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신화 작가의 남성 및 여성 만들기 혹은 없애기 양상에 대한 문화비판적 분석 -고트프리트 폰 슈트라스부르크의 『트리스탄과 이졸데』와 토마스 만의 『트리스탄』을 예로

Konstruieren und/oder Eliminieren des Manns und der Frau bei den Mythopoeten-Eine kulturkritische Studie zu Tristan und Isolde des Gottfried von Straßburg und Thomas Manns Tristan

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주제분류독일어와문학

초록

Der Tristan-und-Isolde-Stoff ist seit Jahrhunderten von der europäischen Literatur sehr häufig bearbeitet worden und bildet noch heute in vielen Liebesgeschichten ein unersetzliches Grundraster. Im heutigen multimedialen Zeitalter zeigen sich gar gattungsübergreifende Rezeptionen des beliebten Stoffs: Nicht nur in der Literartur, sondern auch in Filmen, PC-Games, Werbungen, Reklamen etc. wird dieser Stoff immer wieder neu aufgegriffen und vielfältig interpretiert. Diese Arbeit analysiert unter kulturkritischen Aspekten vorwiegend die Hauptgestalten, wie sie in dem mittelalterlichen Epos Tristan und Isolde des Gottfried von Straßburg sowie in Thomas Manns Tristan-Novelle in Erscheinung treten. Es wird versucht aufzuzeigen, inwieweit die Darstellung Tristans und Isoldes bei den beiden Dichtern unterschiedlich ist und ob/inwiefern dies mit dem jeweiligen Zeitgeist, aber auch vor dem soziokulturellen Hintergrund des Autors selbst zu erklären ist. Dabei wird deutlich, dass der mittelalterliche Mythopoet Gottfried bei der Gestaltung seiner Figuren, insbesondere seiner weiblichen Gestalten weniger als sein viel späterer geistiger Erbe mit strikt voneinander getrennten Geschlechterrollen operiert. Dies wird darauf zurückzuführen sein, dass Thomas Mann als ein Autor der Moderne seiner frauenfeindlichen bzw. selbstentfremdeten Zeit verpflichtet ist, aber auch seinen eigenen, sich auferlegten Rollenzwängen unterliegt. Hierbei hätte schließlich auch die Überlegung seine Berechtigung, dass die Germanistik eine Kulturwissenschaft sein muss.

Abstract

Der Tristan-und-Isolde-Stoff ist seit Jahrhunderten von der europäischen Literatur sehr häufig bearbeitet worden und bildet noch heute in vielen Liebesgeschichten ein unersetzliches Grundraster. Im heutigen multimedialen Zeitalter zeigen sich gar gattungsübergreifende Rezeptionen des beliebten Stoffs: Nicht nur in der Literartur, sondern auch in Filmen, PC-Games, Werbungen, Reklamen etc. wird dieser Stoff immer wieder neu aufgegriffen und vielfältig interpretiert. Diese Arbeit analysiert unter kulturkritischen Aspekten vorwiegend die Hauptgestalten, wie sie in dem mittelalterlichen Epos Tristan und Isolde des Gottfried von Straßburg sowie in Thomas Manns Tristan-Novelle in Erscheinung treten. Es wird versucht aufzuzeigen, inwieweit die Darstellung Tristans und Isoldes bei den beiden Dichtern unterschiedlich ist und ob/inwiefern dies mit dem jeweiligen Zeitgeist, aber auch vor dem soziokulturellen Hintergrund des Autors selbst zu erklären ist. Dabei wird deutlich, dass der mittelalterliche Mythopoet Gottfried bei der Gestaltung seiner Figuren, insbesondere seiner weiblichen Gestalten weniger als sein viel späterer geistiger Erbe mit strikt voneinander getrennten Geschlechterrollen operiert. Dies wird darauf zurückzuführen sein, dass Thomas Mann als ein Autor der Moderne seiner frauenfeindlichen bzw. selbstentfremdeten Zeit verpflichtet ist, aber auch seinen eigenen, sich auferlegten Rollenzwängen unterliegt. Hierbei hätte schließlich auch die Überlegung seine Berechtigung, dass die Germanistik eine Kulturwissenschaft sein muss.

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