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빌헬름 폰 훔볼트의 언어발생론과 노암 촘스키

Die Theorie der Sprachentstehung bei W. v. Humboldt und N. Chomsky

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주제분류독일어와문학

초록

Im vorliegenden Aufsatz habe ich versucht, die grundlegenden Differenzen im Rahmen der Theorie der Sprachentstehung zwischen Chomsky und Humboldt zu untersuchen. Um einen Vergleich der Konzepte Humboldts und Chomskys durchzuführen, muß zunächst geklärt werden, in welcher Weise sich bei beiden Autoren von einem Konzept sprachlicher Kreativität sprechen läßt. Kreativität bei Chomsky beschränkt sich auf die Befolgung dessen, was die Sprache als Regelsystem vorgibt. Dagegen bedeutet Kreativität bei Humboldt eine schöpferische Potenz des Sprechenden, der sprachliche Mittel nutzt, um sie potentiell verändert neu hervorzubringen. Chomsky betrachtet das gesamte Sprachvermögen als einen autonomen und abgegrenzten Bereich des menschlichen Geistes. Humboldt betrachtet dagegen die Sprachlichkeit nicht als separierbaren Bereich, sondern als Äquivalent des Geistes. Die den Menschen auszeichnende intellektuelle Tätigkeit ist daher nach Humboldts Ansicht mit der Sprache eins und beide sind unzertrennlich miteinander verbunden. Die andere wesentliche Differenz besteht in der Vorherbestimmtheit dessen, was das Kind in der Sprachentwicklung lernt. Das Lernziel des Kindes steht nämlich für Chomsky schon vorher fest, denn es ist durch die universellen Prinzipien und den Kontakt mit einer Sprachgemeinschaft determiniert. Für Humboldt dagegen geht es in erster Linie darum, das Sprachvermögen zu entwickeln, das für den sprachlichen Umgang mit der Welt notwendig ist. Für Humboldt also ist der Spracherwerb ein offener Prozeß. So läßt sich zusammenfassend sagen, daß Chomsky sich zwar in seiner nativistischen Grundposition auf die Überzeugung Humboldts, es gebe eine ursprüngliche Anlage zur Sprache, berufen konnte, aber in der inhaltlichen Füllung des Konzeptes der Sprachanlage von Humboldt abweicht.

Abstract

Im vorliegenden Aufsatz habe ich versucht, die grundlegenden Differenzen im Rahmen der Theorie der Sprachentstehung zwischen Chomsky und Humboldt zu untersuchen. Um einen Vergleich der Konzepte Humboldts und Chomskys durchzuführen, muß zunächst geklärt werden, in welcher Weise sich bei beiden Autoren von einem Konzept sprachlicher Kreativität sprechen läßt. Kreativität bei Chomsky beschränkt sich auf die Befolgung dessen, was die Sprache als Regelsystem vorgibt. Dagegen bedeutet Kreativität bei Humboldt eine schöpferische Potenz des Sprechenden, der sprachliche Mittel nutzt, um sie potentiell verändert neu hervorzubringen. Chomsky betrachtet das gesamte Sprachvermögen als einen autonomen und abgegrenzten Bereich des menschlichen Geistes. Humboldt betrachtet dagegen die Sprachlichkeit nicht als separierbaren Bereich, sondern als Äquivalent des Geistes. Die den Menschen auszeichnende intellektuelle Tätigkeit ist daher nach Humboldts Ansicht mit der Sprache eins und beide sind unzertrennlich miteinander verbunden. Die andere wesentliche Differenz besteht in der Vorherbestimmtheit dessen, was das Kind in der Sprachentwicklung lernt. Das Lernziel des Kindes steht nämlich für Chomsky schon vorher fest, denn es ist durch die universellen Prinzipien und den Kontakt mit einer Sprachgemeinschaft determiniert. Für Humboldt dagegen geht es in erster Linie darum, das Sprachvermögen zu entwickeln, das für den sprachlichen Umgang mit der Welt notwendig ist. Für Humboldt also ist der Spracherwerb ein offener Prozeß. So läßt sich zusammenfassend sagen, daß Chomsky sich zwar in seiner nativistischen Grundposition auf die Überzeugung Humboldts, es gebe eine ursprüngliche Anlage zur Sprache, berufen konnte, aber in der inhaltlichen Füllung des Konzeptes der Sprachanlage von Humboldt abweicht.

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