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독일 적군파 테러리즘의 영화적 수용 양상 연구 - 민감한 과거의 역사화 작업에서 탈정치화 문제

Filmische Bearbeitung des Themas ‘RAF-Terrorismus’ in Deutschland - Entpolitisierung und Heroisierung in der Historisierungsarbeit an der sensiblen Vergangenheit

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주제분류독일어와문학

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In der vorliegenden Arbeit wird versucht, gemeinsame Merkmale in der filmischen Bearbeitung des Themas ‘RAF(Rote Armee Fraktion)-Terrorismus’ seit dem Ende der 90er Jahren in Deutschland herauszufinden. Filmlische Interventionen, die sich mit dem RAF-Terrorismus in Deutschland befassen, sind seit dem Kollektiv-Film <Deutschland im Herbst>(1977/78), der erstmalig auf das aktuelle politische Geschehen im sogenannten ‘Deutschen Herbst’ 1977 direkt reagierte, immer wieder von Filmemachern produziert worden. Vor allem kurz vor und nach dem zwanzigsten Jubiläumsjahr des ‘Deutschen Herbstes’ wurde die Thematisierung des RAF-Terrorismus eine Modeerscheinung. Seit dem Ende der 90er Jahren dominiert in RAF-Filmen ein Trend zur Entpolitisierung, indem die Motivationen der Heldinnen für ihre politischen Aktionen in den Bereich des Privaten verlegt werden; die Geschichte wird privatisiert und damit personalisiert, heroisiert oder trivialisiert. Besonders scheint es sinnvoll zu sein, den zweiteiligen TV-Film <Todesspiel> (1997) von Heinrich Breloer und den Film <Baader>(2002) von Christopher Roth zu vergleichen; beide Filme basieren gemeinsam auf der historischen Realität des RAF-Terrorismus, aber sie gehen unterschiedlich auf die Frage anders ein, ob und wie man der ‘historischen Wahrheit’ annähern kann und soll. Der Film <Todesspiel> rechtfertigte die Maßnahmen der Regierung gegen die RAF und machte den Bundespräsidenten Helmut Schmidt zum historischen Helden, obwohl er als Doku-Drama die getreue Wiedergabe der Realität und damit die Neutralität und Objektivität der Darstellung zum Ziel hatte. Währendessen wurde an dem Spielfilm <Baader> die Kritik geübt, dass er einen der Anführer der RAF und zugleich den ‘Staatsfeind Nr. 1’ Andreas Baader als Pop-Star oder Pop-Hero charakterisiert, indem er Baader im Kugelhagel der Polizei sterben lässt, wie einst <Butch Cassidy and Sundance Kid>(1969).

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, gemeinsame Merkmale in der filmischen Bearbeitung des Themas ‘RAF(Rote Armee Fraktion)-Terrorismus’ seit dem Ende der 90er Jahren in Deutschland herauszufinden. Filmlische Interventionen, die sich mit dem RAF-Terrorismus in Deutschland befassen, sind seit dem Kollektiv-Film <Deutschland im Herbst>(1977/78), der erstmalig auf das aktuelle politische Geschehen im sogenannten ‘Deutschen Herbst’ 1977 direkt reagierte, immer wieder von Filmemachern produziert worden. Vor allem kurz vor und nach dem zwanzigsten Jubiläumsjahr des ‘Deutschen Herbstes’ wurde die Thematisierung des RAF-Terrorismus eine Modeerscheinung. Seit dem Ende der 90er Jahren dominiert in RAF-Filmen ein Trend zur Entpolitisierung, indem die Motivationen der Heldinnen für ihre politischen Aktionen in den Bereich des Privaten verlegt werden; die Geschichte wird privatisiert und damit personalisiert, heroisiert oder trivialisiert. Besonders scheint es sinnvoll zu sein, den zweiteiligen TV-Film <Todesspiel> (1997) von Heinrich Breloer und den Film <Baader>(2002) von Christopher Roth zu vergleichen; beide Filme basieren gemeinsam auf der historischen Realität des RAF-Terrorismus, aber sie gehen unterschiedlich auf die Frage anders ein, ob und wie man der ‘historischen Wahrheit’ annähern kann und soll. Der Film <Todesspiel> rechtfertigte die Maßnahmen der Regierung gegen die RAF und machte den Bundespräsidenten Helmut Schmidt zum historischen Helden, obwohl er als Doku-Drama die getreue Wiedergabe der Realität und damit die Neutralität und Objektivität der Darstellung zum Ziel hatte. Währendessen wurde an dem Spielfilm <Baader> die Kritik geübt, dass er einen der Anführer der RAF und zugleich den ‘Staatsfeind Nr. 1’ Andreas Baader als Pop-Star oder Pop-Hero charakterisiert, indem er Baader im Kugelhagel der Polizei sterben lässt, wie einst <Butch Cassidy and Sundance Kid>(1969).

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