetisch-rhetorische Evozierung des Todes in der Romantik, die der französische Historiker Ph. Ariès als “Tod des Anderen” bezeichnete, kann in Novalis' Hymnen an die Nacht bestätigt werden. Diese Hymnen beruhen zwar auf der Erfahrung des plötzlichen Todes seiner Braut, aber durch die Erkenntnis des inkommensurablen Todesgeheimnisses tritt die bloße authentische Beschreibung zugunsten der Intensität der literarisch-ästhetischen Sprache zurück. Es gibt noch eine ganz andere Verbildlichung des Todes, die im Zeitalter der industriellen, modernen Gesellschaft auftaucht. Der Tod in der Moderne wird hauptsächlich als ein sozialer Tod bezeichnet, dessen Art und Weise doch verschiedenartig interpretiert werden kann. Der Tod im Werk Hofmannsthals wird einigermaßen abstrakt und symbolisch verbildlicht, und in P. Celans Gedicht Todesfuge läßt sich die Doppeldeutigkeit des Todes finden, die zwischen Kontextualisierung und Entkontextualisierung des historischen Ereignisses schwebt. Die Verbildlichungen des Todes, die durch die Idee einer sogenannten “gesunden, vernünftigen Gesellschaft” negativ bewertet und verdrängt worden sind, tragen verschiedene Bedeutungen, die zwar in ihrem jeweiligen historischen Kontext situiert sind, doch von der kritischen bzw. affirmativen Perspektive entschlüsselt werden können.
Abstract
Der Mensch stirbt alltäglich. Der Tod ist die Eigenschaft des Menschen, der im Unterschied zu den Tieren um den Tod des Anderen und sogar um seinen eigenen Tod weiß. Aber in Wirklichkeit kann niemand seinen eigenen Tod erleben, weil alle Wahrnehmungsorgane im Augenblick des Sterbens nicht mehr funktionieren. Damit stellt man fest, dass der Tod selbst ein eigenes Dasein hat, das man sich nur vorstellen könnte. Es gibt verschiedene Theorien und Analysen, die versucht haben, auf der philosophischen, soziologischen, anthropologischen Ebene den Tod zu erklären. Dabei hat man auf unterschiedliche Verbildlichungen des Todes und deren Bedeutung hingewiesen. Im Gegensatz zur hässlichen Darstellung des Todes im Barock akzentuiert Lessing in seiner Schrift Wie die Alten den Tod gebildet den engen Zusammenhang der metaphorischen Isotopien Tod und Schlaf in der altertümlichen Kunst. Seine Analyse verbindet sich wiederum mit Schillers Umdeutung des Todes in seiner Elegie Die Götter Griechenlands. Die beiden Versuche gelten gewissermaßen als eine christliche Aneignung der altertümlichen Kunst im weitesten Sinne. Die ästhetisch-rhetorische Evozierung des Todes in der Romantik, die der französische Historiker Ph. Ariès als “Tod des Anderen” bezeichnete, kann in Novalis' Hymnen an die Nacht bestätigt werden. Diese Hymnen beruhen zwar auf der Erfahrung des plötzlichen Todes seiner Braut, aber durch die Erkenntnis des inkommensurablen Todesgeheimnisses tritt die bloße authentische Beschreibung zugunsten der Intensität der literarisch-ästhetischen Sprache zurück. Es gibt noch eine ganz andere Verbildlichung des Todes, die im Zeitalter der industriellen, modernen Gesellschaft auftaucht. Der Tod in der Moderne wird hauptsächlich als ein sozialer Tod bezeichnet, dessen Art und Weise doch verschiedenartig interpretiert werden kann. Der Tod im Werk Hofmannsthals wird einigermaßen abstrakt und symbolisch verbildlicht, und in P. Celans Gedicht Todesfuge läßt sich die Doppeldeutigkeit des Todes finden, die zwischen Kontextualisierung und Entkontextualisierung des historischen Ereignisses schwebt. Die Verbildlichungen des Todes, die durch die Idee einer sogenannten “gesunden, vernünftigen Gesellschaft” negativ bewertet und verdrängt worden sind, tragen verschiedene Bedeutungen, die zwar in ihrem jeweiligen historischen Kontext situiert sind, doch von der kritischen bzw. affirmativen Perspektive entschlüsselt werden können.
참고문헌 (19)
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- Hofmannsthal, "Hugo von, Gedichte EDramen" (1979)
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- Schiller, Friedrich, "Werke, Nationalausgabe, Weimar" (1968)
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- "http", wiki, pp.Totentanz
