대도시와 여성 배회자 - 이름가르트 코인의『인견 소녀』
Großstadt und weiblicher Flaneur in Irmgard Keuns Das kunstseidene Mädchen
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초록
Die vorliegende Arbeit ist ein Versuch, Irmgard Keuns Das kunstseidene Mädchen(1932) als Geschichte einer weiblichen Stadterfahrung der Moderne in Bezug auf den weiblichen Flaneur zu analysieren. Der Flaneur als Produkt der Moderne verkörpert den Mann auf der Straße in der modernen Großstadt. Besonders war sowohl das Betrachten als auch die Bewegung im öffentlichen Raum, in dem der weibliche Flaneur immer abwesend gewesen ist, eine geschlechtsspezifische Erfahrung. Aber im Roman Das kunstseidene Mädchen ist spezifisch weibliche Perspektive auf die moderne Großstadt reflektiert. Indem Keun ihre Protagonistin die Straßen Berlins flanieren läßt, entdeckt sie die patriarchalische Grundstruktur des Moderne, in der sich der Warencharakter des weiblichen Körpers enthüllt. Die Großstadt bedroht und konstituiert zugleich Doris' weibliche Identität. Im Gegensatz zum männlichen Flaneur war der weiblichen Flaneur auf die Rolle der Prostituierten festgelegt. Prostitution stellt nicht nur ein bedeutendes soziales Problem der späten Weimarer Republik dar, sondern ist auch Teil der weiblichen Stadterfahrung. Infolgedessen wird die weibliche Version des Flanierers, die Anwesenheit der Frau auf der Straße, direkt mit der Prostitution gleichsetzt. Außerdem markiert Heimatlosigkeit oder Obdalosigkeit des weiblichen Flaneurs die entmachtete Position und labile Identität der Frauen in der Öffentlichkeit. Und das ist unvermeidlicher Teil der weiblichen Stadt- und Modernitätserfahrung in der von den Phantasmagorien beherrschte Welt.
Abstract
Die vorliegende Arbeit ist ein Versuch, Irmgard Keuns Das kunstseidene Mädchen(1932) als Geschichte einer weiblichen Stadterfahrung der Moderne in Bezug auf den weiblichen Flaneur zu analysieren. Der Flaneur als Produkt der Moderne verkörpert den Mann auf der Straße in der modernen Großstadt. Besonders war sowohl das Betrachten als auch die Bewegung im öffentlichen Raum, in dem der weibliche Flaneur immer abwesend gewesen ist, eine geschlechtsspezifische Erfahrung. Aber im Roman Das kunstseidene Mädchen ist spezifisch weibliche Perspektive auf die moderne Großstadt reflektiert. Indem Keun ihre Protagonistin die Straßen Berlins flanieren läßt, entdeckt sie die patriarchalische Grundstruktur des Moderne, in der sich der Warencharakter des weiblichen Körpers enthüllt. Die Großstadt bedroht und konstituiert zugleich Doris' weibliche Identität. Im Gegensatz zum männlichen Flaneur war der weiblichen Flaneur auf die Rolle der Prostituierten festgelegt. Prostitution stellt nicht nur ein bedeutendes soziales Problem der späten Weimarer Republik dar, sondern ist auch Teil der weiblichen Stadterfahrung. Infolgedessen wird die weibliche Version des Flanierers, die Anwesenheit der Frau auf der Straße, direkt mit der Prostitution gleichsetzt. Außerdem markiert Heimatlosigkeit oder Obdalosigkeit des weiblichen Flaneurs die entmachtete Position und labile Identität der Frauen in der Öffentlichkeit. Und das ist unvermeidlicher Teil der weiblichen Stadt- und Modernitätserfahrung in der von den Phantasmagorien beherrschte Welt.
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