괴테 텍스트의 냉소주의 코드 - 『베르테르』와 『파우스트』를 중심으로
Zur zynischen Code in Goethes Texten - Mit Fokussierung auf Die Leiden des jungen Werther und Faust
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초록
Die Bedeutung eines künstlerischen Textes liegt nicht für alle Zeiten fest. Der labyrinthische Diskurs unserer modernen Komplexitätserfahrungen verlangt stets nach dem Wandel von Perspektiven und nach neuen Theorien, die auf die jeweiligen transformierten Bedürfnislagen zurückgehen. Jede kritische Beschäftigung mit Goethe erfordert daher eine äußerst flexible Blickrichtung, weil ein großer Teil der Deutungsmodelle um Goethe fast inkommensurabel ist. Von daher soll die vorliegende Arbeit Goethes Texte Die Leiden des jungen Werther und Faust nicht mehr auf die 'Allgemeine-Code', die an die 'Werte-Ontologie' gebunden sind, sondern auf die besondere Code in bezug auf 'Zynismus' neu erschliessen. Wie bei Peter Sloterdijks Betrachtung "Zynismus ist das aufgeklärte falsche Bewusstsein" demonstriert werden kann, soll die zynische Code das modernisierte unglückliche Bewusstsein sein, an dem Aufklärung zugleich erfolgreich und vergeblich gearbeitet hat. Dabei lässt sich die zentrale Stellung des Zynismus als umfassendes gesellschafts- und vernunfkritisches Potential begreifen. In diesem Sinne bietet die vorliegende Studie einige Ansatzpunkte( 'Wahnsinn', 'Langsamkeit', 'Hyperrealität', 'Thanatos', 'Knecht', etc. ), die verhüllte Struktur von Goethes Ästhetik - hiermit läßt sich die 'Anti-Zentrismus' in Goethes Denkweg ermitteln - durch eine heuristische Sicht aufzudecken. In der Tat soll jede kulturelle institutionalisierte Disziplin die Programmatik umkreisen, nach der die Domestizierung der gegenaufklärerischen Energie(nun Zynische-Code) vollbracht werden kann. Die aufklärerischen Automomieansprüche richten sich nicht nur gegen die angsterregenden Abhängigkeiten von der äußeren Natur, sondern auch gegen die Abhängigkeiten von der inneren Natur (Begehren, Leidenschaft, etc.). Die Disziplinierung dieser mit der 'Differenz' umgehenden Ethik führte jedoch dazu, dass sie als fremder und bedrohlicher Zwang erfahren wurden. So war die aufklärerische Vernunft zwar in der Lage, einzelne Furchtkomplexe aufzulösen, erhöhte aber auf der anderen Seite das unheimliche Angstpotential im Menschen. Das ist Dialektik der Aufklärung, wie sie auch in den Die Leiden des jungen Werther und Faust vorgeführt wird.
Abstract
Die Bedeutung eines künstlerischen Textes liegt nicht für alle Zeiten fest. Der labyrinthische Diskurs unserer modernen Komplexitätserfahrungen verlangt stets nach dem Wandel von Perspektiven und nach neuen Theorien, die auf die jeweiligen transformierten Bedürfnislagen zurückgehen. Jede kritische Beschäftigung mit Goethe erfordert daher eine äußerst flexible Blickrichtung, weil ein großer Teil der Deutungsmodelle um Goethe fast inkommensurabel ist. Von daher soll die vorliegende Arbeit Goethes Texte Die Leiden des jungen Werther und Faust nicht mehr auf die 'Allgemeine-Code', die an die 'Werte-Ontologie' gebunden sind, sondern auf die besondere Code in bezug auf 'Zynismus' neu erschliessen. Wie bei Peter Sloterdijks Betrachtung "Zynismus ist das aufgeklärte falsche Bewusstsein" demonstriert werden kann, soll die zynische Code das modernisierte unglückliche Bewusstsein sein, an dem Aufklärung zugleich erfolgreich und vergeblich gearbeitet hat. Dabei lässt sich die zentrale Stellung des Zynismus als umfassendes gesellschafts- und vernunfkritisches Potential begreifen. In diesem Sinne bietet die vorliegende Studie einige Ansatzpunkte( 'Wahnsinn', 'Langsamkeit', 'Hyperrealität', 'Thanatos', 'Knecht', etc. ), die verhüllte Struktur von Goethes Ästhetik - hiermit läßt sich die 'Anti-Zentrismus' in Goethes Denkweg ermitteln - durch eine heuristische Sicht aufzudecken. In der Tat soll jede kulturelle institutionalisierte Disziplin die Programmatik umkreisen, nach der die Domestizierung der gegenaufklärerischen Energie(nun Zynische-Code) vollbracht werden kann. Die aufklärerischen Automomieansprüche richten sich nicht nur gegen die angsterregenden Abhängigkeiten von der äußeren Natur, sondern auch gegen die Abhängigkeiten von der inneren Natur (Begehren, Leidenschaft, etc.). Die Disziplinierung dieser mit der 'Differenz' umgehenden Ethik führte jedoch dazu, dass sie als fremder und bedrohlicher Zwang erfahren wurden. So war die aufklärerische Vernunft zwar in der Lage, einzelne Furchtkomplexe aufzulösen, erhöhte aber auf der anderen Seite das unheimliche Angstpotential im Menschen. Das ist Dialektik der Aufklärung, wie sie auch in den Die Leiden des jungen Werther und Faust vorgeführt wird.
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