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Werden+Infinitiv 구조의 문법화 과정과 현재적 의미

Zur Grammatikalisierung und gegenwärtigen Funktion von werden+Infinitiv als Futur-Tempus

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주제분류독일어와문학

초록

Aus den geschichtlichen Untersuchungen ist festzustellen, dass die Konstruktion “werden+Infinitiv” seit dem 13. Jahrhundert als Futurmarkierung im oberdeutschen Gebiet entsteht und sich im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts ausbreitet. Seitdem steht werden in Konkurrenz zu anderen möglichen Kandidaten der Futurmarkierung, insbesondere zu den Modalverben sollen, wollen und müssen, die seit dem Althochdeutschen in Kontexten mit futurischer Zeitreferenz verwendet wurden. Besonders durch die Übersetzung der lateinischen Texte und der Bibel ins Deutsche hat die Fügung “werden+Infinitiv” im Deutschen als Futur-Tempus einen festen Platz im deutschen Tempussystem eingenommen. In den meisten Grammatiken wird die Konstruktion “werden+Infinitiv” als Futur-Tempus dargestellt. Trotzdem wird von einigen Grammatikern behauptet, dass das werden-Futur neben dem Futur II die am seltensten verwendete Tempusform des Deutschen sei. Auch heute noch wird hauptsächlich das Präsens für zukunftsbezogene Aussagen verwendet, z.B. Ich gehe morgen ins Kino. Typologisch wird das deutsche Futur-Tempus als ein eher seltener Grammatikalisierungspfad betrachtet, während die meisten germanischen Sprachen die universal gut belegten Grammatikalisierungspfade begangen haben, wobei als Spender entweder die Modalverben sollen und wollen (z.B. Englisch will/shall) oder die Bewegungsverben gehen, kommen (z.B. Englisch be going to) dienten. “Auch im Deutschen zeichnete sich zunächst ein eher gewöhnlicher Entstehungsweg des Futurauxiliars aus Modalverben sb und bereits im Althochdeutschen wurden skulan (nhd. sollen, müssen), seltener wellen (nhd. wollen) oder mugan (nhd können) + Infinitiv zum Futurausdruck herangezogen (R. Szczepaniak 2009: 144).” Doch im Deutschen hat kein Modalverb die letzte Stufe in der Entwicklung vom Modalverb > Intention > Futur erreicht. Im Kapitel 2 wird erörtert, wie die Fügung “werden+Infinitiv” im Deutschen als Futur-Tempus grammatikalisiert wird, wobei das Model von E.C. Traugott (1995) und die Erklärung von B. Heine (1995) vorgestellt werden. Im dritten Kapitel wird der Roman von Peter Stamm Agnes analysiert, wobei es sich um die Feststellung der Verwendungsweisen im heutigen gesprochenen Deutschen handelt. Aus dieser Untersuchung ist zu schließen, dass die Grammatikalisierung der Fügung “werden+Infinitiv” als Futur-Tempus als ein plausibler Grammatikalisierungsprozess zu betrachten ist. Diese Tatsache wird darauf zurückgeführt, dass das Verb werden semantische und distributionelle Eigenschaften hat, die es zu einem guten Kandidaten für die Grammatikalisierung zum Futurmarker machen. Dagegen hat die Tatsache, dass den deutschen Modalverben zu jeder Zeit eine Modalquelle inhährent ist, ihre Interpretation als reine Futurmarkierung behindert. Daher ist die Fügung “werden+Infinitiv” als Futur-Marker als ein Prozess der kontextgebundenen Reinterpretation und ein charakteristisches Merkmal der Unidirektionalität anzunehmen. Durch die Analyse des Romans“Agnes” im dritten Kapitel habe ich auch festgestellt, dass die Fügung “werden+Infinitiv” eher in den zukunftsbezogenen Kontexten mit epistemischer Modalität verwendet wird, während das Präsens eher allgemeingültige Sachverhalte oder ein rein zukünftiges Geschehen ausdrückt. Dadurch wird auch die These von H. Weinrich (1993: 231) bestätigt, “dass das Zukünftige ja noch aussteht, weshalb jede Prädikation über die Zukunft auf bloßer Wahrscheinlichkeit beruht”, während es beim Präsens um keine vorausschauende Perspektive geht, sondern schlicht um die Handlungskette, die aus der gegenwärtigen Situation heraus weiterentwickelt wird und in die meistens unmittelbar bevorstehende Zukunft hineinläuft, was oft schon aus dem Kontext oder durch begleitende Adverbien zusätzlich gekennzeichnet wird. Verschiedene Verwendungsweisen von der Fügung “werden+Infinitiv” sind keine verschiedenen Bedeutungen des Futur-Tempus, sondern die möglichen Gebrauchsvarianten, die in Abhängigkeit vom Text- und Situationszusammenhang aktualisieren und die Temporalität einer Äußerung zum Ausdruck bringt, wie W. Flämig (1991) behauptet.

Abstract

Aus den geschichtlichen Untersuchungen ist festzustellen, dass die Konstruktion “werden+Infinitiv” seit dem 13. Jahrhundert als Futurmarkierung im oberdeutschen Gebiet entsteht und sich im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts ausbreitet. Seitdem steht werden in Konkurrenz zu anderen möglichen Kandidaten der Futurmarkierung, insbesondere zu den Modalverben sollen, wollen und müssen, die seit dem Althochdeutschen in Kontexten mit futurischer Zeitreferenz verwendet wurden. Besonders durch die Übersetzung der lateinischen Texte und der Bibel ins Deutsche hat die Fügung “werden+Infinitiv” im Deutschen als Futur-Tempus einen festen Platz im deutschen Tempussystem eingenommen. In den meisten Grammatiken wird die Konstruktion “werden+Infinitiv” als Futur-Tempus dargestellt. Trotzdem wird von einigen Grammatikern behauptet, dass das werden-Futur neben dem Futur II die am seltensten verwendete Tempusform des Deutschen sei. Auch heute noch wird hauptsächlich das Präsens für zukunftsbezogene Aussagen verwendet, z.B. Ich gehe morgen ins Kino. Typologisch wird das deutsche Futur-Tempus als ein eher seltener Grammatikalisierungspfad betrachtet, während die meisten germanischen Sprachen die universal gut belegten Grammatikalisierungspfade begangen haben, wobei als Spender entweder die Modalverben sollen und wollen (z.B. Englisch will/shall) oder die Bewegungsverben gehen, kommen (z.B. Englisch be going to) dienten. “Auch im Deutschen zeichnete sich zunächst ein eher gewöhnlicher Entstehungsweg des Futurauxiliars aus Modalverben sb und bereits im Althochdeutschen wurden skulan (nhd. sollen, müssen), seltener wellen (nhd. wollen) oder mugan (nhd können) + Infinitiv zum Futurausdruck herangezogen (R. Szczepaniak 2009: 144).” Doch im Deutschen hat kein Modalverb die letzte Stufe in der Entwicklung vom Modalverb > Intention > Futur erreicht. Im Kapitel 2 wird erörtert, wie die Fügung “werden+Infinitiv” im Deutschen als Futur-Tempus grammatikalisiert wird, wobei das Model von E.C. Traugott (1995) und die Erklärung von B. Heine (1995) vorgestellt werden. Im dritten Kapitel wird der Roman von Peter Stamm Agnes analysiert, wobei es sich um die Feststellung der Verwendungsweisen im heutigen gesprochenen Deutschen handelt. Aus dieser Untersuchung ist zu schließen, dass die Grammatikalisierung der Fügung “werden+Infinitiv” als Futur-Tempus als ein plausibler Grammatikalisierungsprozess zu betrachten ist. Diese Tatsache wird darauf zurückgeführt, dass das Verb werden semantische und distributionelle Eigenschaften hat, die es zu einem guten Kandidaten für die Grammatikalisierung zum Futurmarker machen. Dagegen hat die Tatsache, dass den deutschen Modalverben zu jeder Zeit eine Modalquelle inhährent ist, ihre Interpretation als reine Futurmarkierung behindert. Daher ist die Fügung “werden+Infinitiv” als Futur-Marker als ein Prozess der kontextgebundenen Reinterpretation und ein charakteristisches Merkmal der Unidirektionalität anzunehmen. Durch die Analyse des Romans“Agnes” im dritten Kapitel habe ich auch festgestellt, dass die Fügung “werden+Infinitiv” eher in den zukunftsbezogenen Kontexten mit epistemischer Modalität verwendet wird, während das Präsens eher allgemeingültige Sachverhalte oder ein rein zukünftiges Geschehen ausdrückt. Dadurch wird auch die These von H. Weinrich (1993: 231) bestätigt, “dass das Zukünftige ja noch aussteht, weshalb jede Prädikation über die Zukunft auf bloßer Wahrscheinlichkeit beruht”, während es beim Präsens um keine vorausschauende Perspektive geht, sondern schlicht um die Handlungskette, die aus der gegenwärtigen Situation heraus weiterentwickelt wird und in die meistens unmittelbar bevorstehende Zukunft hineinläuft, was oft schon aus dem Kontext oder durch begleitende Adverbien zusätzlich gekennzeichnet wird. Verschiedene Verwendungsweisen von der Fügung “werden+Infinitiv” sind keine verschiedenen Bedeutungen des Futur-Tempus, sondern die möglichen Gebrauchsvarianten, die in Abhängigkeit vom Text- und Situationszusammenhang aktualisieren und die Temporalität einer Äußerung zum Ausdruck bringt, wie W. Flämig (1991) behauptet.

참고문헌 (16)

  1. 이정민, "언어학 사전" (1987), 박영사
  2. 페터 슈탐, "아그네스" (2010), 문학동네
  3. Admoni, Wladimir, "Historische Syntax des Deutschen" (1990), Niemeyer
  4. Bybee, J.L., "Back to the future, In Approaches to grammaticalization. Vol. II. Focus on types of grammatical markers", pp.17~58 (1991), Amsterdam, Philadelphia
  5. Diewald, Gabriele, "Die Entwicklung von werden+Infinitiv als Futurgrammem. Ein Beispiel für das Zusammenwirken von Grammatikalisierungen, Sprachkontakt und soziokulturellen Faktoren, In Grammatikalisierung im Deutschen", pp.229~250 (2005), Berlin, New York
  6. Engel, Ulrich, "Deutsche Grammatik" (1988), Julius Groos Verlag
  7. Flämig, Walter, "Grammatik des Deutschen, In Einführung in die Strukturund Wirkungszusammenhänge" (1991), Akademie Verlag
  8. Heine, Bernd, "On the Geman werden future, In Discourse grammar and typology: papers in honor of John W.M. Verhaar", pp.119~138 (1995), Amsterdam, Philadelphia
  9. Helbig, Gerhard, "Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den Ausländerunterricht" (1988), Verlag Enzyklopädie
  10. IDS, "Grammatik der deutschen Sprache. 3. Bände" (1997), de Gruyter
  11. Saltveit, Laurits, "Studien zum deutschen Futur, In Die Fügungen werden mit dem Partizip des Präsens und werden mit dem Infinitiv in ihren heutigen Funktionen un dihrer geschichtlichen Entwicklung", pp.1962, Bergen
  12. Szczepaniak, Renata, "Grammatikalisierung im Deutschen, In Eine Einführung" (2009), Gunter Narr Verlag
  13. Traugott, E.C., "Approaches to grammaticalization. Vol. II, In Focus on types of grammatical markers" (1995), Amsterdam, Philadelphia
  14. Traugott, E.C., "): Subjectification in grammaticalization, In Subjectivity ans Subjectivisation in Language", pp.31~54 (1995), Cambridge
  15. Weinrich, Harald, "Textgrammatik der deutschen Sprache" (1993), Dudenverlag
  16. Stamm, Peter, "Agnes" (1998), Fischer Taschenbuch Verlag

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