자연과학 실험장으로서의 문학 - 노발리스의 「클링조어 메르헨」을 중심으로
Novalis' Poesie als naturwissenschaftliches Laboratorium- Am Beispiel von Klingsohrs Maerchen
0
조회
0
다운로드
4
인용
0
참고문헌
키워드
초록
In der vorliegenden Arbeit wird die Wirkung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse auf Klingsohrs Märchen von Novalis untersucht. Es ist unstreitig, dass Novalis im 18ten Jahrhundert “der neben Goethe naturwissenschaftlich kompetenteste Dichter” war. Der Dichter und Naturforscher Novalis versucht, “mit Bildern und Begriffen im Vorstell[ungs] Vermögen ganz auf eine dem phys[ikalischen] Experim[entiren] analoge Weise” umzugehen. Das sei “Experimentalphysik des Geistes”, meint Novalis. In Brouillon erwähnt er als Beispiel einer gelungenen Verbindung von naturwissenschaftlicher Kenntnis und poetischer Darstellung das “pysikalische Wundermärchen” der Comtesse Genlis. Er versucht auch die chemischen und pysikalischen Gesetzmäßigkeiten der natürlichen Materien in der eigenen Dichtung zu realisieren. So plant er Klingsohrs Märchen als “Anspielungen auf Elektricität, Magnetism und Galvanism”. Aber darüberhinaus kann man an diesem Text das gesamte Naturwissen des Novalis überblicken. Im Bereich der Astromie springt die Verkörperung von Sternen und Sternbildern in die Augen, die zu Arcturs Reich gehören, vor allem dieser selbst als hellster Stern des nördlichen Bootes. Die Sterne als materielle Körper sind der von Newton entdeckten Schwerkraft unterworfen. Darauf weist “das aus Zufall und Notwendigkeit gemischte Kartenspiel hin, das sie zu geregelten Bewegungen anleitet”. Zu den Dienern Arcturs gehören auch Eisen, Gold, Zink und Turmalin, die offensichtlich mit den “Geistern der Natur” gemeint sind. Diese Stoffe als natürliche Dinge haben magnetische, galvanische und elektrische Kräfte inne. Das “zarte eiserne Stäbchen” vom zersplitterten Schwert Eisens zeigt bei der Menschenfamilie seine Fähigkeit nach Norden zu weisen. Die statische Elektrizität des wundersamen Minerals Turmalin sammelt die zerstreute Asche der verbrannten Mutter. Gold und Zink bilden die galvanische Kette, durch deren Kraft Atlas und Vater wiederbelebt werden. Freya wird durch die körperliche galvanische Kette, d.h. einen langen Kuss (eine Kette) der Liebe erweckt. Die Asche des Herzens (Mutter) wird im geheimnisvollen Wasser Sophiens chemisch aufgelöst und “zum Trank des ewigen Lebens” verwandelt. Die Analyse beweis also, dass chemische und pysikalische Veränderungsvorgänge in diesem Märchen eine große Rolle spielen. In Klingsohrs Märchen fungieren die naturwissenschaftlichen Kenntnisse seines Autors nämlich zugleich als poetische Strategien.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird die Wirkung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse auf Klingsohrs Märchen von Novalis untersucht. Es ist unstreitig, dass Novalis im 18ten Jahrhundert “der neben Goethe naturwissenschaftlich kompetenteste Dichter” war. Der Dichter und Naturforscher Novalis versucht, “mit Bildern und Begriffen im Vorstell[ungs] Vermögen ganz auf eine dem phys[ikalischen] Experim[entiren] analoge Weise” umzugehen. Das sei “Experimentalphysik des Geistes”, meint Novalis. In Brouillon erwähnt er als Beispiel einer gelungenen Verbindung von naturwissenschaftlicher Kenntnis und poetischer Darstellung das “pysikalische Wundermärchen” der Comtesse Genlis. Er versucht auch die chemischen und pysikalischen Gesetzmäßigkeiten der natürlichen Materien in der eigenen Dichtung zu realisieren. So plant er Klingsohrs Märchen als “Anspielungen auf Elektricität, Magnetism und Galvanism”. Aber darüberhinaus kann man an diesem Text das gesamte Naturwissen des Novalis überblicken. Im Bereich der Astromie springt die Verkörperung von Sternen und Sternbildern in die Augen, die zu Arcturs Reich gehören, vor allem dieser selbst als hellster Stern des nördlichen Bootes. Die Sterne als materielle Körper sind der von Newton entdeckten Schwerkraft unterworfen. Darauf weist “das aus Zufall und Notwendigkeit gemischte Kartenspiel hin, das sie zu geregelten Bewegungen anleitet”. Zu den Dienern Arcturs gehören auch Eisen, Gold, Zink und Turmalin, die offensichtlich mit den “Geistern der Natur” gemeint sind. Diese Stoffe als natürliche Dinge haben magnetische, galvanische und elektrische Kräfte inne. Das “zarte eiserne Stäbchen” vom zersplitterten Schwert Eisens zeigt bei der Menschenfamilie seine Fähigkeit nach Norden zu weisen. Die statische Elektrizität des wundersamen Minerals Turmalin sammelt die zerstreute Asche der verbrannten Mutter. Gold und Zink bilden die galvanische Kette, durch deren Kraft Atlas und Vater wiederbelebt werden. Freya wird durch die körperliche galvanische Kette, d.h. einen langen Kuss (eine Kette) der Liebe erweckt. Die Asche des Herzens (Mutter) wird im geheimnisvollen Wasser Sophiens chemisch aufgelöst und “zum Trank des ewigen Lebens” verwandelt. Die Analyse beweis also, dass chemische und pysikalische Veränderungsvorgänge in diesem Märchen eine große Rolle spielen. In Klingsohrs Märchen fungieren die naturwissenschaftlichen Kenntnisse seines Autors nämlich zugleich als poetische Strategien.
참고문헌 (12)
- Novalis Schriften, "Hrsg.v. P. Kluckhohn u. R. Samuel in Zusammenarbeit mit H.-J. M?l u. G. Schulz. Dritte, v. den Hrsg. durchgesehene u. rev. Aufl. Stuttgart 1975-1983. Bd. 1: Das dichterische Werk. 1977: Bd.2: Das philosophische Werk I. 1981; Bd. 3: Das philosophische Werk II. 1983; Bd. 4: Tageb?her, Briefwechsel, Zeitgen?sische Zeugnisse. 1975", ~ (1975)
- Ritter, Johann Wilhelm, "Fragmente aus dem Nachlasse eines jungen Physikers. Ein Taschenbuch f? Freunde der Natur. Leipzig", Weimar 1984(Faksimile nach der Ausgabe von 1810)
- Bark, Irene, "Spur der Empfindung im anorganischen Reiche”. Novalis' Poetik des Galvanismus im Kontext der fruhromantischen Philosophie und Naturwissenschaft. In: Fulda, Daniel", Prufer, Thomas(Hg): Faktenglaube und fiktionales Wissen. Frankfurt a. Main 1996, S. 93-127
- Daiber, J?gen, "Experimentalphysik des Geistes: Novalis und das romantische Experiment. G?tingen 2001", ~ (2001)
- Diez, Max, "Novalis und das allegorische M?chen(1933). In: Schulz, Gerhard(Hg.): Novalis. Darmstadt 1986, S. 131-159", ~ (1933)
- Esselborn, Hans, "Poetisierte Physik. Romantische Mythologie in Klingsohrs M?chen, In: Aurora. Jahrbuch der Eichendorff-Gesellschaft 47(1987), S. 137-158", ~ (1987)
- Liedtke, Ralf, "Das romantische Paradigma der Chemie. Friedrich von Hardenbergs Naturphilosophie zwischen Empirie und alchemisticher Spekulation. Paderborn 2003", ~ (2003)
- Neubauer, John, "Das Verst?dnis der Naturwissenschaften bei Novalis und Goethe. In: Uerlings, Herbert(Hg.): Novalis und die Wissenschaften. T?ingen 1997, S. 49-63", ~ (1997)
- Uerlings, Herbert, "Novalis und die Wissenschaften. Forschungsstand und Perspektiven. In: Uerlings Herbert(Hg.): Novalis und die Wissenschaften. T?ingen 1997, S. 1-22", ~ (1997)
- W?l, Paul-Wolfgang, "Das deutsche Kunstm?chen. Geschichte, Botschaft und Erz?lstruktur. Hohengehren 2003", ~ (2003)
- 미치오 카쿠, "평행우주" (2005), 김영사
- 이온화, "노발리스 문학과 자연과학", 괴테연구, 20, pp.159~182 (2007)
