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요코 다와다의 번역시학 – 「번역자의 문 또는 첼란이 일본어를 읽다」와 「거북이 문자」를 중심으로

Übersetzungspoetik Yoko Tawadas - Anhand der Texte “Das Tor des Übersetzers oder Celan liest Japanisch” und “Schrift einer Schildkröte”

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주제분류독일어와문학

초록

본 논문에서는 요코 다와다의 번역시학이 드러나 있는 「번역자의 문 또는 첼란이 일본어를 읽다」와 「거북이 문자」를 중심으로 다와다의 번역시학을 살핀다. 전자에서 작가는 첼란의 시집 『문지방에서 문지방으로』의 일본어 번역에 나타난 일곱 개의 한자가 門을 부수로 한다는 사실을 통해 門을 열쇠말로 삼아 시를 “아케이드”로 읽는 번역시학을 전개한다. 번역은 원본의 모사가 아니라 원본에 내재된 의미가 드러나는 새로운 육체라 한다. 첼란 시를 건축학적 구조로 접근하는 방식, 그로부터 나온 다와다의 번역시학은 벤야민의 번역 개념과 밀착되어 있다. 벤야민의 번역 개념에서 중요한 ‘글자 그대로의 성질’은 첼란 시의 번역가능성의 근거이다. 다와다는 이 개념을 「거북이 문자」에서 문학적 번역의 본질적 요소로 꼽는다. 하나의 시어를 문으로, 전체 시를 아케이드로 보는 다와다에게 원본과 번역의 관계는 시간적 선후관계가 아닌 공간적인 것으로 파악되며, 하나의 문학 텍스트에는 이미 수많은 낯선 언어들이 잠재적인, 미래의 번역으로 내재되어 있다. 이러한 사유는 다와다의 이중언어 글쓰기와도 연결된다. 모국어를 고수하는 작가들에게 고향 및 조국에 대한 의식이 각인되어 있는 반면, 다와다 문학의 토대는 언어로 짜인 초국가적인 상상의 공간으로 그 사이공간에서 언어 간 경계를 가로지르는 다와다의 글쓰기가 생성된다.

Abstract

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Übersetzungspoetik Yoko Tawadas auseinander, die in den beiden für das Thema relevanten Texten “Das Tor des Übersetzers oder Celan liest Japanisch” und “Schrift einer Schildkröte” zum Ausdruck kommt. Im Ersteren berichtet Tawada über ihre Lektüre der japanischen Übersetzung des Gedichtbands “Von Schwelle zu Schwelle” von Paul Celan, in der sieben Ideogramme, die das Radikal “Tor” in sich tragen, an entscheidenden Stellen auftauchen. Das Radikal “Tor” funktioniert als Schlüsselwort, durch das Tawada Celans Gedichte als “Arkade“ durchwandert, wobei sie ihren Begriff der Übersetzung entwickelt, nicht als Abbild des Originals, sondern als einen neuen Körper, in dem sich eine dem Original innewohnende Bedeutung äußert. Diese Auffassung der Übersetzung beruht auf dem Begriff der Übersetzbarkeit bei Walter Benjamin. Tawadas Herangehensweise an Celans Gedichte als architektonische Gebilde und die daraus entstandene Übersetzungspoetik stehen eng im Zusammenhang mit Benjamins Sprachphilosophie und Übersetzungsbegriff. In der bisherigen Forschung wird hauptsächlich auf den theoretischen Ansatz fokussiert, ohne den Bezügen auf Celans Gedichte im Detail nachzugehen. In der vorliegenden Arbeit wird zunächst versucht, Tawadas Lektüre von Celans Gedichten durch den roten Faden der sieben Ideogramme zu rekonstruieren, wobei die Wirkungszusammenhänge der Gedichte Celans auf die Übersetzungspoetik Tawadas deutlich werden. Dazu wird auch Celans Übersetzungspoetik skizziert und seine Übersetzung von Shakespeares Sonett 105 als Beispiel genannt. In der Analyse der Übersetzung Peter Szondis wird gezeigt, dass in Celans Übersetzung die Wörtlichkeit im Sinne von Benjamin im Vordergrund steht, die Tawada in ihrem Essay als Eigenschaft der Gedichte Celans für ihre Übersetzbarkeit herausgearbeitet hat und in ihrer Poetikvorlesung “Schrift einer Schildkröte” als wesentliches Merkmal der literarischen Übersetzung nennt. In den Gedichten Celans als “Arkade” ist die Relation zwischen Original und Übersetzung nicht zeitlich, sondern räumlich zu verstehen. Es gibt nicht nur eine Eins-zu-eins-Beziehung zwischen Original und Zielsprache, sondern in einem literarischen Text wohnen schon viele fremde Sprachen als potenzielle, zukünftige Übersetzung. Diese Auffassung verhilft dazu, Tawadas zweisprachiges Schreiben zu verstehen. Anders als die meisten Dichter, die auf der Muttersprache beharren und die sich bewusst oder unbewusst mit dem Heimatland verbunden fühlen, schreibt Tawada zweisprachig. Ihre Heimat wird nicht geographisch festgesetzt und der Boden, auf dem ihr Schreiben basiert, scheint weder Japan noch Deutschland, vielmehr ein transnationaler, durch die Sprache verwobener imaginärer Raum zu sein. Ob Tawadas Schreiben in einer globalen Zeit, in der man viel reist und seinen Wohnort frei aussuchen kann, realistisch ist und sich als neue Weltliteratur etabliert, steht offen.

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