뷔히너의 『렌츠』에 나타난 사회공간
Der Sozialraum in Georg Büchners “Lenz”
0
조회
0
다운로드
0
인용
0
참고문헌
키워드
초록
Büchner schildert die von ihm erfahrene und beobachtete Realität sachlich wie ein Historiker, aber unter Zufügung von Ästhetik und Humanismus. Besonders im "Lenz" werden nicht nur Büchners Kunstvorstellung, sondern auch tiefgehende Erfahrungen und Krisen wie das Scheitern der Existenz, überzeugend dargestellt; für den Protagonisten ist der Irrsinn äußerlicher Ausdruck des Versuchs die eigene Angst zu überwinden. Daher muss sich eine Untersuchung des "Lenz" auch mit der Ursache des Wahnsinns und der Angst beschäftigen, die sich aus philosophischer, psychologischer, psychatrischer, sozialen, diereligiöser Perspektive ananasieren lässt. Eine adäq ates Verstädinis des kunstvollen und vielseitigen Werks Büchners ist daher nur durch ein Einbeziehen dieser diversen und mannigfaltigen Ansätze möglich. Diese Untersuchung unternimmt den Versuch einer Interpretation, die sich durch ein Zusammenfassen dieser Perspektiven dem Aufbau und der Bedeutung des sozialen Raums des "Lenz" nähert. Jeder Autor entwickelt eigene Ausdrucksweisen von sich dem Leser zu vermitteln, und jedes Werk entfaltet seine besonderen Eigenheiten bezüglich des künstlerischen Ausdrucks. In dieser Hinsicht kann der Raum im "Lenz" in den Raum des Selbst, den sozialen Raum und den Raum der Natur unterschieden werden. In der vorliegenden Arbeit wird der soziale Raum untersucht, in dem sich der Charakter der gesellschaftlichen Kräfte zeigt, die den Protagonisten in den Wahnsinn treiben, und den Prozess der Beschneidung seines Selbst darstellt. Es gibt Interpretationen, die den "Lenz" als Erzählung einer psychologisch pathologischen Situation verstehen und damit in Gegensatz zu Büchners Dramen stellen, die sein gesellschaftliches Engagement in soziale Bewegungen widerspiegeln. Die vorliegende Arbeit hingegen sucht die Ursachen für Lenzens Unsicherheit und Angst in der grundsätzlich absurden Situation der bürgerlichen Klassengesellschaft. Wie der Mensch immer nur ein gesellschaftliches Produkt ist, ist auch Lenzens Vater, der den Ursprung seiner weltanschaulichen Verwirrung und Krisen markiert, nur eine Marionette der geschichtlich hergestellten Gesellschaft. So kann auch Lenz, der sich der Gesellschaft widersetzt und versucht sein Selbst zu verwirklichen, nur schwer seinem elendigen Schicksal entfliehen. Im „Lenz“ treten diese gesellschaftlichen Kräfte nicht direkt auf, sondern vermittelt als wallende Angriffe durch den Auftritt Kaufmanns, im Brief des Vaters, im Fehlen des Pfarrers Oberlin und in seinem Drängen auf eine Rückkehr in die Heimat, die den Wahnsinn und die Angst stetig vorantreiben. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs; die gewaltigen sozialen Kräfte, die als „Alp des Wahnsinns“ dargestellt werden wirken als formlose Schicksalhaftigkeit unablässig auf ihn ein. Daher beschäftigt sich diese Untersuchung mit biographischen Elementen, die in den Eigenschaften der sozialen Kräfte, dem Verhältnis zum Vater und seinem Brief und der Bedeutung dieses Briefes zum Ausdruck kommen. Die Forderung des Vaters in die Heimat zurückzukommen und das Bedrängen des zustimmenden Pfarrers Oberlin definieren seine Mühen in Waldbach eine eigene Identität zu finden und die Hoffnung auf eine Heilung des Selbst als sinnlose Irretaten und treiben ihn vollends in den Wahnsinn. Hier schillert Büchners paradoxe Sprache wie ein Edelstein; denn es entsteht das Paradox, dass eben diese sinnlosen Irrsinnigkeiten für Lenzens Überleben und Selbstverwirklichung notwendig sind, und daher die so rationalen Forderungen und Bedrängen seines Vaters und des Pfarrers Oberlin zu "Flüchen" werden, die Lenz in den Wahnsinn treiben. Seine Gewissensnot, den Tod von Friederike und Mutter verursacht zu haben, die seine emotionalen Stützen waren und seinen inneren Raum des Selbst konstituierten, besiegeln sein Schicksal des unvermeidlichen Irrsinns. Er wird zum Spielball des Schicksals und der einzige Ausweg, der dem Protagonisten bleibt, ist desinteressierte Resignation. Im „Lenz“ wird die Geschichte eines talentierten und vielversprechenden jungen Schriftstellers dargestellt, der bedrängt durch seine allzu vernünftige Verwandschaft und einer von konkurrenz geprägten bürgerlichen Gesellschaft in den Wahnsinn getrieben wird. Büchner erzählt diese Geschichte anhand indirekter Ausdrucksformen, die sich in räumlichen Formen versinnlichen und im verzerrten Bild das Paradox des Wahnsinnigen widerspiegeln.
Abstract
Büchner schildert die von ihm erfahrene und beobachtete Realität sachlich wie ein Historiker, aber unter Zufügung von Ästhetik und Humanismus. Besonders im "Lenz" werden nicht nur Büchners Kunstvorstellung, sondern auch tiefgehende Erfahrungen und Krisen wie das Scheitern der Existenz, überzeugend dargestellt; für den Protagonisten ist der Irrsinn äußerlicher Ausdruck des Versuchs die eigene Angst zu überwinden. Daher muss sich eine Untersuchung des "Lenz" auch mit der Ursache des Wahnsinns und der Angst beschäftigen, die sich aus philosophischer, psychologischer, psychatrischer, sozialen, diereligiöser Perspektive ananasieren lässt. Eine adäq ates Verstädinis des kunstvollen und vielseitigen Werks Büchners ist daher nur durch ein Einbeziehen dieser diversen und mannigfaltigen Ansätze möglich. Diese Untersuchung unternimmt den Versuch einer Interpretation, die sich durch ein Zusammenfassen dieser Perspektiven dem Aufbau und der Bedeutung des sozialen Raums des "Lenz" nähert. Jeder Autor entwickelt eigene Ausdrucksweisen von sich dem Leser zu vermitteln, und jedes Werk entfaltet seine besonderen Eigenheiten bezüglich des künstlerischen Ausdrucks. In dieser Hinsicht kann der Raum im "Lenz" in den Raum des Selbst, den sozialen Raum und den Raum der Natur unterschieden werden. In der vorliegenden Arbeit wird der soziale Raum untersucht, in dem sich der Charakter der gesellschaftlichen Kräfte zeigt, die den Protagonisten in den Wahnsinn treiben, und den Prozess der Beschneidung seines Selbst darstellt. Es gibt Interpretationen, die den "Lenz" als Erzählung einer psychologisch pathologischen Situation verstehen und damit in Gegensatz zu Büchners Dramen stellen, die sein gesellschaftliches Engagement in soziale Bewegungen widerspiegeln. Die vorliegende Arbeit hingegen sucht die Ursachen für Lenzens Unsicherheit und Angst in der grundsätzlich absurden Situation der bürgerlichen Klassengesellschaft. Wie der Mensch immer nur ein gesellschaftliches Produkt ist, ist auch Lenzens Vater, der den Ursprung seiner weltanschaulichen Verwirrung und Krisen markiert, nur eine Marionette der geschichtlich hergestellten Gesellschaft. So kann auch Lenz, der sich der Gesellschaft widersetzt und versucht sein Selbst zu verwirklichen, nur schwer seinem elendigen Schicksal entfliehen. Im „Lenz“ treten diese gesellschaftlichen Kräfte nicht direkt auf, sondern vermittelt als wallende Angriffe durch den Auftritt Kaufmanns, im Brief des Vaters, im Fehlen des Pfarrers Oberlin und in seinem Drängen auf eine Rückkehr in die Heimat, die den Wahnsinn und die Angst stetig vorantreiben. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs; die gewaltigen sozialen Kräfte, die als „Alp des Wahnsinns“ dargestellt werden wirken als formlose Schicksalhaftigkeit unablässig auf ihn ein. Daher beschäftigt sich diese Untersuchung mit biographischen Elementen, die in den Eigenschaften der sozialen Kräfte, dem Verhältnis zum Vater und seinem Brief und der Bedeutung dieses Briefes zum Ausdruck kommen. Die Forderung des Vaters in die Heimat zurückzukommen und das Bedrängen des zustimmenden Pfarrers Oberlin definieren seine Mühen in Waldbach eine eigene Identität zu finden und die Hoffnung auf eine Heilung des Selbst als sinnlose Irretaten und treiben ihn vollends in den Wahnsinn. Hier schillert Büchners paradoxe Sprache wie ein Edelstein; denn es entsteht das Paradox, dass eben diese sinnlosen Irrsinnigkeiten für Lenzens Überleben und Selbstverwirklichung notwendig sind, und daher die so rationalen Forderungen und Bedrängen seines Vaters und des Pfarrers Oberlin zu "Flüchen" werden, die Lenz in den Wahnsinn treiben. Seine Gewissensnot, den Tod von Friederike und Mutter verursacht zu haben, die seine emotionalen Stützen waren und seinen inneren Raum des Selbst konstituierten, besiegeln sein Schicksal des unvermeidlichen Irrsinns. Er wird zum Spielball des Schicksals und der einzige Ausweg, der dem Protagonisten bleibt, ist desinteressierte Resignation. Im „Lenz“ wird die Geschichte eines talentierten und vielversprechenden jungen Schriftstellers dargestellt, der bedrängt durch seine allzu vernünftige Verwandschaft und einer von konkurrenz geprägten bürgerlichen Gesellschaft in den Wahnsinn getrieben wird. Büchner erzählt diese Geschichte anhand indirekter Ausdrucksformen, die sich in räumlichen Formen versinnlichen und im verzerrten Bild das Paradox des Wahnsinnigen widerspiegeln.
참고문헌 (37)
- Georg Büchner, "Historisch-kritsche Ausgabe mit Kommentar von Werner", Auflage, 1, pp.1~ (1967)
- J. M. R. Lenz, "Werke und Briefe in 3 Bänden", und mit einem Essay von Sigrid Damm, ~ (1987)
- 곽인상, "게오르크 뷔히너 문학의 표현기법 연구", 박사, pp.2010
- 김정현, "니체의 몸철학" (2000), 문학과 현실사
- 롤로 메이 R. May, "자아를 잃어버린 현대인" (1990), 문예출판사
- 류종영, "게오르크 뷔히너 희곡연구" (1988), 삼영사
- 뷔히너, 게오르크 G. Büchner, "뷔히너 문학전집" (1987), 한마당 문예
- 브로노프스키․말츠리쉬 J. Bronowski, "서양의 지적 전통" (1983), 홍성사
- 손은주, "Georg Büchner의 Lenz에 있어서 불안", 박사, pp.1988
- 앨런 스윈지우드 S. Alan, "사회사상사" (1987), 문예출판사
- 이부영, "분석심리학" (1995), 일조각
- 장병림, "일반심리학" (1981), 박영사
- 프리츠 파펜하임, "자아를 잃어버린 현대인", pp.69~ (1989), 문예출판사
- Abutille, Mario Carlo, "Lenz", Angst und Zynismus bei Georg Büchner, 97~120 (1969)
- Baumann, Gerhart, "Die dramatische Ausdruckswelt", Göttingen, ~ (1961)
- Benn, Maurice, "The Drama of Revolt", ~ (1976)
- Bergemann, Fritz, "Georg Büchner", Wiesbaden, ~ (1958)
- Damm, Sigrid, "Vögel, die verkünden Land, das Leben des", ~ (1997)
- Erb, Andreas, "Lenz. Eine Erzählung" (1997), Oldenburg
- Freud, Sigmund, "Hemmung, Symptom und Angst", Leipzig, ~ (1926)
- Großklaus, Götz, "Götz : Haus und Natur. Georg Büchners『Lenz』. Zum Verlust des sozialen Ortes", Recherches germaniques, 12, pp.69~77 (1982)
- Hinderer, Walter, "Bünchner Kommentar", Zum dichterischen Werk, ~ (1977)
- Hintze, Joachim, "Das Raumproblem im modernen deutschen Drama und Theater", Marburg, ~ (1970)
- Huyssen, Andreas, "Drama des Sturm und Drang. Kommentar zu einer Epoche", München, ~ (1980)
- Jancke, Gerhard, "Genese und Aktualität seines Werkes. Einführung in das Gesamtwerk", Königstein, ~ (1979)
- Krapp, Helmut, "Der Dialog bei", Darmstadt, ~ (1958)
- Lukács, Georg, "Die Theorie des Romans", München, ~ (1994)
- Majut, Rudolf, "Farbe und Licht im Kunstgefühl Georg Büchners", Greifswald, ~ (1912)
- Mattenklott, Gert, "Melancholie in der Dramatik des Sturm und Drang", Knöigstein, ~ (1985)
- Müller-Seidel, Walter, "Natur und Naturwissenschaft im Werk Georg Büchners in : Festschrift für Klaus Ziegler", Eckehard Catholy und Winfried Hellmann, ~ (1968)
- Petsch, Robert, "Raum in der Erzählung. In : Landschaft und Raum in der Erzählkunst", Darmstadt, 36~44 (1975)
- Schmidt, Erich, "Lenz und Klinger", Zwei Dichter der Geniezeit, ~ (1878)
- Schmidt, Harald, "Melancholie und Landschaft", Wiesbaden, ~ (1994)
- Schmidt, Henry J., "The complete collected works", ~ (1977)
- Schwann, Jürgen, "Georg Büchners implizirte Äs", Tübingen, ~ (1997)
- Winter, Hans-Gerd, "J. M. Lenz", Stuttgart, ~ (1987)
- Zobel, Karl Heinrich Klaus, "Das Bild und seine Funktion im Werk Georg Büchners", Innsbruck, ~ (1958)
