뷔히너의 『당통의 죽음』에 나타난 연극 모티브와 이데올로기 비판
Theater-Motive und Ideologiekritik in Georg B?chners Danton's Tod
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In der vorliegenden Arbeit wird versucht, die Theater-Motive, u. a. die politische Theatralizität in Georg Büchners Danton's Tod besonders in Bezug auf ideologiekritischen Standpunkt zu beleuchten. Bei diesem Drama wird die Bedeutung des Theaters als eine Scheinwirklichkeit negativ bezeichnet. Die jakobinischen Revolutionsführer wollen durch die institutionalisierte Terreur der Guillotine das spontan revoltierende Volk zu einem bloßen Zuschauer des Revolutionstheaters zu degradieren und versuchen die demokratische Volksbewegung immer weiter zu entmächtigen. Das Volk agiert oft als Marionette für die diktatorische Revolutionsregierung wie Simon. Das Volk tanzt und singt immer noch blutberauscht beim Hinrichtungsplatz, der als eine Bühne der Theatralisierung von der Regierung bereitgestellt worden ist. Es ist bemerkenswert, dass Robespierre dennoch zur Legitimation seiner Schreckensherrschaft die Revolution als “ein erhabenes Drama” zu stilisieren und zu erhöhen wagt. Das Theater der Guillotine soll die Zuschauer durch die tödliche Katharsis tugendhaft läutern. Aber die blutige Maschinisierung des Todes ließ eine erhabene Wirkung nicht aufkommen. Die Guillotinierungsspektakel der spätrevolutionären Schreckensperiode erfüllen dieselbe Funktion, die einst den Gladiatorenspielen des späten Rom zukam, indem sie das Unruhepotential einer großstädtischen Bevölkerung befrieden. Das Gerichtsschauspiel für die Säuberung der Dantonisten, das von der Partei Robespierres mit List und Tücke inszeniert wird, demaskiert sich als ein possenhaftes Betrugsschauspiel für die ganze Nation im Schmierentheater. Das Drama, das Büchners Helden und auch die Akteure von 1794 aufführen, ist ein “Republikanisches Trauerspiel” und besteht aus der Bipolarität des Held-Tyrann-Gegensatzes. Robespierre, St. Just und auch Simon versuchen mythische Autorität von dem alten Römischen Republikanismus zu usurpieren und identifizieren sich mit den musterhaften Heroen der Römischen Republik und treiben Nachäfferei von deren Rollen, um die Anwesenden von der Allgemeingültigkeit, Notwendigkeit und Natürlichkeit ihrer Diskurse zu überzeugen. Damit zwingen sie die Anwesenden, ihre Aussagen als ein absolutes Wahrheitsmanifest ohne Widerspruch zu akzeptieren. Aber das sind nur die komischen Selbsttäuschungen, um die Grenze ihrer fiktiven Ideologie zu verbergen. Danton rühmt auch melodramatische Theatralik der Revolution in ironisch-zynischer Weise: Das Sterben durch die Guillotine sei effektvoller als der langweilige Tod aus Altersschwäche. Mit der Hilfe von Theatermetaphorik (theatrum mundi) versucht er die Ohnmächtigkeit der Menschen angesichts der Unvorhersehbarkeiten der Geschichte auszudrücken und gleichzeitig hofft auf die Entlastung von der unerträglichen Verantwortung, weil das Welttheater das einzelne Leben einer höheren Macht und Lenkung unterstellt. Danton glaubt, alle Menschen sind Puppen, die von unbekannten Gewalten am Draht gezogen sind. In dieser determinierten Welt kann keiner autonom und frei handeln. Durch diese Selbstrationalisierung wünscht er sich aus der bittersten Gewissensqual der Septembermorde entladen zu werden.
Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird versucht, die Theater-Motive, u. a. die politische Theatralizität in Georg Büchners Danton's Tod besonders in Bezug auf ideologiekritischen Standpunkt zu beleuchten. Bei diesem Drama wird die Bedeutung des Theaters als eine Scheinwirklichkeit negativ bezeichnet. Die jakobinischen Revolutionsführer wollen durch die institutionalisierte Terreur der Guillotine das spontan revoltierende Volk zu einem bloßen Zuschauer des Revolutionstheaters zu degradieren und versuchen die demokratische Volksbewegung immer weiter zu entmächtigen. Das Volk agiert oft als Marionette für die diktatorische Revolutionsregierung wie Simon. Das Volk tanzt und singt immer noch blutberauscht beim Hinrichtungsplatz, der als eine Bühne der Theatralisierung von der Regierung bereitgestellt worden ist. Es ist bemerkenswert, dass Robespierre dennoch zur Legitimation seiner Schreckensherrschaft die Revolution als “ein erhabenes Drama” zu stilisieren und zu erhöhen wagt. Das Theater der Guillotine soll die Zuschauer durch die tödliche Katharsis tugendhaft läutern. Aber die blutige Maschinisierung des Todes ließ eine erhabene Wirkung nicht aufkommen. Die Guillotinierungsspektakel der spätrevolutionären Schreckensperiode erfüllen dieselbe Funktion, die einst den Gladiatorenspielen des späten Rom zukam, indem sie das Unruhepotential einer großstädtischen Bevölkerung befrieden. Das Gerichtsschauspiel für die Säuberung der Dantonisten, das von der Partei Robespierres mit List und Tücke inszeniert wird, demaskiert sich als ein possenhaftes Betrugsschauspiel für die ganze Nation im Schmierentheater. Das Drama, das Büchners Helden und auch die Akteure von 1794 aufführen, ist ein “Republikanisches Trauerspiel” und besteht aus der Bipolarität des Held-Tyrann-Gegensatzes. Robespierre, St. Just und auch Simon versuchen mythische Autorität von dem alten Römischen Republikanismus zu usurpieren und identifizieren sich mit den musterhaften Heroen der Römischen Republik und treiben Nachäfferei von deren Rollen, um die Anwesenden von der Allgemeingültigkeit, Notwendigkeit und Natürlichkeit ihrer Diskurse zu überzeugen. Damit zwingen sie die Anwesenden, ihre Aussagen als ein absolutes Wahrheitsmanifest ohne Widerspruch zu akzeptieren. Aber das sind nur die komischen Selbsttäuschungen, um die Grenze ihrer fiktiven Ideologie zu verbergen. Danton rühmt auch melodramatische Theatralik der Revolution in ironisch-zynischer Weise: Das Sterben durch die Guillotine sei effektvoller als der langweilige Tod aus Altersschwäche. Mit der Hilfe von Theatermetaphorik (theatrum mundi) versucht er die Ohnmächtigkeit der Menschen angesichts der Unvorhersehbarkeiten der Geschichte auszudrücken und gleichzeitig hofft auf die Entlastung von der unerträglichen Verantwortung, weil das Welttheater das einzelne Leben einer höheren Macht und Lenkung unterstellt. Danton glaubt, alle Menschen sind Puppen, die von unbekannten Gewalten am Draht gezogen sind. In dieser determinierten Welt kann keiner autonom und frei handeln. Durch diese Selbstrationalisierung wünscht er sich aus der bittersten Gewissensqual der Septembermorde entladen zu werden.
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