Metaphern im wirtschaftlichen Diskurs - Am Beispiel der Wirtschaftskrise in den Zeitungsartikeln
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초록
Als Ausgangspunkt folgender Arbeit gilt die Aussage von Gibbs (1994), die mittlerweile floskelhaft klingt: "People conceptualize their experiences in figurative terms via metaphor, metonymy, irony, oxymoron, and so on, and these principles underlie the way we think, reason, and imagine [...]. Metaphor is not a form of speech, it is a form of thought." (Gibbs 1994: 5) Es handelt sich so in der Arbeit hauptsächlich um einen Überblick über Beschaffenheit, Struktur und Funktion konzeptueller Metaphern im Bereich der Wirtschaftskrise deren metaphorischen Projektion zu beobachten ist. Dabei widmet sich zunächst auf dem Metaphernverständnis in Lakoff & Johnson (1980), die ich im zweiten Teil der Arbeit in Bezug auf die Metaphernklassifikation heranzog. Im Hauptteil der Arbeit (Kapitel 3) geht der Frage von Existenz bestimmter konzeptuellen Metaphern im Bereich Wirtschaftskrise nach. Es sollte auseinandergesetzt und gezeigt werden, auf welche Weise das Verständnis der Erfahrungsdomäne WIRTSCHAFTSKRISE in der öffentlichen Diskussion von Metaphorik abhängt. Somit ist es schließlich gezielt, die metaphorischen Denkstrukturen bzw. metaphorischen Denkroutine aufzuzeigen, die unsererSprachverwendung zugrundeliegen. Das sprachliche Phänomen Metapher leitet schlicht die Überlegung an den Zusammenhang zwischen der Sprache, des Denkens und der Wirklichkeit. Die Einwirkungskraft der Wirklichkeit zum Denken und der Sprache ist uns vertraut. So wirkt die Wirklichkeit auf unsere Denkroutine ein und kann sogar die Sprache ändern. Wie sieht sich dann nun der Zusammenhang zwischen Wirklichkeit und Denken bzw. der zwischen Sprache und Denken? Zahlreiche unglückliche Verbalisierungen in unserer Sprachgemeinschaft sind der Nachweis für den direkten Zugang von Wirklichkeit zum Denken und zur Sprache. Wir erinnern uns so an das sogennate 'Mühlmaultaschenskandal (만두파동)’ im Jahr 2004, ein Fall von unglücklichsten Verbalisierungen. Wegen dieses Skandals hatte das ganze Land dessen Appetit auf sein Lieblingsessen verloren. Hinter diesem schockierenden Fall versteckte sich eben die Interaktion unserer Denkroutinen und deren Verbalilisierung: Sobald die Polizei 'die Maultaschen aus Müll-Zutaten' äußerte, sollte die Presse sofort die Schlagzeilen mit 'Skandal-Müllmaultaschen' drucken lassen. Dieses quasi adversativ aussehende ungewöhnliche Wortkompositum erteilt einen negativen Auftrag in einer Gesellschaft und berührt so ganze Nation unangehnem dass sie im Vorraus auf ihr Lieblingsessen verzichten mag. Ein Wort konnte gut innerhalb einer Gesellschaft ernsthafte kollektive Angst auslösen. Die Staatsbürger ärgerten sich weit und breit über die betroffenen Hersteller-Unternehmen, besonders über die Nachlässigkeit der Regierung, die schließlich heftige Kritik gewann. Die damals problematisierten Zutaten sind übrigens später für harmlos bewiesen. Es passierte leider erst danach, dass die betroffenen Hersteller pleite wurden. Einige Firmenvertreter mussten sogar dafür ihr Leben opfern. Solche Beispiele befinden sich überall in unserer Gesellschaft und sie sind ein Indiz dafür, dass die Sprachverwendungen auf unser Denken einen bestimmten Einfluß ausüben können, dass sie unser Verhalten unmittelbar steuern, manipulieren und schließlich auf die Realität einwirken. 'Fleischfressende Bakterien', 'Menschen-Rinderwahnsinn' 'Mörder-Zecke' sind die geringsten sprachlichen Indizien von gleicher Art.
Abstract
Als Ausgangspunkt folgender Arbeit gilt die Aussage von Gibbs (1994), die mittlerweile floskelhaft klingt: "People conceptualize their experiences in figurative terms via metaphor, metonymy, irony, oxymoron, and so on, and these principles underlie the way we think, reason, and imagine [...]. Metaphor is not a form of speech, it is a form of thought." (Gibbs 1994: 5) Es handelt sich so in der Arbeit hauptsächlich um einen Überblick über Beschaffenheit, Struktur und Funktion konzeptueller Metaphern im Bereich der Wirtschaftskrise deren metaphorischen Projektion zu beobachten ist. Dabei widmet sich zunächst auf dem Metaphernverständnis in Lakoff & Johnson (1980), die ich im zweiten Teil der Arbeit in Bezug auf die Metaphernklassifikation heranzog. Im Hauptteil der Arbeit (Kapitel 3) geht der Frage von Existenz bestimmter konzeptuellen Metaphern im Bereich Wirtschaftskrise nach. Es sollte auseinandergesetzt und gezeigt werden, auf welche Weise das Verständnis der Erfahrungsdomäne WIRTSCHAFTSKRISE in der öffentlichen Diskussion von Metaphorik abhängt. Somit ist es schließlich gezielt, die metaphorischen Denkstrukturen bzw. metaphorischen Denkroutine aufzuzeigen, die unsererSprachverwendung zugrundeliegen. Das sprachliche Phänomen Metapher leitet schlicht die Überlegung an den Zusammenhang zwischen der Sprache, des Denkens und der Wirklichkeit. Die Einwirkungskraft der Wirklichkeit zum Denken und der Sprache ist uns vertraut. So wirkt die Wirklichkeit auf unsere Denkroutine ein und kann sogar die Sprache ändern. Wie sieht sich dann nun der Zusammenhang zwischen Wirklichkeit und Denken bzw. der zwischen Sprache und Denken? Zahlreiche unglückliche Verbalisierungen in unserer Sprachgemeinschaft sind der Nachweis für den direkten Zugang von Wirklichkeit zum Denken und zur Sprache. Wir erinnern uns so an das sogennate 'Mühlmaultaschenskandal (만두파동)’ im Jahr 2004, ein Fall von unglücklichsten Verbalisierungen. Wegen dieses Skandals hatte das ganze Land dessen Appetit auf sein Lieblingsessen verloren. Hinter diesem schockierenden Fall versteckte sich eben die Interaktion unserer Denkroutinen und deren Verbalilisierung: Sobald die Polizei 'die Maultaschen aus Müll-Zutaten' äußerte, sollte die Presse sofort die Schlagzeilen mit 'Skandal-Müllmaultaschen' drucken lassen. Dieses quasi adversativ aussehende ungewöhnliche Wortkompositum erteilt einen negativen Auftrag in einer Gesellschaft und berührt so ganze Nation unangehnem dass sie im Vorraus auf ihr Lieblingsessen verzichten mag. Ein Wort konnte gut innerhalb einer Gesellschaft ernsthafte kollektive Angst auslösen. Die Staatsbürger ärgerten sich weit und breit über die betroffenen Hersteller-Unternehmen, besonders über die Nachlässigkeit der Regierung, die schließlich heftige Kritik gewann. Die damals problematisierten Zutaten sind übrigens später für harmlos bewiesen. Es passierte leider erst danach, dass die betroffenen Hersteller pleite wurden. Einige Firmenvertreter mussten sogar dafür ihr Leben opfern. Solche Beispiele befinden sich überall in unserer Gesellschaft und sie sind ein Indiz dafür, dass die Sprachverwendungen auf unser Denken einen bestimmten Einfluß ausüben können, dass sie unser Verhalten unmittelbar steuern, manipulieren und schließlich auf die Realität einwirken. 'Fleischfressende Bakterien', 'Menschen-Rinderwahnsinn' 'Mörder-Zecke' sind die geringsten sprachlichen Indizien von gleicher Art.
참고문헌 (11)
- Baldauf, C., "Metapher und Kognition" (1997), Peter Lang Verlag
- Gibbs, R. W. Jr, "The poetics of mind. The figurative thought, language and understanding" (1994), Cambridge Press
- Haverkamp. A., "THEORIE DER METAPHER. Wissenschaftliche Buchgesellschaft" (1996)
- Jäkel, O., "Wie Metaphern Wissen schaffen" (2003), Verlag Kovač
- Jhee, Y. E., "Die konzeptuelle Theorie der Metapher" (2010), Peter Lang Verlag
- Johnson, M., "The Body in the Mind" (1987), The University of Chicago Press
- Kövecses, Z., "Metaphor. A Practical Introduction" (2002), Oxford Press
- Lakoff, G., "Metaphors We Live By" (1980), The University of Chicago Press
- Lakoff, G., "Leben in Metaphern, übersetzt von Astrid Hindenbrand" (2007), Carl-Auer Verlag
- Liebert, W. A., "Metaphernbereiche der deutschen Alltagssprache" (1992), Peter Lang Verlag
- Schwarz, M., "Einführung in die Kognitive Linguistik, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage, A" (2008), Franke Verlag
