카무플라주와 문학적 생산성 - 토마스 만의 동성애 기질과 예술과의 관계
Camouflage und die literarische Produktivität - Das Verhältnis zwischen Homoerotik und Kunst bei Thomas Mann
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초록
본 연구는 하인리히 데터링의 문학 개념 ‘카무플라주’를 이론적으로 이해하고, 또한 이를 통해 토마스 만의 초기 작품 속의 동성애 기질과 문학적 생산성의 관계를 고찰한다. 기존의 동성애 문학성 연구들은 작품 속에서 작가라는 인물과 생애, 더 정확히 말해, 그의 동성애 기질을 찾는 방식이었다고 한다면, 데터링의 ‘카무플라주’는 작가의 텍스트 자체로 시선을 돌리게 하고 있다. 분명 이렇게 관심을 텍스트로 회기시킨 공로는 그의 이론의 최대 장점으로 부각되며, 지금까지도 인정을 받는 부분이기는 하지만, 동시에 그부분을 비판하는 소리도 없지 않았다. 그럼에도 이 ‘카무플라주를 통한 텍스트 분석은그 셈세함과 명징한 논증으로 인해 그 자체 가치가 있으며, 또한 텍스트의 다층적 해석가능성을 열어주었다는 점, 그리고 무엇보다도 텍스트 자체로 관심을 돌리게 한 점은인정을 받아야 한다.
Abstract
Die vorliegende Studie thematisiert die homoerotische Camouflage und ihre literarische Produktivität. Der Begriff “Camouflage”, zu dem sich Heinrich Detering schon verschiedentlich in Publikationen geäußert hatte, wurde in seiner 1994 (zuerst) erschienen Habilitationsschrift Das offene Geheimnis. Zur literarischen Produktivität eines Tabus von Winckelmann bis zu Thomas Mann (1994/2002/2013) formuliert und 1997 im Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft (1997/2007) übernommen. Camouflage, die ursprünglich in der militärischen wie biologischen Sprache “Tarnung”, “Täuschung” oder im militärischen Sinn “Verdunkelung”, dann auch “Maskerade”, “Verschlüsselung”, “Verkleidung” (Detering 2007, 292), also Verhüllung bedeutet, erhält bei Detering einen terminologischen Status und wird als literarisches Verfahren beschrieben: “Literarische ‘Camouflage’ heißt: intentionale Differenz zwischen (unanstößigem) Oberflächentext und (hier: homoerotischem) Subtext.” (Detering 2013, 30) Sprechverbot gegenüber der negativen Sanktionierung von Homoerotik entfaltet also erneut “subversive und produktive Schubkräfte”. (Fischer 1998, 101) Die Aufmerksamkeit der Camouflage richtet sich darum nicht nach der Homosexualität an sich, als Leiden des Autors, sondern nach dem camouflierten Text “des leidenden Autors” (Detering 2013, 321). Diese Wendung der Aufmerksamkeit von der Person zum Text stellt wohl eine der wichtigsten Bedeutungen der Camouflage dar. Nach dem Erscheinen der Tagebücher Thomas Manns gibt es bis jetzt viele Untersuchungen, die das Verhältnis zwischen Leben und Werk in Bezug auf die Homoerotik aufzuhellen versuchen. Darunter fallen Böhms ‘Stigma Homosexualität’ und Deterings ‘Camouflage’ besonders auf. Deterings Interesse richtet sich nicht auf das Leben Thomas Manns, sondern auf seinen Text, insbesondere auf die frühen Werke, wie Tonio Kröger (1903). Die vorliegende Arbeit versucht, Deterings Begriff ‘Camouflage’ nicht nur mit Freuds Psychoanalyse und Hans Mayers ‘Außenseitertum’ in der theoretischen Ebene, sondern auch mit Böhms Theorie ‘das Stigma Homosexualität’ in der praxisbezogenen Ebene des Textes Thomas Manns zu vergleichen. Dabei werden die Bedeutung und die Limitation der ‘Camouflage’ noch klarer.
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