토마스 만과 포스트모더니즘의 패러디에 대한 사회문화적 관점의 비교
A comparative study on the parody of Thomas Mann and in postmoderne under sociocultural aspects
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초록
Die Parodie kann im Gesamtwerk Thomas Manns, der in ihr ein innovatives Mittel der modernen Kunst sah, als ein essentielles Element aufgefasst werden. Sein Parodie-Diskurs ist auch bezüglich seines Identifikationskonzeptes von existenzieller Bedeutung. Damit nimmt er die Postmoderne vorweg, zeigt jedoch auch die Grenzen ‘seiner’ Parodie auf. Sein soziokulturell, also ‘männlich’ bedingtes Ich kann zwar mit sich selbst parodistisch spielen, stellt sich jedoch nicht konsequent in Frage. Im Vergleich dazu hinterfragt Patrick Süskind in der Postmoderne die Bedingtheit des Ichseins, kommt allerdings wiederum über die männlich-alleinherrschaftliche Sprachordnung – eine strukturelle Sackgasse – nicht hinweg. Seinem Protagonisten in Das Parfum, dem genialen Künstler und mehrfachen Mörder ohnegleichen, bleibt nichts anderes übrig, als sich selbst – einsam wie der eine und alleinige Gott – umzubringen. Elfriede Jelinek dagegen erweist sich als postmoderne Parodistin, der es spielerisch gelingt, die durch Sprache vordeterminierte Welt als Ganzes darzustellen, d.h. als einen Ort der männlichen und weiblichen Existenzen. Täter und Opfer sind nicht mehr ohne weiteres auseinanderzuhalten. Was Jelineks sexistisch gequälte Protagonistin in Lust schließlich machen kann, ist “Mord und Tod!” – eine Tat, die das eine und das andere nicht unterscheidet und so eine Neugeburt der Sprach- und Lebensordnung spielerisch-parodistisch erprobt.
Abstract
Die Parodie kann im Gesamtwerk Thomas Manns, der in ihr ein innovatives Mittel der modernen Kunst sah, als ein essentielles Element aufgefasst werden. Sein Parodie-Diskurs ist auch bezüglich seines Identifikationskonzeptes von existenzieller Bedeutung. Damit nimmt er die Postmoderne vorweg, zeigt jedoch auch die Grenzen ‘seiner’ Parodie auf. Sein soziokulturell, also ‘männlich’ bedingtes Ich kann zwar mit sich selbst parodistisch spielen, stellt sich jedoch nicht konsequent in Frage. Im Vergleich dazu hinterfragt Patrick Süskind in der Postmoderne die Bedingtheit des Ichseins, kommt allerdings wiederum über die männlich-alleinherrschaftliche Sprachordnung – eine strukturelle Sackgasse – nicht hinweg. Seinem Protagonisten in Das Parfum, dem genialen Künstler und mehrfachen Mörder ohnegleichen, bleibt nichts anderes übrig, als sich selbst – einsam wie der eine und alleinige Gott – umzubringen. Elfriede Jelinek dagegen erweist sich als postmoderne Parodistin, der es spielerisch gelingt, die durch Sprache vordeterminierte Welt als Ganzes darzustellen, d.h. als einen Ort der männlichen und weiblichen Existenzen. Täter und Opfer sind nicht mehr ohne weiteres auseinanderzuhalten. Was Jelineks sexistisch gequälte Protagonistin in Lust schließlich machen kann, ist “Mord und Tod!” – eine Tat, die das eine und das andere nicht unterscheidet und so eine Neugeburt der Sprach- und Lebensordnung spielerisch-parodistisch erprobt.
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