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게오르크 뷔히너 Georg Büchner의 권태의 문제 -『렌츠 Lenz』를 중심으로

Überlegungen zum Motiv der Langeweile bei Georg Büchner - Eine Lesart zu Lenz -

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주제분류독일어와문학

초록

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Georg Büchners Text Lenz. Sie versucht, anhand der Überlegungen zu Langeweile, dessen schriftstellerische Erfahrungen herauszuarbeiten. Die Langeweile, von der hier die Rede ist, ist ein literarisches Motiv, welches mit der literarischen Moderne eng verbunden ist, deren Ursprung in der Antinomie zwischen Aufklärung und Romantik liegt. Die literarische Moderne wendet sich zwar wie die Aufklärung gegen Aberglauben, Vorurteile und Autoritätsdenken, schließt jedoch die Rückwendung zur Vergangenheit und die Hinwendung zum Nicht-Erklärlichen nicht aus. Hierbei stellt sich die Aufgabe, die moderne Langeweile zu hinterfragen. Das literarische Motiv der Langeweile im Text Lenz kennzeichnet sich durch das Warten auf das Unerreichbare: die Figur Lenz ist auf der Suche nach sich selbst, er verfällt aber dem Wahnsinn, was zu seiner Katastrophe führt, deren Negativität den Wunsch nach der Rettung impliziert. In der Lenz-Studie ist die religiöse Position Büchners immer noch umstritten. Besonders in dem Umschlag von Lenzens Faszination an der Natur als Offenbarung Gottes in die Absage an das Heilsversprechen Gottes sieht man, dass Büchner eine radikale religionskritische Position einnimmt. Im Rekurs auf die literarische Moderne jedoch lassen sich Lenzens zweifelhafter Schrei und Wahnsinn als das verstehen, was der ‘kranke’ Lenz den unbekannten Gott anzusprechen versucht. Das wäre, um mit Adorno zu sprechen, „ein zweifelhaftes Unternehmen, Gott zu retten„. Mit Blick auf die Doppeldeutigkeit der Langeweile werden Katastrophe und Rettung(-smöglichkeit) in der Balance gehalten, was auch bei Walter Benjamin immer ins Visier gefasst wird. Im Text Lenz scheint es Büchner zu gelingen, zu dem von Goethe abgewerteten Lenz-Bild einen Pendant zu schaffen, und dabei spielt wohl die Figur Lenz als Maske des Autors eine wichtige Rolle.

Abstract

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Georg Büchners Text Lenz. Sie versucht, anhand der Überlegungen zu Langeweile, dessen schriftstellerische Erfahrungen herauszuarbeiten. Die Langeweile, von der hier die Rede ist, ist ein literarisches Motiv, welches mit der literarischen Moderne eng verbunden ist, deren Ursprung in der Antinomie zwischen Aufklärung und Romantik liegt. Die literarische Moderne wendet sich zwar wie die Aufklärung gegen Aberglauben, Vorurteile und Autoritätsdenken, schließt jedoch die Rückwendung zur Vergangenheit und die Hinwendung zum Nicht-Erklärlichen nicht aus. Hierbei stellt sich die Aufgabe, die moderne Langeweile zu hinterfragen. Das literarische Motiv der Langeweile im Text Lenz kennzeichnet sich durch das Warten auf das Unerreichbare: die Figur Lenz ist auf der Suche nach sich selbst, er verfällt aber dem Wahnsinn, was zu seiner Katastrophe führt, deren Negativität den Wunsch nach der Rettung impliziert. In der Lenz-Studie ist die religiöse Position Büchners immer noch umstritten. Besonders in dem Umschlag von Lenzens Faszination an der Natur als Offenbarung Gottes in die Absage an das Heilsversprechen Gottes sieht man, dass Büchner eine radikale religionskritische Position einnimmt. Im Rekurs auf die literarische Moderne jedoch lassen sich Lenzens zweifelhafter Schrei und Wahnsinn als das verstehen, was der ‘kranke’ Lenz den unbekannten Gott anzusprechen versucht. Das wäre, um mit Adorno zu sprechen, „ein zweifelhaftes Unternehmen, Gott zu retten„. Mit Blick auf die Doppeldeutigkeit der Langeweile werden Katastrophe und Rettung(-smöglichkeit) in der Balance gehalten, was auch bei Walter Benjamin immer ins Visier gefasst wird. Im Text Lenz scheint es Büchner zu gelingen, zu dem von Goethe abgewerteten Lenz-Bild einen Pendant zu schaffen, und dabei spielt wohl die Figur Lenz als Maske des Autors eine wichtige Rolle.

참고문헌 (33)

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  2. Büchner, Georg, "Dichtungen" (1968)
  3. Baudelaire, Charles, "Die Blumen des Bösen, Die künstlichen Paradiese und andere Schriften" (1999)
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  7. 마르틴 하이데거, "형이상학의 근본개념들. 세계-유한성-고독" (2001)
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  11. Adorno, Theodor W., "Ästhetische Theorie" (1973)
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  14. Benjamin, Walter, "Das Passagen-Werk in: Gesammelte Schriften" (1982)
  15. Ders, "Über den Begriff der Geschichte" (1996)
  16. "Kritik der Melancholie und Melancholie der Kritik"[URL]
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  18. Ders, "Die Negativität des Poetischen und das Positive der Institution", Merkur, 53 (1999)
  19. Frenzel, Elisabeth, "Stoffe der Weltliteratur in: Dialektik der Aufklärung" (1988)
  20. Knischek, Stefan, "Lebensweisheiten berühmter Philosophen" (2008)
  21. Kubik, Sabine, "Krankheit und Medizin im literarischen Werk Georg Buchners" (1991)
  22. Lutz, Bernd, "Metzler Philosophien Lexikon" (1995)
  23. Menninghaus, Winfried, "Schwellenkunde. Walter Benjamins Passage des Mythos" (1986)
  24. Nietzsche, Friedrich, "Menschliches, Allzumenschliches in: Friedrich Nietzsche. Kritische Studienausgabe Bd. II" (1999)
  25. Reik, Theodor, "Der eigene und der fremde Gott" (1975)
  26. Schmidt, Harald, "Melancholie und Landschaft : Die psychotische und asthetische Struktur der Naturschilderungen in Georg Büchners Lenz" (1994)
  27. Skirbekk, Gunnar, "Geschichte der Philosophie" (1993)
  28. Taureck, Bernhard, "Philosophieren: Sterben lernen?" (2004)
  29. Walther, Lutz, "Melancholie" (1999)
  30. Wiemer, Serjoscha, "Zwischen Langeweile und Zerstreuung. Von der Zeiterfahrung der Moderne zur Utopie des Kinos in: Zum Zeitvertreib. Strategien - Institutionen - Lekturen - Bilder" (2005)

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