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Das Motiv der Versteinerung und die Kunst - am Beispiel von Goethe Das Märchen, E.T.A. Hoffmann Der goldene Topf und Antonia S. Byatt Frau aus Stein

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주제분류독일어와문학

초록

In diesem Aufsatz geht es um drei Märchen, in denen Steine eine mehr oder weniger prominente Rolle spielen, also das Reich des Anorganischen in den Mittelpunkt rückt. Davon ausgehend liegt der Fokus außerdem auf dem Motiv der Versteinerung, einer Metamorphose, der man in der Mythologie und auch im Märchen immer wieder begegnet. Diese Art der Verwandlung steht jeweils in einem engen Zusammenhang mit dem Schaffen von Kunst. In Goethes Märchen bilden die einzelnen Versteinerungen Kunstwerke, auf der Handlungsebene sind sie Elemente bei der Gestaltung des neuen Königreiches. In ihrer Gesamtheit schaffen sie mit allen anderen Verwandlungen das poetische Märchen, das wie jedes Kunstwerk vieldeutig ist und immer wieder neu gelesen werden kann. Bei E.T.A. Hoffmanns Märchen vom Goldenen Topf ist die Versteinerung eine Form der Bestrafung und führt zur Erlösung: Anselmus’ Berufung zum Dichter wird dadurch verwirklicht. Dieses Ereignis wird zudem in den naturphilosophischen Zusammenhang eines Stufenmodells eingebettet, in dem die Steinarten ihre Eigenbedeutung entfalten und wie in Goethes Märchen mit religiösen und alchemistischen Bezügen ausgestattet sind. In Antonia Byatts modernem Märchen Frau aus Stein ist der Vorgang der Verwandlung selbst Gegenstand der Geschichte. Byatt reflektiert das Verhältnis Anorganisch-Organisch im naturwissenschaftlich exakten Sinn ebenso wie im phantastischen Sinn. Durch den Bildhauer wird die Stein gewordene Frau zum künstlerischen Ereignis, bei dem die Natur in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen rückt.

Abstract

In diesem Aufsatz geht es um drei Märchen, in denen Steine eine mehr oder weniger prominente Rolle spielen, also das Reich des Anorganischen in den Mittelpunkt rückt. Davon ausgehend liegt der Fokus außerdem auf dem Motiv der Versteinerung, einer Metamorphose, der man in der Mythologie und auch im Märchen immer wieder begegnet. Diese Art der Verwandlung steht jeweils in einem engen Zusammenhang mit dem Schaffen von Kunst. In Goethes Märchen bilden die einzelnen Versteinerungen Kunstwerke, auf der Handlungsebene sind sie Elemente bei der Gestaltung des neuen Königreiches. In ihrer Gesamtheit schaffen sie mit allen anderen Verwandlungen das poetische Märchen, das wie jedes Kunstwerk vieldeutig ist und immer wieder neu gelesen werden kann. Bei E.T.A. Hoffmanns Märchen vom Goldenen Topf ist die Versteinerung eine Form der Bestrafung und führt zur Erlösung: Anselmus’ Berufung zum Dichter wird dadurch verwirklicht. Dieses Ereignis wird zudem in den naturphilosophischen Zusammenhang eines Stufenmodells eingebettet, in dem die Steinarten ihre Eigenbedeutung entfalten und wie in Goethes Märchen mit religiösen und alchemistischen Bezügen ausgestattet sind. In Antonia Byatts modernem Märchen Frau aus Stein ist der Vorgang der Verwandlung selbst Gegenstand der Geschichte. Byatt reflektiert das Verhältnis Anorganisch-Organisch im naturwissenschaftlich exakten Sinn ebenso wie im phantastischen Sinn. Durch den Bildhauer wird die Stein gewordene Frau zum künstlerischen Ereignis, bei dem die Natur in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen rückt.

참고문헌 (21)

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  17. Schrott, Raoul, "Erste Erde Epos" (2016)
  18. Schubert, Gotthilf Heinrich, "Ahndungen einer allgemeinen Geschichte des Lebens, Erster Theil" (1806)
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