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글로벌 시대 비(非)모국어로 글쓰기 - 라픽 샤미의 예 -

Schreiben in einer fremden Sprache im globalisierten Zeitalter am Beispiel von Rafik Schami

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주제분류독일어와문학

초록

Im heutigen globalisierten Zeitalter gibt es weltweit eine Reihe von Schriftstellern, die nicht in ihrer Muttersprache schreiben, sondern in einer Fremdsprache. In diesem Beitrag wird versucht, Aspekte des Schreibens in einer Fremdsprache am Beispiel von Rafik Schami darzulegen und sein Schreiben im Hinblick auf “eine nicht nur deutsche Literatur” zu betrachten. Schamie zählt heute in Deutschland zu den bedeutendsten Autoren deutscher Sprache. Schami ist aus politischen Gründen aus seiner Heimatstadt Damaskus geflohen. Als 25-Jähriger kam er dann nach Deutschland, und doch trägt er immer noch seine Heimat Syrien im Herzen. Sie steht im Mittelpunkt vieler seiner Erzählungen, aber er schreibt nicht in seiner Heimatsprache sondern auf Deutsch. Deutsch ist zwar nicht seine originäre Muttersprache, aber er nennt sie seine “Wahlmuttersprache”, denn er hat die Wahl getroffen, seine Gedanken, Gefühle, Erlebnisse, in dieser Sprache zum Ausdruck zu bringen. Im ersten und zweiten Kapitel wird ein kurzer Überblick der Literatur von deutsch schreibenden Autoren nichtdeutscher Muttersprache, Migrantenliteratur, Migrationsliteratur und Ausländerliteratur in Deutschland gegeben und dabei wird die Frage gestellt, ob man die Literatur von deutsch schreibenden Autoren nichtdeutscher Muttersprache einfach als Migrantenliteratur oder Migrationsliteratur, Gastarbeiterliteratur usw. bezeichnen kann. Im dritten Teil wird Rafik Schami als Erzähler und Kulturvermittler und seine Erzählkunst in der orientalischen Tradition betrachtet. Jene Autoren, die Deutsch nicht als Muttersprache haben, bringen Elemente ins Deutsche hinein, die die Sprache erneuern, hinterfragen, herausfordern und vor allem bereichern. Im vierten Teil wird die Auseinandersetzung mit Heimat und Exil und sowie die Problematik der Sprache bei Rafik Schami erläutert. Dabei wird eine Frage gestellt, was Deutschland und Deutsch für ihn bedeuten. Darüber hinaus wird grundsätzlich eine Frage aufgeworfen, was Muttersprache und Heimat in einem globalisierten Zeitalter bedeuten. Die (Mutter)Sprache ist nicht mehr im heideggerschen Sinne “das Haus des Seins”, sondern ein Instrument, mit dem man seine (mutter)sprachlichen Gedanken zum Ausdruck bringt. Eine Wahlheimat, so wie bei Schami, der in der deutschen Sprache eine neue Heimat gefunden hat.

Abstract

Im heutigen globalisierten Zeitalter gibt es weltweit eine Reihe von Schriftstellern, die nicht in ihrer Muttersprache schreiben, sondern in einer Fremdsprache. In diesem Beitrag wird versucht, Aspekte des Schreibens in einer Fremdsprache am Beispiel von Rafik Schami darzulegen und sein Schreiben im Hinblick auf “eine nicht nur deutsche Literatur” zu betrachten. Schamie zählt heute in Deutschland zu den bedeutendsten Autoren deutscher Sprache. Schami ist aus politischen Gründen aus seiner Heimatstadt Damaskus geflohen. Als 25-Jähriger kam er dann nach Deutschland, und doch trägt er immer noch seine Heimat Syrien im Herzen. Sie steht im Mittelpunkt vieler seiner Erzählungen, aber er schreibt nicht in seiner Heimatsprache sondern auf Deutsch. Deutsch ist zwar nicht seine originäre Muttersprache, aber er nennt sie seine “Wahlmuttersprache”, denn er hat die Wahl getroffen, seine Gedanken, Gefühle, Erlebnisse, in dieser Sprache zum Ausdruck zu bringen. Im ersten und zweiten Kapitel wird ein kurzer Überblick der Literatur von deutsch schreibenden Autoren nichtdeutscher Muttersprache, Migrantenliteratur, Migrationsliteratur und Ausländerliteratur in Deutschland gegeben und dabei wird die Frage gestellt, ob man die Literatur von deutsch schreibenden Autoren nichtdeutscher Muttersprache einfach als Migrantenliteratur oder Migrationsliteratur, Gastarbeiterliteratur usw. bezeichnen kann. Im dritten Teil wird Rafik Schami als Erzähler und Kulturvermittler und seine Erzählkunst in der orientalischen Tradition betrachtet. Jene Autoren, die Deutsch nicht als Muttersprache haben, bringen Elemente ins Deutsche hinein, die die Sprache erneuern, hinterfragen, herausfordern und vor allem bereichern. Im vierten Teil wird die Auseinandersetzung mit Heimat und Exil und sowie die Problematik der Sprache bei Rafik Schami erläutert. Dabei wird eine Frage gestellt, was Deutschland und Deutsch für ihn bedeuten. Darüber hinaus wird grundsätzlich eine Frage aufgeworfen, was Muttersprache und Heimat in einem globalisierten Zeitalter bedeuten. Die (Mutter)Sprache ist nicht mehr im heideggerschen Sinne “das Haus des Seins”, sondern ein Instrument, mit dem man seine (mutter)sprachlichen Gedanken zum Ausdruck bringt. Eine Wahlheimat, so wie bei Schami, der in der deutschen Sprache eine neue Heimat gefunden hat.

참고문헌 (30)

  1. Schami, Rafik, "Eine Hand voller Sterne" (2014), Deutscher Taschenbuch Verlag
  2. Schami, Rafik, "Die ehrliche Lügner: Roman von tausendundeiner Lüge" (2011), Deutscher Taschenbuch Verlag
  3. Schami, Rafik, "Damaskus im Herzen und Deutschland im Blick" (2009), Deutscher Taschenbuch Verlag
  4. Schami, Rafik, "Damals dort und heute hier, Über Fremdsein" (1998)
  5. Schami, Rafik, "Vom Zauber der Zunge. Reden gegen das Verstummen" (2001)
  6. 라픽 샤미, "1001개의 거짓말" (2002), 문학동네
  7. 라픽 샤미, "한줌의 별빛" (1997), 문학동네
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  10. 이승원, "사라진 직업의 역사" (2011), 자음과 모음
  11. 쟈크 데리다, "그라마톨로지" (2010), 민음사
  12. 최윤영, "현대의 이야기, 이야기꾼, 그리고 거짓말의 문제 - 라픽 샤미의 텍스트를 중심으로", 독일언어문학, (40), pp.233~254 (2008), 한국독일언어문학회
  13. 최윤영, "독일문학에 나타난 다문화사회- 스텐 나돌니의 『젤림, 혹은 웅변의 재능』을 중심으로", 인문논총, (59), pp.59~87 (2008), 인문학연구원[DOI]
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  15. Alsarras, Nader, "Die Orientbilder im Werk Rafik Schamis. Eine literaturwissenschaftliche Untersuchung am Beispiel seines Romans
Die Dunkle Seite der Liebe", pp.2010
  16. Benjamin, Walter, "Illuminationen: Ausgewählte Schriften" (2010), Suhrkamp Taschenbuch Verlag
  17. Foraci, Franco, "Diskussion Deutsch", pp.26~ (1995)
  18. Haimaa El Wardy, "“Migration in die Heimat” Das Werk Rafik Schamis im Kontext der deutschsprachigen Literatur arabischer Schriftsteller in Deutschland", Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften, (15) (2004)
  19. Klaus Schenk, "Migrationsliteratur" (2004), Francke Verlag
  20. Lukacs, Georg, "Die Theorie des Romans" (2009), Asisthesis Verlag
  21. Saalfeld, Lerke von, "Ich habe eine fremde Sprache gewählt. Ausländische Schriftsteller schreiben deutsch" (1998), Bleicher Verlag
  22. Said, Erdward, "Orientalismus" (2014), Fischer Verlag
  23. Schmitz, Helmut, "Von der nationalen zur internationalen Literatur. Transkulturelle deutschsprachige Literatur und Kultur im Zeitalter globaler Migration" (2009), Rodopi Verlag
  24. Schulze, Reinhard, "Orient- und IslamBilder. Interdisziplinäre Beiträge zu Orientalismus und antimuslimischem Rassismus" (2007), Unrast
  25. Stahr, Volker, "Das Gute sehen- aber nicht idealisieren. Rafik Schami: ein Brückenbauer zwischen den Welten", Neue Züricher Zeitung, 15 (2003)
  26. Strohschehn, Fee-Rose, "Interviwe mit Rafik Schami auf der Leipziger Buchmesse", ~ (2012)
  27. Tawada, Yoko, "Talisman" (2015), Konkursbuch Verlag
  28. Teutsch, Katharina, "Der letzte Wanderliterat", Zeit Online (2015)
  29. Wild, Bettna, "Rafik Schami" (2006), Deutscher Taschenbuch Verlag

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