tun-분석적 구문의 사회문화적 낙인과정과 평가
Die soziokulturelle Stigmatisierung und Bewertung der tun-analytischen Konstruktion
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초록
현대 (표준)독일어에서 조동사 tun은 순수 부정형 본동사와 함께 일종의 통사적 틀을 이루며, 이를 ‘tun-분석적 구문’이라 한다. 이 구문은 고고지독일어 시기부터 등장했으며, 후기중고지독일어 시기부터 사용 빈도가 점차 증가했다. 이후 초기신고지독일어 시기에는 구문의 사용 빈도가 정점을 찍었다. 그러나 17세기 이후 본격화된 독일어 표준화 및 규범화 과정에서 tun-분석적 구문은 점차 비규범적이고 불필요한 표현으로 낙인찍혔다. 이 낙인 과정을 네 개의 시기로 구분할 수 있다. 1단계(1640년 이전) 시기에는 tun-분석적 구문이 보편적으로 사용되었다. 그러나 2단계(1640-1680) 시기부터 시학 영역에서 부정적 인식이 형성되었고, 3단계(1680-1740) 시기에는 tun-분석적 구문이 언어생활 전반에서 회의적인 평가를 받기 시작했다. 4단계(1740년 이후) 시기에는 tun-분석적 구문이 하층민의 표현으로 여겨졌다. 구문에 대한 부정적 평가는 19세기까지 계속되었으나, 20세기 이후 변화가 나타났다. 독일어의 정통성과 표준을 대표하는 두덴 출판사의 『문법』에 따르면, 특히 제1유형 ‘VV INF + tun’은 점차 표준어적 표현으로 용인되었으며, 21 세기에 들어 ‘문어 독일어’에서도 사용된다고 설명한다. 반면 제2유형 ‘tun + VVINF ’와 제3유형 ‘täte + VVINF ’는 여전히 ‘지역적’ 혹은 ‘방언적’ 표현으로 간주되고 있다.
Abstract
In der modernen (standard-)deutschen Sprache bildet das Hilfsverb tun zusammen mit rein infinitiven Vollverben eine Art syntaktischen Rahmen, der als „tun-analytische Konstruktion“ bezeichnet wird. Diese Konstruktion trat bereits im Althochdeutschen auf, ihre Häufigkeit nahm jedoch erst seit dem Spätmittelhochdeutschen allmählich zu. In der frühneuhochdeutschen Zeit erreichte sie ihren Höhepunkt. Doch im Zuge der Standardisierungs- und Normierungsprozesse, die seit dem 17. Jahrhundert verstärkt einsetzten, wurde die tun-analytische Konstruktion zunehmend als nicht normgerechte und überflüssige Ausdrucksweise stigmatisiert. Dieser Stigmatisierungsprozess lässt sich in vier Phasen unterteilen. In der ersten Phase(vor 1640) war die tun-analytische Konstruktion weit verbreitet. Ab der zweiten Phase(1640–1680) begann sie in der Poetik auf Ablehnung zu stoßen. In der dritten Phase(1680–1740) wurde sie zunehmend in der allgemeinen Sprachverwendung skeptisch bewertet. In der vierten Phase(ab 1740) galt sie schließlich als Ausdruck der Unterschicht. Die negative Einschätzung dieser Konstruktion hielt bis ins 19. Jahrhundert an, doch ab dem 20. Jahrhundert zeichnete sich ein Wandel ab. Laut der vom Dudenverlag herausgegebenen Die Grammatik, die als maßgebliches Werk für die Authentizität und Normierung des Deutschen gilt, wurde insbesondere der erste Typ(VVINF + tun) zunehmend als standardsprachlicher Ausdruck akzeptiert und ist im 21. Jahrhundert sogar in der geschriebenen Sprache nachweisbar. Hingegen gelten der zweite Typ(tun + VVINF ) und der dritte Typ(täte + VVINF ) weiterhin als „regionale“ bzw. „dialektale“ Ausdrucksweisen.
