자본주의 사회의 상품물신성과 소비 - 에밀 졸라, 이름가르트 코인, 정미경의 소설 속 ‘쇼핑의 원더랜드’
Warenfetischismus und Konsum in der kapitalistischen Gesellschaft - in Bezug auf 'Shopping Wonderland' in Romanen von E. Zola, I. Keun und Jeong Mi-Kyung
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초록
In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, Warenfetischismus und Konsum im Kapitalismus als zentrales Thema in Bezug auf die Sphäre des Konsums - Kaufhaus, Schaufenster und Passage - zu betrachten. In Zusammenhang mit der negativen Repräsentation der konsumorientierten Frauen in der Literatur werden drei Romane analysiert: Emil Zola's Au Bonheur des Dames (1883), Irmgard Keun's Das kunstseidene Mädchen (1930), Jeong Mi-Kyung's Hotel Euro, 1203 (2004). Diese Romane zeigen Frauen als Konsumentinnen in doppelter Hinsicht: zum einem Käuferin, die faktisch etwas erwirbt; zum anderen als Illusionistin, die davon träumt, bestimmte Waren zu erwerben. In beiden Fällen indes sind die Konsumgüter von bestimmten Images überlagert, die sie überhaupt erst begehrenswert machen und die in wachsendem Maß von einer wachsenden Industrie produziert werden. In Au Bonheur des Dames gehen Warenfetischismus und Konsum von Frauen eine eigenwillige Verbindung ein, welche die Frage nach Kapitalismus neu stellt. Hingegen präsentieren Das kunstseidene Mädchen und Hotel Euro, 1203 sehr deutlich, dass eine urbane Lebens- und Liebeskunst in der Moderne eng mit Konsummarken verknüpt ist. Liebe wird dabei nicht als das reine Gefühl vom unreinen Markt abgegrenzt, im Gegenteil. Vor allem bezieht sich die ostentative Kapitalisierung des Körpers auf das Vorhaben, ein 'Glanz' zu werden oder im 'Mittelpunkt des Lebens' zu stehen. Die drei Romane signalisieren, Konsum ist ein ernst zu nehmender Gegenstand geworden, nicht nur in der Werbung, sondern sowohl in Teilen der Literatur als auch in den dazu und darüber hinaus geführten Auseinandersetzungen. In diesem Sinne zeigt diese Arbeit, dass auch Romane über die Konsumkultur erstaunlich produktiv sein können, wenn sie die fiktionale Komponente sowohl von Konsum- als auch von Warendiskursen literarisch gestalten.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird der Versuch unternommen, Warenfetischismus und Konsum im Kapitalismus als zentrales Thema in Bezug auf die Sphäre des Konsums - Kaufhaus, Schaufenster und Passage - zu betrachten. In Zusammenhang mit der negativen Repräsentation der konsumorientierten Frauen in der Literatur werden drei Romane analysiert: Emil Zola's Au Bonheur des Dames (1883), Irmgard Keun's Das kunstseidene Mädchen (1930), Jeong Mi-Kyung's Hotel Euro, 1203 (2004). Diese Romane zeigen Frauen als Konsumentinnen in doppelter Hinsicht: zum einem Käuferin, die faktisch etwas erwirbt; zum anderen als Illusionistin, die davon träumt, bestimmte Waren zu erwerben. In beiden Fällen indes sind die Konsumgüter von bestimmten Images überlagert, die sie überhaupt erst begehrenswert machen und die in wachsendem Maß von einer wachsenden Industrie produziert werden. In Au Bonheur des Dames gehen Warenfetischismus und Konsum von Frauen eine eigenwillige Verbindung ein, welche die Frage nach Kapitalismus neu stellt. Hingegen präsentieren Das kunstseidene Mädchen und Hotel Euro, 1203 sehr deutlich, dass eine urbane Lebens- und Liebeskunst in der Moderne eng mit Konsummarken verknüpt ist. Liebe wird dabei nicht als das reine Gefühl vom unreinen Markt abgegrenzt, im Gegenteil. Vor allem bezieht sich die ostentative Kapitalisierung des Körpers auf das Vorhaben, ein 'Glanz' zu werden oder im 'Mittelpunkt des Lebens' zu stehen. Die drei Romane signalisieren, Konsum ist ein ernst zu nehmender Gegenstand geworden, nicht nur in der Werbung, sondern sowohl in Teilen der Literatur als auch in den dazu und darüber hinaus geführten Auseinandersetzungen. In diesem Sinne zeigt diese Arbeit, dass auch Romane über die Konsumkultur erstaunlich produktiv sein können, wenn sie die fiktionale Komponente sowohl von Konsum- als auch von Warendiskursen literarisch gestalten.
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