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논문KCI 등재

파우스트적 천재 이데올로기가 지닌 두 얼굴의 변용 추이 - 시각적 욕망에서 청각적 묵시록을 거쳐 후각적 자기해체까지

Wandlung der doppelgesichtigen Ideologie des Faustischen Genie-Gedankens - in der Seh(e)n-Sucht des Augenmenschen, der auditiven Vorstellung der Apokalypse und der olfaktorischen Fantasie der Selbstdekonstruktion

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주제분류독일어와문학

초록

Die Faust-Legende gehört seit je zu jenen Stoffen, von denen immer wieder kräftige Impulse für viele kreative Geister ausgehen. Goethes Faust, schon längst über den deutschsprachigen Raum hinaus ‘Weltliteratur’ geworden, und Thomas Manns Doktor Faustus sind nur zwei der bekanntesten Beispiele. Auch Patrick Süskinds Das Parfum erscheint durchaus als eine Faust-Variation, gerade weil sie sich als eine Parodie des berühmten Stoffes lesen lässt: Unverkennbar ist etwa die Intertextualität zwischen Der Geschichte eines Mörders, so der Untertitel seines Romans, und der Goetheschen Faust-Dichtung oder der Thomas Mannschen Faust-Version. Im Mittelpunkt dieser Werke steht der Genie-Gedanke, der als Variation in der Seh(e)n-Sucht des Augenmenschen, in der auditiven Vorstellung der Apokalypse, oder in der olfaktorischen Fantasie der Selbstdekonstruktion wiederkehrt. Darin drückt sich die Krise eines modernen, klassisch-modernen und postmodernen Bewusstseins aus, das mit dem althergebrachten vernunftorientierten bzw. lebensentfremdeten Welt- und Menschenbild nicht mehr in Einklang steht. Gemeinsam sind die hervorstechenden Momente, auf die das ganze Sinnen und Trachten eines Genies oder eines Anti-Genies ausgerichtet ist und die dann auf Grund seiner zwangsläufigen inneren Zerrissenheit mit viel Ambivalenz angefasst werden: Naturnähe bzw. Sinnlichkeit, Dämonie, Schöpferkraft bzw. Imitatio Dei, Macht bzw. Wirkungskraft und nicht zuletzt Androgynität bzw. Bi- und Homosexualität - Momente also, die letztendlich die Einstellung des jeweiligen Autors zur Ideologie des Genie-Gedankens nahelegen können.

Abstract

Die Faust-Legende gehört seit je zu jenen Stoffen, von denen immer wieder kräftige Impulse für viele kreative Geister ausgehen. Goethes Faust, schon längst über den deutschsprachigen Raum hinaus ‘Weltliteratur’ geworden, und Thomas Manns Doktor Faustus sind nur zwei der bekanntesten Beispiele. Auch Patrick Süskinds Das Parfum erscheint durchaus als eine Faust-Variation, gerade weil sie sich als eine Parodie des berühmten Stoffes lesen lässt: Unverkennbar ist etwa die Intertextualität zwischen Der Geschichte eines Mörders, so der Untertitel seines Romans, und der Goetheschen Faust-Dichtung oder der Thomas Mannschen Faust-Version. Im Mittelpunkt dieser Werke steht der Genie-Gedanke, der als Variation in der Seh(e)n-Sucht des Augenmenschen, in der auditiven Vorstellung der Apokalypse, oder in der olfaktorischen Fantasie der Selbstdekonstruktion wiederkehrt. Darin drückt sich die Krise eines modernen, klassisch-modernen und postmodernen Bewusstseins aus, das mit dem althergebrachten vernunftorientierten bzw. lebensentfremdeten Welt- und Menschenbild nicht mehr in Einklang steht. Gemeinsam sind die hervorstechenden Momente, auf die das ganze Sinnen und Trachten eines Genies oder eines Anti-Genies ausgerichtet ist und die dann auf Grund seiner zwangsläufigen inneren Zerrissenheit mit viel Ambivalenz angefasst werden: Naturnähe bzw. Sinnlichkeit, Dämonie, Schöpferkraft bzw. Imitatio Dei, Macht bzw. Wirkungskraft und nicht zuletzt Androgynität bzw. Bi- und Homosexualität - Momente also, die letztendlich die Einstellung des jeweiligen Autors zur Ideologie des Genie-Gedankens nahelegen können.

참고문헌 (10)

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  6. Krieger, Verena, "Was ist ein Künstler? Genie - Heilsbringer - Antikünstler; eine Ideen- und Kunstgeschichte des Schöpferischen" (2007)
  7. Mann, Thomas, "Doktor Faustus, Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn erzählt von einem Freunde. in: Gesammelte Werke in dreizehn Bänden, d. Ⅵ" (1974)
  8. Mann, Thomas, "Die Entstehung des Doktor Faustus. Roman eines Romans. in: Gesammelte Werke in dreizehn Bänden, Bd. XI", pp.145~301 (1974)
  9. Schmidt, Jochen, "Die Geschichte des Genie-Gedankens in der deutschen Literatur, Philosophie und Politik 1750-1945. Bd. 1: Von der Aufklärung bis zum Idealismus. Bd. 2: Von der Romantik bis zum Ende des Dritten Reichs. 2., durchges. Aufl" (1988)
  10. Süskind, Patrick, "Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders" (1994)

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