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기억하기로서의 인터뷰 다큐멘터리 - 「블랙박스 독일연방공화국 Black Box BRD」을 중심으로

Interviewdokumentarfilm als Erinnern: Andres Veiels Black Box BRD

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주제분류독일어와문학

초록

Heutzutage ist ein Dokumentarfilm ohne Interviewszenen kaum denkbar. Dabei ist das Interview jedoch keine eigene Methode des Dokumentarfilms, noch ist es ein unentbehrlicher Bestandteil. Nach dem Duden stammt das Wort Interview aus dem französischen Ausdruck ‘rendez vous’, das “verabredete Zusammenkunft” bedeutet. Es war als eine Technik der Meinungs- und Informationsbeschaffung längst in Gebrauch, zuerst in der Kriminalistik, dann auch unter Volkskundlern und Ethnologen, in der Medizin und zuletzt auch in den Sozialwissenschaften. Beim Interview im heutigen Sinne handelt es sich um eine gezielte Befragung von Personen durch einen Interviewer zur Ermittlung allgemein sachlicher oder personenbezogener Informationen. In dieser Hinsicht kann man den Interviewdokumentarfilm als Dokumentarfilm definieren, dessen größter Teil aus Befragungs- bzw. Gesprächsszenen besteht. In dieser Arbeit wird hauptsächlich versucht, durch die Analyse von Andres Veiels Interviewdokumentarfilm Black Box BRD(2001) wichtige Gattungsmerkmale des Interviewdokumentarfilms zu extrahieren. Im Film Black Box BRD handelt es sich um eine Dokumentierung der Befragung über zwei Tote, und zwar den ehemaligen Chef der Deutschen Bank Alfred Herrhausen, der 1989 bei einem Bombenattentat der RAF (Rote Armee Fraktion) ums Leben kam, und den ehemaligen RAF-Terroristen Wolfgang Grams, der im Verdacht des Mordes an Herrhausen stand und 1993 in Bad Kleinen bei einem Polizeieinsatz unter nicht genau geklärten Umständen zu Tode kam. Im Film verbirgt sich der Regisseur als Interviewer hinter der Kamera und läßt diejenigen sprechen, die den Toten nahe standen, also Familie, Freunde, Bekannte u.a. Die Interviewsituation ermöglicht ihnen ihren Erinnerungen Ausdruck zu geben, was ihnen sonst verwehrt zu sein scheint. Der Regisseur des Interviewdokumentarfilms versucht hier nicht, eine logisch in sich geschlossene Handlung voranzutreiben oder einen Schluß zu finden, der die Konflikte beseitigt. Die ‘dunklen Flecken’ in der Erinnerung der befragten Personen von beiden Seiten und die Lücken in der Überlieferung der Zeugnisse werden nicht durch die Fantasie des Filmemachers ausgefüllt. Er verweigert umfassende Auskunft über die Sachverhalte im Bezug auf den Lebensweg und den Tod der beiden Protagonisten und beugt einem vorschnellen Urteilen vor. Damit stellt er sich als einen neutralen Unbeteiligten dar. Aber bei näherem Hinsehen entpuppt er sich als Erzähler und Vermittler seiner eigenen Geschichte, die er durch den Eingriff in den Film in verschiedener Weise ‘gebastelt’ hat. In dieser Hinsicht ist der Film ein Dokument der Erinnerung der Interviewten und zugleich des Filmemachers an die Toten und die Zeitgeschichte. Darüber hinaus bietet der Film dem zeitgenössischen Rezipienten die Gelegenheit, auf die eigene Vergangenheit und die Zeitgeschichte der BRD zurückzublicken und sie zu reflektieren.

Abstract

Heutzutage ist ein Dokumentarfilm ohne Interviewszenen kaum denkbar. Dabei ist das Interview jedoch keine eigene Methode des Dokumentarfilms, noch ist es ein unentbehrlicher Bestandteil. Nach dem Duden stammt das Wort Interview aus dem französischen Ausdruck ‘rendez vous’, das “verabredete Zusammenkunft” bedeutet. Es war als eine Technik der Meinungs- und Informationsbeschaffung längst in Gebrauch, zuerst in der Kriminalistik, dann auch unter Volkskundlern und Ethnologen, in der Medizin und zuletzt auch in den Sozialwissenschaften. Beim Interview im heutigen Sinne handelt es sich um eine gezielte Befragung von Personen durch einen Interviewer zur Ermittlung allgemein sachlicher oder personenbezogener Informationen. In dieser Hinsicht kann man den Interviewdokumentarfilm als Dokumentarfilm definieren, dessen größter Teil aus Befragungs- bzw. Gesprächsszenen besteht. In dieser Arbeit wird hauptsächlich versucht, durch die Analyse von Andres Veiels Interviewdokumentarfilm Black Box BRD(2001) wichtige Gattungsmerkmale des Interviewdokumentarfilms zu extrahieren. Im Film Black Box BRD handelt es sich um eine Dokumentierung der Befragung über zwei Tote, und zwar den ehemaligen Chef der Deutschen Bank Alfred Herrhausen, der 1989 bei einem Bombenattentat der RAF (Rote Armee Fraktion) ums Leben kam, und den ehemaligen RAF-Terroristen Wolfgang Grams, der im Verdacht des Mordes an Herrhausen stand und 1993 in Bad Kleinen bei einem Polizeieinsatz unter nicht genau geklärten Umständen zu Tode kam. Im Film verbirgt sich der Regisseur als Interviewer hinter der Kamera und läßt diejenigen sprechen, die den Toten nahe standen, also Familie, Freunde, Bekannte u.a. Die Interviewsituation ermöglicht ihnen ihren Erinnerungen Ausdruck zu geben, was ihnen sonst verwehrt zu sein scheint. Der Regisseur des Interviewdokumentarfilms versucht hier nicht, eine logisch in sich geschlossene Handlung voranzutreiben oder einen Schluß zu finden, der die Konflikte beseitigt. Die ‘dunklen Flecken’ in der Erinnerung der befragten Personen von beiden Seiten und die Lücken in der Überlieferung der Zeugnisse werden nicht durch die Fantasie des Filmemachers ausgefüllt. Er verweigert umfassende Auskunft über die Sachverhalte im Bezug auf den Lebensweg und den Tod der beiden Protagonisten und beugt einem vorschnellen Urteilen vor. Damit stellt er sich als einen neutralen Unbeteiligten dar. Aber bei näherem Hinsehen entpuppt er sich als Erzähler und Vermittler seiner eigenen Geschichte, die er durch den Eingriff in den Film in verschiedener Weise ‘gebastelt’ hat. In dieser Hinsicht ist der Film ein Dokument der Erinnerung der Interviewten und zugleich des Filmemachers an die Toten und die Zeitgeschichte. Darüber hinaus bietet der Film dem zeitgenössischen Rezipienten die Gelegenheit, auf die eigene Vergangenheit und die Zeitgeschichte der BRD zurückzublicken und sie zu reflektieren.

참고문헌 (19)

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  16. Stanzel, Franz K., "Typische Formen des Romans" (1970)
  17. Veiel, Andres, "Black Box BRD" (2002)
  18. Veiel, Andres, "Deutscher Herbst. Die RAF verstehen. In: Tagesspiegel vom 05. 09. 2007", ~ (2007)
  19. Volk, Stefan, "Black Box BRD. Andres Veiel. D 2001. Film-Heft" (2001)

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