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게오르크 뷔히너의 작품에 나타난 고통의 의미

Die Bedeutung des Schmerzes in Georg Büchners Werk

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주제분류독일어와문학

초록

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, die Bedeutung des Schmerzes in Büchners Werk von dem religionskritischen Standpunkt zu analysieren. Hier wird erklärt, wie die Figuren in Danton's Tod und Lenz gegen die Schmerzen handeln und welche Folgen daraus entstehen. Der Hunger des armen Volkes im Drama Danton's Tod ist der unerträglichste Schmerz, den die jakobinische Revolutionsregierung vorwiegend lösen muss. Aber der Hunger des Volkes wird nur als ein Instrument zur Schreckensherrschaft missbraucht, da seine Energie sich auf die Ersatzbefriedigungen ablenken lässt, die die Schauspiele des Schreckens verschaffen. Durch die institutionalisierte Terreur der Guillotine will die Revolutionsregierung zugleich das Volk zu einem bloßen Zuschauer der Revolution machen und versuchen die Volksbewegung weiter zu entmächtigen. In Danton's Tod dient der Schmerz als atheistischer Einspruch gegen die Existenz Gottes. Büchner stellt durch Payne einem Glauben, der seinen Grund im Schmerz findet, einen Zweifel entgegen, der aus dem Schmerz hervorgeht: “Man kann das Böse leugnen, aber nicht den Schmerz; nur der Verstand kann Gott beweisen, das Gefühl empört sich dagegen.” Diese Argumentation sprengt den Schmerz aus dem Kontext der christlichen Theologie. Im gequälten Monolog (I. 6) offenbart uns Robespierre seine schmerzlichen Selbstzweifel im Schuldgefühl des Selbstbetrugs. Er gerät in einen Strudel paradoxer Grübeleien über den Versuch, seine Rolle als unbekehrter Christus gegenüber seinem Vorbild zu rechtfertigen: “Ja wohl, Blutmessias, der opfert und nicht geopfert wird. - Er hat sie mit seinem Blut erlöst und ich erlöse sie mit ihrem eignen. Wer hat sich mehr verleugnet, Ich oder er?” Dabei hat er ein furchtbares Geheimnis der Schreckensherrschaft ausgeplaudert, dass bei der revolutionären Erlösung der Menschheit nicht nur “die Bösen”, sondern “sie”, das heißt die Menschheit selbst, blutig umkommen muss. Er dehnt hier die Kategorie des Bösen auf die ganze Menschheit aus. Deshalb bleibt am Ende des Monologs nur eine Welt des Leidens und Sterbens ohne die übergreifende Dimension der Erlösung. Die politische Heilslehre bricht in sich zusammen, und der göttliche Vollstrecker der Revolution verliert schlagartig jede revolutionäre Hoffnung und Perspektive. Lenzens Protest gegen die Wirklichkeit artikuliert sich in den selbstzugefügten Schmerzen als das Gegenkonzept zu dem Absterben aller Affekte, in dem der Mensch sich als toten Mechanismus empfindet, weil der Schmerz die Radikalisierung des lebendigen Gefühls bedeutet. Sein Masochismus ist eine Art der Verinnerlichung äußerer Gewalt, Selbstbestrafung mit dem Ziel, dadurch der Bestrafung und Verfremdung durch äußere Gewalt zuvorzukommen. Indem die Schmerzzufügung von Lenz beständig wiederholt wird, gerät die destruktive Gewalt des Schmerzes im Lauf der Erzählung immer mehr in den Blick und zerstört völlig sein ganzes Dasein. Am Ende steht schließlich nicht eine gerettete, sondern eine verlorene Kreatur als ein Mann ohne Seele.

Abstract

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, die Bedeutung des Schmerzes in Büchners Werk von dem religionskritischen Standpunkt zu analysieren. Hier wird erklärt, wie die Figuren in Danton's Tod und Lenz gegen die Schmerzen handeln und welche Folgen daraus entstehen. Der Hunger des armen Volkes im Drama Danton's Tod ist der unerträglichste Schmerz, den die jakobinische Revolutionsregierung vorwiegend lösen muss. Aber der Hunger des Volkes wird nur als ein Instrument zur Schreckensherrschaft missbraucht, da seine Energie sich auf die Ersatzbefriedigungen ablenken lässt, die die Schauspiele des Schreckens verschaffen. Durch die institutionalisierte Terreur der Guillotine will die Revolutionsregierung zugleich das Volk zu einem bloßen Zuschauer der Revolution machen und versuchen die Volksbewegung weiter zu entmächtigen. In Danton's Tod dient der Schmerz als atheistischer Einspruch gegen die Existenz Gottes. Büchner stellt durch Payne einem Glauben, der seinen Grund im Schmerz findet, einen Zweifel entgegen, der aus dem Schmerz hervorgeht: “Man kann das Böse leugnen, aber nicht den Schmerz; nur der Verstand kann Gott beweisen, das Gefühl empört sich dagegen.” Diese Argumentation sprengt den Schmerz aus dem Kontext der christlichen Theologie. Im gequälten Monolog (I. 6) offenbart uns Robespierre seine schmerzlichen Selbstzweifel im Schuldgefühl des Selbstbetrugs. Er gerät in einen Strudel paradoxer Grübeleien über den Versuch, seine Rolle als unbekehrter Christus gegenüber seinem Vorbild zu rechtfertigen: “Ja wohl, Blutmessias, der opfert und nicht geopfert wird. - Er hat sie mit seinem Blut erlöst und ich erlöse sie mit ihrem eignen. Wer hat sich mehr verleugnet, Ich oder er?” Dabei hat er ein furchtbares Geheimnis der Schreckensherrschaft ausgeplaudert, dass bei der revolutionären Erlösung der Menschheit nicht nur “die Bösen”, sondern “sie”, das heißt die Menschheit selbst, blutig umkommen muss. Er dehnt hier die Kategorie des Bösen auf die ganze Menschheit aus. Deshalb bleibt am Ende des Monologs nur eine Welt des Leidens und Sterbens ohne die übergreifende Dimension der Erlösung. Die politische Heilslehre bricht in sich zusammen, und der göttliche Vollstrecker der Revolution verliert schlagartig jede revolutionäre Hoffnung und Perspektive. Lenzens Protest gegen die Wirklichkeit artikuliert sich in den selbstzugefügten Schmerzen als das Gegenkonzept zu dem Absterben aller Affekte, in dem der Mensch sich als toten Mechanismus empfindet, weil der Schmerz die Radikalisierung des lebendigen Gefühls bedeutet. Sein Masochismus ist eine Art der Verinnerlichung äußerer Gewalt, Selbstbestrafung mit dem Ziel, dadurch der Bestrafung und Verfremdung durch äußere Gewalt zuvorzukommen. Indem die Schmerzzufügung von Lenz beständig wiederholt wird, gerät die destruktive Gewalt des Schmerzes im Lauf der Erzählung immer mehr in den Blick und zerstört völlig sein ganzes Dasein. Am Ende steht schließlich nicht eine gerettete, sondern eine verlorene Kreatur als ein Mann ohne Seele.

참고문헌 (25)

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  2. Büchner, Georg, "Sämtliche Werke und Briefe. Historisch-kritische Ausgabe mit Kommentar, In Vermischte Schriften und Briefe. 3. Auflage" (1979), Hamburg
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  21. Martin, Ariane, "Religionskritik bei Georg Büchner", Georg Büchner Jahrbuch, 11, pp.221~236 (2005)
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